Cash Flow

Alle reden vom Cash Flow. Auch der Laie interpretiert eine Meldung als gut, die lautet: „Cash Flow um 30 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.“ Was aber ist ein Cash Flow? Sinngemäß übersetzt bedeutet der Begriff aus den USA so viel wie „Zufluss an Barmitteln“.

 

Der Cash Flow stellt schlicht den Überschuss an flüssigen (liquiden) Zahlungsmitteln dar, den ein Unternehmen in einer Abrechnungsperiode erzielt. Ist der erforderliche Kapitalbedarf größer als der Zugang an finanziellen Mitteln, so ist der Cash Flow negativ (Cash Loss) und die Differenz muss durch Außenfinanzierung (z. B. Kredite) oder Vermögensauflösung (z. B. Verkauf von Grundstücken) finanziert werden. Anhand dieser betriebswirtschaftlichen Kennzahl weiß ein Unternehmen, ob aus dem operativen Kerngeschäft, also dem Hauptbetätigungsfeld, genügend Mittel erwirtschaftet werden, um z. B. Schulden zu tilgen, Gewinne an Anteilseigner auszuschütten und Investitionen zu tätigen. Der Cash Flow erlaubt somit eine Aussage über die Selbstfinanzierungsfähigkeit des Unternehmens. Er hilft auch bei der Einschätzung, ob für ein Unternehmen Insolvenzgefahr (Zahlungsunfähigkeit) besteht.

 

Gewissenhafte Manager prüfen den Cash Flow regelmäßig. Schließlich sagt er viel aus über die Finanzkraft und Liquidität eines Unternehmens und damit über die Stabilität und Zukunft der Firma.