Arbeitsteilung

Arbeitsteilung, so die oft gehörte Aussage, ist die Mutter unseres Wohlstandes. Menschen arbeiten in unterschiedlichen Berufen, die z. T. eine Jahrhunderte lange Entwicklungsgeschichte aufweisen. Diese Entwicklungsgeschichte ist häufig verknüpft mit dem technischen Fortschritt und dem weltweiten Strukturwandel. Von den ersten Menschen, die Sammler und Jäger waren über die ersten Agrargesellschaften zu den Handwerkern in ihren Zünften ging die Entwicklung weiter zu Manufakturen des Mittelalters und zu großen Fabriken. Es folgte die Zerlegung von ursprünglich von einer Person durchgeführten Arbeitsprozessen in voneinander getrennte Teilprozesse. Ziel dieser Trennung war und ist die Steigerung der Produktivität der Arbeit. Arbeitsteilung lässt sich unterscheiden in innerbetriebliche, zwischenbetriebliche und internationale Arbeitsteilung. Innerbetriebliche A. bedeutet, dass der Arbeitsprozess in einem Betrieb in unterschiedliche Einzelschritte zerlegt wird. Bei der zwischenbetrieblichen A. produzieren verschiedene Betriebe nicht alle Güter, die sie benötigen selbst, sondern kaufen diese von anderen, den Zulieferern, zu. Bei der internationalen A. betreiben unterschiedliche Länder untereinander Handel mit Produkten und Dienstleistungen. Die einzelnen Länder spezialisieren sich auf jene Produkte, die sie kostengünstig herstellen können und mit denen sie internationale wettbewerbsfähig sind.