Währungen und Wechselkurse

Im täglichen Sprachgebrauch bezeichnen wir mit Währung das gesetzliche Zahlungsmittel eines Landes, z. B. japanische Yen, US-Dollar oder Euro. Länder, die sich wie die EU auf eine einheitliche Währung geeinigt haben und eine für die Geldpolitik verantwortliche Notenbank eingerichtet haben, bilden eine Währungsunion. In der Europäischen Union übernimmt die Europäische Zentralbank (EZB) diese Funktion. Ihr Sitz ist in Frankfurt/M.Über die Währung ergibt sich auch ein Austauschverhältnis gegenüber ausländischen Geldeinheiten. Dieses Austauschverhältnis kennen wir aus dem Urlaub und aus den Börsennachrichten als Wechselkurs. Der Wechselkurs kann als "Mengen- oder Preisnotierung" berechnet werden. Die "Mengennotierung" gibt an, wie viel ausländische Währung (z. B. Dollar) man für eine Einheit inländischer Währung (z. B. EURO) zahlen muss. Der nominale Wechselkurs zwischen dem Euroraum und den Vereinigten Staaten ist also der Preis eines Euros ausgedrückt in Dollar (z. B. 1 € für 1,20 US-Dollar). Bei einer "Preisnotierung" ermittelt man umgekehrt den Preis einer ausländischen Währungseinheit in inländischer Währung (z. B. 0,84 € für einen US-Dollar). Einen Wechselkurs zwischen zwei Ländern kann man allerdings auch in Gütereinheiten statt in Geldeinheiten ausdrücken. Dann ist die Rede vom realen Wechselkurs.