Aktiengesellschaft

Spätestens seit dem Börsenhoch 2001/2002 sind nahezu jedem die Begriffe Aktiengesellschaft und Aktie geläufig. Aber was ist eigentlich eine Aktiengesellschaft? Bei einer AG handelt es sich um eine Unternehmensform, bei der das Gesellschaftsvermögen (Grundkapital" im Gegensatz zur Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ("Stammkapital")) in Aktien aufgeteilt ist. Man zählt sie mit den GmbHs zu den Kapitalgesellschaften. Das Grundkapital einer AG muss mindestens 50.000 Euro betragen. Seit dem Jahr 1994 hat der Gesetzgeber auch die Einpersonengründung der Aktiengesellschaft (Kleine Aktiengesellschaft) zugelassen und dadurch das Aktienrecht an das GmbH-Recht angepasst. Seither regelt § 2 des Aktiengesetzes, dass eine Aktiengesellschaft durch "eine oder mehrere Personen" gegründet werden kann.Das Gesellschaftsvermögen haftet für alle Verbindlichkeiten. Die Leitung einer AG hat der Vorstand, der sich im Regelfall aus mehreren Personen zusammensetzt. Über die Ausgabe von Aktien an der Börse kann sich eine AG zusätzliches Grundkapital beschaffen. In Deutschland sind viele Aktiengesellschaften durch Beteiligungen miteinander verbunden (in der so genannten Deutschland-AG). Die erste Aktiengesellschaft der Welt war die "Vereinigte ostindische Kompagnie" in Amsterdam. In der Regel handelt es sich bei Aktiengesellschaften um Großunternehmen. Beispiele hierfür sind die Microsoft AG, die Deutsche Telekom AG und die Siemens AG (Plätze 1, 56 und 71 in der Liste der größten AGs der Welt 2003)."