29. November 2011

Projektstart für grenzüberschreitende Praxiskontakte in Schulen

IÖB leitet gemeinsames Schulprojekt mit Polen und den Niederlanden

Die europäischen Arbeitsmärkte wachsen immer mehr zusammen. Darauf müssen sich auch allgemeinbildende Schulen einstellen, indem sie ihren Schülerinnen und Schülern grenzüberschreitende berufliche Perspektiven aufzeigen. Das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) in Oldenburg koordiniert jetzt für drei Jahre das Comenius-Projekt IMPULS, das die Mobilität in der beruflichen Bildung bei Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen in Grenzregionen fördern soll. Die beteiligten Projektpartner aus den Niederlanden und Polen kamen am Dienstag erstmalig nach Oldenburg, um Eckpunkte eines Lernkonzeptes festzulegen.

Projektpartner sind die Saxion Hochschule in Enschede, Niederlande, und die Bildungsverwaltung sowie das Methodikzentrum in Gorzow Wielkopolski, Polen.  Mit im Boot sind außerdem sieben Schulen aus Grenzregionen im niederländischen Twente, aus dem Lebuser Land in Polen sowie aus Grenzregionen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Ost-Brandenburg. Lehrkräfte aus diesen Schulen werden von den drei Partnern dabei unterstützt, Praxiskontakte und die Berufsorientierung Jugendlicher in ihren Schulen über die Landesgrenze hinaus auszurichten. Die dazu erforderlichen didaktischen Konzepte und Materialien sollen in der dreijährigen Projektzeit entwickelt und erprobt werden. Deutsche Schulen, die sich an dem Projekt beteiligen, sind das Berufskolleg Ennepetal, die Michaelschule Papenburg als Haupt- und Realschule und die Ehm Welk-Oberschule Angermünde. Außerdem unterstützen die Handelskammern aus den Grenzregionen die Schulen dabei, Kontakte zu den regionalen Unternehmen zu schließen.

Mit dem Projekt soll ein wesentliches Hemmnis bei grenzüberschreitenden Praxiskontakten von Schulen an der Wurzel gepackt werden: fehlende Unterrichtskonzepte und fehlende Kenntnisse von Lehrkräften zum jeweiligen anderen Arbeitsmarkt und zur Idee der Freizügigkeit der Arbeitnehmer in den EU-Ländern.

Foto: Prof. Dr. Rudolf Schröder (vorne Mitte) und Prof. Dr. Hans Kaminski (2. von links oben), beide IÖB, werden über 3 Jahre ein deutsch-niederländisch-polnisches Projekt zu grenzüberschreitenden Praxiskontakten in Schulen leiten.