Umsatz und Gewinn

Meldungen wie „Gewinneinbruch trotz millionenschwerem Umsatz“ machen regelmäßig Schlagzeilen. Und die Verwechslung von Umsatz und Gewinn soll schon zu manch hämischen Witzen geführt haben. Doch worin genau besteht der Unterschied zwischen Gewinn und Umsatz?

Der Begriff Umsatz umfasst alles, was ein Unternehmen einnimmt. Er bezeichnet den Wert der Waren und Leistungen, die ein Unternehmen in einer bestimmten Periode verkauft und berechnet sich durch die Multiplikation der abgesetzten Menge mit dem Preis per Stückeinheit.

Der Gewinn hingegen ist das, was nach dem Abzug sogenannter Aufwände (wie z. B. für Materialien, Löhne, Steuern und Miete) und Abschreibungen (das bedeutet die abnutzungsbedingte Wertminderung von Maschinen u. ä.) als Ergebnis in Form eines Überschusses vom Umsatz übrig bleibt. Dementsprechend kann es sein, dass das Unternehmen zwar einen hohen Umsatz erzielt, die Abzüge jedoch so hoch sind, dass kaum Gewinn erwirtschaftet oder aber sogar Verlust gemacht wurde. Für marktwirtschaftliche Unternehmen sind fehlende Gewinne auf Dauer existenzgefährdend.

Der Gewinn eines Unternehmens wird mit Hilfe einer Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ermittelt, die einen Teilbereich des Jahresabschlusses eines Unternehmens darstellt. Es werden dabei Erträge und Aufwendungen einander gegenübergestellt und die jeweilige Gesamtsumme ist direkt ersichtlich (Kontoform-) bzw. wird das Ergebnis über mehrere Zwischenstufen errechnet (Staffelform). Die letztgenannte Aufstellungsart ist für große Firmen wie beispielsweise Aktiengesellschaften gesetzlich vorgeschrieben, weil beispielsweise die für den Gewinn bzw. Verlust verantwortlichen Einflussfaktoren deutlicher ersichtlich sind und die Gesamtentwicklung besser nachvollziehbar wird.

 

NWZ vom: 30.12.2009