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2018

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22.11.2018

„Schüler sollten grundlegende Zusammenhänge der Wirtschaft verstehen!“ – Interview mit Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski

In einem Interview mit dem Beratungsportal finanzen.de spricht Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski über die Bedeutung der ökonomischen Bildung und über den wigy e. V.: „In unserem Verständnis ist ökonomische Bildung Allgemeinbildung, Bildung für alle Kinder und Jugendlichen sowie ein Beitrag zum selbstbestimmten Handeln im Alltag als Verbraucher, Erwerbstätiger, Wirtschaftsbürger, Kreditnehmer oder Anleger. Sie gibt Auskunft über Handeln unter Knappheitsbedingungen. Ständig werden auch die Schüler mit Knappheit konfrontiert – bei der Jobsuche, an der Tankstelle, beim Einkaufen. Wer im Alltag selbstbestimmt agieren will, wer die Welt verstehen und mitgestalten will, der muss die Grundlogik der Wirtschaft verstehen.“

Im Wirtschaftsunterricht geht es dabei „vor allem um grundlegende Zusammenhänge von Wirtschaft und Gesellschaft. […]“ Wer zum Beispiel über den Brexit mitreden wolle, solle wenigstens zwischen einer Zollunion und einer Freihandelszone unterscheiden können. „[…]Wir reden hier über das kleine Einmaleins der Wirtschaft und darüber, Zusammenhänge zu verstehen und Einordnungen vornehmen zu können“, betonte Prof. Kaminski.

Dürfte Prof. Kaminski einen freien Wunsch an die Landesregierung richten, wäre es: „Den bildungspolitischen Flickenteppich in der Bundesrepublik aufzulösen. […]“ Dazu gehört auch, Lehrpläne für Wirtschaftsunterricht zu entwickeln, die für ganz Deutschland Gültigkeit haben. „Die Notwendigkeit ökonomischer Grundkenntnisse ist unabhängig von den höchst „feinsinnigen“ Unterscheidungen im Bildungsföderalismus.“

Hier gelangen Sie zum vollständigen Interview:

https://www.finanzen.de/news/18911/schueler-sollten-grundlegende-zusammenhaenge-der-wirtschaft-verstehen

20.11.2018

Erste Wirtschafts.Forscher!-Konferenz

Am 6. und 7. November 2018 fand bei PwC Berlin die erste Wirtschafts.Forscher!-Konferenz statt. 62 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich der Herausforderung, zwei Themen miteinander zu verbinden: Wirtschaftsethik und Digitalisierung. Die zweitägige Veranstaltung gab den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich fachlich über bestimmte Bereiche der Digitalisierung weiter zu bilden und kollegial über deren Verankerung im Unterricht in der Sekundarstufe I auszutauschen.

Weites Themenspektrum am ersten Tag

Den Auftakt der Veranstaltung bildete ein Fachvortrag zum Thema „Wirtschaftsethik in Zeiten der Globalisierung“ von Dr. Matthias Uhl von der Technischen Universität München. Zu Beginn des Vortrags von Herrn Dr. Uhl wurde die Wirtschaftsethik der Moderne thematisiert und in mehreren Feldern definiert. Anschließend wurden moralische Probleme besprochen, welche u. a. bei der Nutzung von Algorithmen auftreten können. Dank der lebensnahen Behandlung der Thematik wurde eine Identifikation mit den Inhalten möglich und der Vortrag hierdurch noch greifbarerer für alle Beteiligten.

Auf den Input folgte ein von Moritz Avenarius, Zukunftslotse aus Hamburg, durchgeführtes BarCamp, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit hatten, sich über selbst ausgewählte Themen der Wirtschaftsethik und Digitalisierung zu unterhalten. Neben Fragen des Datenschutzes wurden hier auch nachhaltige Urlaubsreisen oder neue Unterrichtsformate diskutiert – die Gestaltungsmöglichkeiten des BarCamp-Formats wurden voll und ganz ausgeschöpft. Nach intensiven Diskussionen fand der Tag einen stilvollen Ausklang in der Lounge von PwC, wo die Gespräche des Nachmittags in entspannter Atmosphäre fortgesetzt werden konnten.

Zweiter Tag bietet Einblicke in den digitalen Alltag

Den Schwerpunkt des zweiten Tages bildeten Fachvorträge, die Einblicke in die Praxis digitaler Transformationsprozesse lieferten. So veranschaulichte Jochen Berbuer, Beiratsmitglied der bee smart city GmbH, anhand der „Smart City“ die Möglichkeiten, öffentliche Lebens- und Begegnungsräume mit digitaler Unterstützung zu gestalten. Daniel Friederich, der im Verbundprojekt enera der EWE Aktiengesellschaft arbeitet, warf mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Blick in die Privaträume der Zukunft – das „Smart Home“. Und um den Überblick über die einschneidenden Veränderungen des Alltagslebens durch die Digitalisierung zu komplettieren, veranschaulichten Stefanie Woerns, Vorstandsmitglied der Stiftung Gesundheit, und Dr. Lucas Spohn, Gründer und CEO der Tomes GmbH, mit Ihren Fachvorträgen zum Thema „eHealth“ den Umbruch im Gesundheitssystem.

Nach den vielfältigen Eindrücken der beiden Konferenztage können die teilnehmenden Lehrkräfte nun ihr Wissen in den Unterricht einbringen – und ihre Schülerinnen und Schüler zu noch besseren Wirtschafts.Forschern! machen.

  

Bildnachweis: Anna Rozkosny

13.11.2018

Seminarangebot „Wirtschaft aktuell“ für Lehrkräfte der Sek I im Februar 2019

In diesem Seminar erhalten Lehrkräfte, die das Fach Wirtschaft unterrichten, die Möglichkeit, sich mit Fachkolleginnen und –kollegen über ihre unterrichtlichen Erfahrungen auszutauschen und mit spezifischen Themen vertieft auseinanderzusetzen. Insbesondere werden gemeinsam Unterrichtssequenzen zu ausgewählten curricularen Themenfeldern mit aktuellen Bezügen entwickelt. Darüber hinaus werden Ideen zur unterrichtlichen Gestaltung vorgestellt.

Das zweitägige Seminar wird vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) in Kooperation mit dem Ludwig-Windthorst Haus in Lingen am 26./27. Februar 2019 durchgeführt. Ausführliche Informationen:

http://www.ioeb.de/aktuelle-fortbildungen

12.11.2018

wigy Forum 2018: 25 Jahre wigy e. V. – „Wer nicht viel weiß, der muss viel glauben!“

25 Jahre wigy e. V., 25 Jahre Ökonomische Bildung – das war der Aufhänger des diesjährigen wigy Forums 2018 in der Oldenburgische Landesbank AG (OLB). Damit blickt der Verein zurück auf seine Wurzeln: die „Förderung der ökonomischen Bildung an allgemein bildenden Schulen“, betonte Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender des wigy e. V., in seiner Begrüßung. Zu diesem besonderen Jubiläum lud der Verein seine Mitglieder, langjährige Weggefährten sowie weitere Interessierte ein, um die Entwicklung und Perspektiven der Vereinsarbeit und der ökonomischen Bildung gemeinsam zu diskutieren.

„Seit 25 Jahren setzt sich wigy e. V. dafür ein, das Thema Wirtschaft in den Schulen zu verankern und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dieses Engagement ist für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung, denn ohne wirtschaftliche Grundkenntnisse lassen sich weder Geschichte noch Politik verstehen. Ich gratuliere herzlich zum Jubiläum!“, sagte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

„Die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre waren nur möglich durch die aktive Zusammenarbeit von Schulen, Lehrkräften, Unternehmen und Organisationen“, resümierte der Leiter des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB), Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski, in seiner Einführung.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wies Hilger Koenig, Vorstandsmitglied des wigy e. V., besonders auf die Bedeutung der ökonomischen Bildung hin: „Es geht vor allem um die Notwendigkeit, Schülerinnen und Schüler für das Leben fit zu machen und dafür bedarf es eines Verständnisses wirtschaftlicher Zusammenhänge.“ Dr. Karl-Josef Burkard, Vorsitzender des Verbands Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen (VÖBAS), betonte daneben die Vermittlung von „Orientierungen in einer zunehmend komplexen Welt“ als zentrale Aufgabe des Wirtschaftsunterrichts. In der grundständigen Ausbildung und kontinuierlichen Fortbildung der Lehrkräfte sieht er das eigentliche „Nadelöhr" für eine Ausweitung und Vertiefung der ökonomischen Bildung im Schulsystem. Wolf-Jürgen Thormann, Gründungsmitglied der Initiative „Wirtschaft & Gymnasium“, aus der sich der wigy e. V. gründete, sprach sich zudem für einen noch größeren Anteil von Wirtschaftsthemen im Unterricht aus, um die Allgemeinbildung zu verbessern: „Nur so können zum Beispiel politische Entscheidungen und Politik an sich besser in Zusammenhänge eingeordnet werden.“ Dies alles kann jedoch nur gelingen, wenn auch „Unternehmen und Institutionen sich der Bedeutung der ökonomischen Bildung bewusst werden und weiter verstärkt dafür eintreten“, appellierte Dr. Joachim Peters. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker.

Mit der von Jacqueline Kleemann (Leiterin der Geschäftsstelle wigy e. V.) moderierten und dieses Jahr von der Band B-202 der Helene-Lange-Schule Oldenburg musikalisch begleiteten Veranstaltung rückt der wigy e. V. alljährlich Themen in den Vordergrund, die im Wirtschaftsunterricht an allgemein bildenden Schulen eine zunehmende Bedeutung erlangen. Der Verein setzt sich seit 25 Jahren für ökonomische Bildung an Schulen ein und ist mit der bundesweit größten Online-Datenbank für Unterrichtsmaterialien Anlaufstelle für ca. 900 Lehrkräfte sowie Schulen im Bereich der Wirtschaftsbildung an allgemein bildenden Schulen.

Das Video zur Veranstaltung finden Sie hier.

Erstes Bild v. l.: Karl-Josef Burkard (VÖBAS e. V.), Jacqueline Kleemann (wigy e. V.), Hilger Koenig (wigy e. V.), Prof. Hans Kaminski (IÖB), Wolf-Jürgen Thormann, Björn Thümler (Nds. Minister für Wissenschaft und Kultur), Margareta Brauer-Schröder (wigy e. V.), Hon.-Prof. Werner Brinker (wigy e. V.), Dr. Joachim Peters (Oldenburgische IHK)

Fotos: wigy/M. Hibbeler