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2017

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17.11.2017

Das neue elektronische Schulbuch „Wirtschaft 8/9“ für die Stadt und Region Novosibirsk – Unterstützung für die Lehrkräfte.

Was benötigt eine Lehrkraft an Unterstützung, um ein neues Schulbuch erfolgreich im Unterricht einzusetzen? Das ist die Frage, mit der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des deutsch-russischen Projektes ECO-Digital immer wieder beschäftigen. Neben einem guten Schulbuch, das selbst als eine didaktisch-methodische Stütze dient, sind es Handreichungen und Weiterbildungskurse, in denen Autorinnen und Autoren das eigene Produkt präsentieren und zeigen, was für Überlegungen und Konzepte hinter einem neuen Schulbuch stecken. Diese Idee lieferte auch die Grundlage für den Weiterbildungskurs im Rahmen des Projektes ECO-Digital.

Rund 40 Lehrerinnen und Lehrer aus der Stadt und Region Novosibirsk nahmen auf Einladung des Novosibirsker Gebietsministeriums für Bildung, Forschung und Innovation an der ersten Sitzung der angebotenen Maßnahme teil. Organisiert und durchgeführt wurde das erste Seminar gemeinsam vom Gebietsministerium für Bildung, Forschung und Innovation der Region Novosibirsk, dem Institut für Ökonomische Bildung in Oldenburg, der Staatsuniversität Novosibirsk, dem Gebietszentrum für Informationstechnologien in Novosibirsk und dem Institut für Monitoring im Bildungsbereich der Region Novosibirsk.

Doch dieses Mal musste niemand die heimische Region verlassen. Der erste Vortrag in der Reihe von bevorstehenden Sitzungen fand online statt. In den vergangenen Jahren wurde immer wieder auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein Instrument zu entwickeln, das die Vorteile eines persönlichen Vortrages mit denen einer internetbasierten Online-Konferenz verbindet und so Weiter- und Fortbildungen effizienter, kostengünstiger und zeitsparender gestaltet. Nach einigen Überlegungen wurde die Entscheidung getroffen, diese erste Sitzung als Testplattform unter realen Bedingungen zu nutzen. Und gleich der erste Einsatz brachte sehr positive Ergebnisse: Moderne technische Lösungen bieten sehr gute Möglichkeiten, einen Fernkurs zu gestalten und durchzuführen.  

Inhaltlich stand die Arbeit mit Lehrerinnen und Lehrern der Stadt und Region Novosibirsk im Rahmen des gemeinsamen Projektes ECO-Digital im Fokus der Veranstaltung. Zurzeit wird auf der Basis des Schulbuches „Wirtschaft 8/9“ die elektronische Fassung entwickelt. Es ist in Russland seit 2015 gesetzlich vorgeschrieben, dass alle Schulbücher, die in das sogenannte landesweite Register der Schulbücher und Unterrichtsmaterialien eingetragen werden, zusammen mit einer digitalen Fassung veröffentlicht werden müssen. Wenn es um den Einsatz neuer digitaler Lernressourcen geht, betreten viele Lehrkräfte Neuland. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Lehrerinnen und Lehrern in dieser didaktisch herausfordernden Phase Unterstützung anzubieten und sie beim ersten Einsatz des neuen Schulbuches zu begleiten. Daher bestand die wohl wichtigste Aufgabe der Online-Konferenz darin, den Lehrkräften mehr Sicherheit im Umgang mit dem neuen Schulbuch zu verleihen und sie noch einmal in ihrer zentralen Rolle als Lehrkraft zu stärken. Wichtig war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu zeigen, dass das Schulbuch, auch in seiner elektronischen Form, als ein zentrales Medium mit vielen Funktionen nur in den Händen einer Lehrerin bzw. eines Lehrers seine Wirksamkeit voll und ganz entfalten kann. Um diese Aufgabe zu erfüllen, hat Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski das Konzept vorgestellt, das hinter der Entwicklung des Schulbuches Wirtschaft 8/9 steht, und die Konsequenzen des ausgewählten Konzeptes für die Gestaltung des Schulbuches aufgezeigt.

In dieser Hinsicht war die erste Sitzung des Weiterbildungskurses, der sich über einen Zeitraum von drei Monaten erstrecken wird, von besonderer Bedeutung. Die nächste Sitzung, die von deutschen und russischen Partnern vorbereitet wird und am 9. Dezember stattfindet, wird sich zeitnah mit handlungsorientierten Methoden im Rahmen eines modernen Ökonomieunterrichts auseinandersetzen.

14.11.2017

Handelsblatt Newcomer: Ausgabe 46

Die Ausgabe 46 des Newcomers ist in einem neuen, hellen und frischen Layout erschienen, das insbesondere mehr Illustrationen einbindet.

In der Ausgabe geht es unter anderem um das bevorstehende Weihnachtsfest und die Kehrseite des Familienfestes: den enormen Müllberg. Aber nicht nur Verpackungsmaterial, das gehäuft zum Ende des Jahres entsorgt wird, sondern auch Lebensmittel werden über das ganze Jahr vielfach unbedacht weggeschmissen, wie ein weiterer Artikel thematisiert.

Des Weiteren wird die Automobilindustrie als Deutschlands wichtigster Industriezweig, der aktuell wegen des Dieselskandals und veränderter Kundenwünsche zunehmend unter Druck steht, näher betrachtet. Ergänzt wird der Artikel durch einen Kommentar zur Frage, wer für den im Dieselskandal aufgetretenen Schaden aufzukommen hat.

Außerdem erhalten auch Martin Luther, wegen des 500. Jubiläums der Reformation, sowie der Amazon-Gründer Jeff Bezos Aufmerksamkeit.

Andere spannende Themen sind die Entwicklungen rund um das Mobile Payment, das veränderte Ausgeh-Verhalten von jungen Erwachsenen und dessen Bedeutung für die Club- und Bar-Szene sowie die Auswirkungen der Planwirtschaft am Beispiel Venezuelas.

Der Newcomer wird seit 2008 in Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg und dem Handelsblatt herausgegeben. Die Zeitung richtet sich bundesweit an Schüler aller Schulformen ab Klasse 8. Lehrkräfte finden kostenlose Bestellmöglichkeiten unter www.handelsblattmachtschule.de/newcomer

13.11.2017

wigy Forum 2017: Experten diskutieren über Soziale Marktwirtschaft

Rund 100 Gäste aus Schule, Wirtschaft und Wissenschaft begrüßte wigy Vorstandsmitglied Hilger Koenig dieses Jahr auf dem wigy Forum zur Frage „Soziale Marktwirtschaft in Bedrängnis: gerecht, effizient, zukunftsfähig?“ in der Oldenburgische Landesbank AG (OLB). Prof. Dr. Lüder Gerken, Vorsitzender des Centrums für Europäische Politik (cep), beleuchtete das Thema aus einer europäischen Sicht. Sein Fazit: „Wir erstarren in Umverteilung und die Dynamik der Volkswirtschaften in Europa hat leider sehr stark nachgelassen.“ Umverteilung sei nur möglich, wenn man auch Wohlstand erwirtschafte, so Gerken.

Gäste der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Prof. Dr. Dirk Loerwald vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB), waren Prof. Dr. Dr. Nils Ole Oermann, Direktor des Instituts für Ethik und Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung an der Leuphana Universität Lüneburg und Willi Lemke, u. a. ehem. Manager des SV Werder Bremen und Senator für Bildung und Wissenschaft der Stadt Bremen sowie ehem. UN Botschafter. Wesentliche Aspekte, die diskutiert wurden, waren Fragen der sozialen Gerechtigkeit, z. B. die gerechte Lohnhöhe, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Politik und die Aufgabe der ökonomischen Bildung, Jugendliche in die Lage zu versetzen, fachlich fundierter, aber auch kritischer mit Fragen sozialer Marktwirtschaft umgehen zu können. Das musikalische Begleitprogramm bot die Schulband der Peter-Ustinov-Schule Hude.

Einen Einblick in das wigy Forum 2017 gibt in Kürze ein Video-Zusammenschnitt.

Bild o.l.: Prof. Dr. Dirk Loerwald (IÖB), Prof. Dr. Lüder Gerken (cep), Prof. Dr. Hans Kaminski (IÖB), Willi Lemke (ehem. u.a. Manager Werder Bremen u. ehem. UN Botschafter), Prof. Dr. Dr. Nils Ole Oermann (Institut für Ethik und Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung, Leuphana Universität Lüneburg)

Bilder: wigy/M. Hibbeler

13.11.2017

Die Wirtschafts.Forscher: Mit viel Elan in die dritte Projektphase!

Am 6. November 2017 ist das dritte Projektjahr von Wirtschafts.Forscher! mit einer zweitägigen Veranstaltung gestartet. Der erste Tag begann mit einem Empfang bei PwC in Düsseldorf. Neue und erfahrene Lehrkräfte aus den beteiligten Projektschulen wurden von Hester Weigand (PwC-Stiftung) und Marleen Schreiber (Karl Schlecht Stiftung) begrüßt. Frau Keramati, Schulleiterin der Mittelschule Moosach in München, die seit der ersten Stunde mit an Bord ist, berichtete von ihren Erfahrungen und von den positiven Wirkungen des Programms auf ihre Schülerschaft. Die neuen Programmteilnehmer hatten bereits am Nachmittag eine Einführung in die fachdidaktische Ausrichtung sowie die einzelnen Bestandteile und Angebote des Programms erhalten. Besonders schön dabei: Unter allen Teilnehmern konnten auch zwei Kolleginnen der neu hinzugekommenen Oberschule Bad Bodenteich in Niedersachsen begrüßt werden.

Am zweiten Tag wurde in großer Gruppe gearbeitet. Auf dem Programm stand die Auseinandersetzung mit zentralen wirtschaftsethischen Fragestellungen und den Möglichkeiten ihrer unterrichtlichen Vermittlung. Inhaltlich ging es unter anderem um die größten ethischen Herausforderungen der sozialen Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert sowie die Beschäftigung mit den Herausforderungen im Konfliktfeld „Ökonomie vs. Ökologie“. Im Wechsel von fachlichen Inputs, der Vorstellung unterrichtlicher Realisierungsmöglichkeiten, Diskussionen im Plenum und Gruppenarbeitsphasen konnten dabei sowohl spannende Ergebnisse erzielt wie auch Erfahrungen ausgetauscht werden.

Im Anschluss an die Präsenzphase beginnen nun in allen 21 Wirtschafts.Forscher!-Schulen die Workshops sowie der Unterricht mithilfe der zur Verfügung gestellten vier Module. Parallel wird der Austausch zwischen allen Partnern und die Unterstützung der Lehrkräfte auf der Wirtschafts.Forscher!-Onlineplattform fortgeführt. Das nächste Treffen aller Programmteilnehmer findet am 22. und 23. Februar 2018 in Frankfurt am Main statt.

Wir wünschen allen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern bis dahin viel Spaß und vielfältige Erkenntnisse im Rahmen des forschenden Lernens.

Dr. Michael Koch Prof. Dr. Dirk Loerwald