Umweltökonomik

Luft, Wasser, Boden und Klima, die der Menschheit das Leben und Überleben erst ermöglichen, sind aufgrund unserer Wirtschafts- und Konsumweisen in hohem Maße gefährdet. Warum verhalten sich die Menschen umweltfeindlich, obwohl viele wissen, das es so nicht weiter gehen kann?In der Umweltökonomik wird als wesentliche Ursache angeführt, dass die Umwelt den Charakter eines öffentlichen Gutes" habe, d. h. dass niemand von der Nutzung ausgeschlossen werden könne. Hieraus resultiert nicht selten ein "Trittbrettfahrerverhalten", d. h. es ist für den Einzelnen kostengünstiger, die anderen etwas zum Erhalt der Umwelt tun zu lassen und davon zu profitieren, ohne sich an den Kosten zu beteiligen. Menschen verhalten sich ferner i. d. R. rational und eigennützig. Gemäß dieser Auffassung ist das menschliche Verhalten daran orientiert, einen individuellen Vorteil zu erlangen. Dieser ist für den Einzelnen um so größer, je geringer die individuellen Kosten für den Erhalt der Umwelt sind.Unter den gegenwärtigen ökonomischen Rahmenbedingungen überwiegen die Verhaltensanreize, sich umweltschädigend zu verhalten. Umweltökonomische Lösungsperspektiven liegen darin, den Verbrauch der Umwelt mit Preisen zu belegen und umweltschädliche Produktions- und Konsumweisen zu verteuern. In öffentlichen Diskussionen wird dies nicht selten befürwortet, stößt in der Regel jedoch auf wenig Gegenliebe, wenn der Einzelne entsprechend zu bezahlen hat (z. B. Öko-Steuer)."