2014

27.10.2014

Reise ins Tal von Ararat: IÖB startet BMBF-gefördertes Forschungsprojekt zur Energieeffizienz in Armenien

Das Institut für Ökonomische Bildung weitet seine internationale Forschung im Bereich Energie aus. Vergangene Woche reiste eine breit aufgestellte Delegation nach Armenien und setzte mit einer Auftaktkonferenz den Startschuss für das Projekt SYNERGIA -„Systematische und nachhaltige Energieeffizienz in Armenien“. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Beteiligt sind die Staatliche Universität Jerewan und die Staatliche Ingenieuruniversität Armeniens als zwei führende Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Ziel ist der Aufbau eines interdisziplinär ausgerichteten Forschungsnetzwerkes, das wichtige Grundlagenforschung leistet: Die Forscher wollen sozioökonomische Aspekte eines energieeffizienten Verbraucherverhaltens, die technischen Möglichkeiten des Verbrauchers beim Umgang mit Energie sowie die Konsequenzen für Bildungsprozesse beleuchten. Iosif Isayan, stellvertretender Minister für Energie und natürliche Ressourcen, unterstrich bei einem Besuch der Projektgruppe im Ministerium in Jerewan die Wichtigkeit dieser internationalen und interdisziplinär ausgerichteten Kooperation für beide Seiten und versprach entsprechende Unterstützung des Vorhabens.

Armenien hat im Bereich der Energieversorgung mit einer hohen Abhängigkeit von ausländischen Energieimporten, einer veralteten Infrastruktur und starken Umweltbelastungen zu kämpfen. Auch sind die Erinnerungen an die Folgen der größten Energiekrise im Land noch frisch. In den 1990er Jahren brach die Energieversorgung im Land zusammen. Als Folge mussten Menschen in ihren Häusern und Wohnungen wochenlang ohne Strom und Wärme ausharren. Die Energiesicherheit hat deshalb in der heutigen Politik neben Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit einen hohen Stellenwert.

Am Rande der Arbeitsgespräche konnten die Oldenburger Wissenschaftler die weltberühmte armenische Gastfreundschaft und Küche genießen. Außerdem bekamen sie einen ersten Einblick in die Geschichte und Kultur des Landes. So stellte der Besuch des Klosters in Echmiadsin ein besonderes Ereignis dar. Echmiadsin war in der Spätantike die Hauptstadt Armeniens und dient bis heute als religiöses Zentrum des Landes. Hier hat das armenische Kirchenoberhaupt, genannt Katholikos, seine Hauptresidenz. Nicht weniger interessant war der Ausflug zum traditionellen armenischen Bazar inmitten von Jerewan, wo sich die Moderne und alte Traditionen miteinander vermischen.

Das nächste Forschungstreffen findet im April 2015 in Oldenburg statt.

 

Mitglieder des Projektteams auf Seiten des IÖB sind:

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski (Direktor)
Sandra Hänke (Leiterin International)
Simone Malz (Leiterin des Forschungsbereiches Energiebildung unter ökonomischer Perspektive)
Zulfia Dilavirova (wissenschaftliche Mitarbeiterin International)
Vitalij Prjadkin (wissenschaftlicher Mitarbeiter International)

 


 

v.l.:Sulfia Dilavirova (IÖB),Suren Sargsyan (Fahrer), Prof. Dr. Gagik Mrttschyan (Staatliche Universität Nowosibirsk, Russische Föderation), Vater Torgom (Kloster Echmiadzin, Republik Armenien), Prof. Dr. Hans Kaminski, Sandra Hänke, Vitalij Prjadkin (alle IÖB), Prof. Dr. Aram Arakelyan (Staatliche Universität Jerewan), Simone Malz (IÖB)

30.09.2014

IMPULS „Abschlusstournee“ durch Deutschland, Polen und die Niederlande: „Das IÖB ist auf allen Ebenen zur weiteren Zusammenarbeit bereit“

Die „Abschlusstournee“ im EU-Projekt IMPULS mit Tagungen in Deutschland, Polen und den Niederlanden ist zu Ende gegangen. Insgesamt kamen etwa 300 Lehrkräfte, Wissenschaftler, Vertreter aus Wirtschaft, Kammern, Politik und Schulverwaltung in Holten (NL), Gorzw Wlkp. (PL) und im brandenburgischen Angermünde zusammen, um sich über die Realisierung grenzüberschreitender Praxiskontakte in Schulen auszutauschen: Wie solche Praxiskontakte zwischen deutschen und niederländischen Schulen und Unternehmen für das Laufbahnlernen und unternehmerische Denken von Schülerinnen und Schülern sowie für die Internationalisierung von Schulen nutzbar gemacht werden können, war eine zentrale Frage in den Niederlanden. In Polen bildete die IMPULS Abschlusskonferenz den Auftakt für das berufsorientierende und berufsbildende Jahr 2014/2015 – grenzüberschreitende Praxiskontakte sollen nach den Erfahrungen in dem EU-Projekt jetzt mehr in den Fokus polnischer Schulen rücken. Die beteiligten Partner setzen ihre Arbeit in Zukunft fort: Gemeinsam werden die brandenburgische und polnische Schule die Ausbildungsmesse VOCATIUM in Frankfurt/Oder besuchen sowie weiterhin Unternehmen in Deutschland und Polen erkunden. In Angermünde initiierte die Uckermärkische Unternehmervereinigung ein Anschlussprojekt, welches grenzüberschreitende Praxiskontakte von Schülerinnen und Schülern mit der Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit und der Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Region verknüpft. „Wir müssen noch viel intensiver als bisher versuchen, die konkrete Zusammenarbeit mit Schulen in den Niederlanden, Deutschland und Polen zu stärken“, forderte Prof. Dr. Hans Kaminski, Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB), wo die Gesamtkoordination des Projekts lag. „Wir sollten auch parallel nach Möglichkeiten suchen, die Zusammenarbeit von Lehrkräften und Hochschulen im Bereich der ökonomischen Bildung auszubauen, eventuell durch neue Projekte. Das IÖB ist auf allen Ebenen zur weiteren Zusammenarbeit bereit“, so Kaminski.

 

Hintergrund:

IMPULS steht für „Implementierung von Praxiskontakten in Unternehmen für Lehrer und Schüler“. Die Gesamtkoordination des dreijährigen EU-Projektes (Laufzeit bis September 2014) unterlag Sandra Hänke, Leiterin der internationalen Abteilung des IÖB. Dem Projektmanagement gehörten ferner die Saxion Hogescholen in Enschede (NL) sowie das polnische Bildungskuratorium der Lebuser Woiwodschaft und das Methodikzentrum in Gorzow Wlkp. (PL) an. Unterstützt haben das Projekt die polnische IHK West sowie die IHK Ostbrandenburg und die IHK für Ostfriesland und Papenburg.

Ziel war, ein Konzept zu entwickeln und zu erproben, nach dem grenznahe Schulen ihren Schülerinnen und Schülern im Unterricht die wirtschaftlichen Besonderheiten und beruflichen Möglichkeiten im europäischen Nachbarland vermitteln können. Beteiligt waren Schulen und Unternehmen aus den Grenzregionen Brandenburg und Lebuser Land (PL) sowie Niedersachsen/Nordrhein-Westfalen und Twente (NL).

Ergebnis sind verschiedene Unterstützungsangebote, zum Beispiel ein Leitfaden für Lehrkräfte und Schulleiter mit Checklisten, Informationsmaterialien über unterschiedliche Bildungssysteme sowie eine internetgestützte Kooperationsbörse, die Schulen und Unternehmen der Nachbarländer vernetzen soll. Herzstück des Projektes sind Lern- und Arbeitsmaterialien, die in einer 20-monatigen Lehrerfortbildung für die beteiligten Lehrkräfte sowie in Workshops für Schulleiter und Unternehmensvertreter eingesetzt wurden. Alle Angebote könnten auch in anderen europäischen Nachbarregionen angewendet werden, zum Beispiel in Polen/Tschechien oder Frankreich/Belgien. Die Projektergebnisse werden auf der Seite www.impuls-transfer.eu veröffentlicht.

 

24.09.2014

wigy Wirtschaftslehrertagung am 10. Oktober: „E-Commerce und Industrie 4.0 im Unterricht“

Der wigy e. V. veranstaltet am Freitag, den 10. Oktober von 9.00 bis 15.00 Uhr seine jährlich stattfindende Fachtagung für Wirtschaftslehrerinnen und -lehrer an allgemeinbildenden Schulen in der Oldenburgische Landesbank AG, Stau 15/17 in Oldenburg. Dabei geht es um das Thema „E-Commerce und Industrie 4.0“. Zu der Tagung mit Fachvorträgen und Workshops werden Referendare, Lehrkräfte und Unternehmensvertreter erwartet. Die Teilnahme ist kostenfrei. Programm und Anmeldung: www.wigy.de

Kontakt:
Martina Raker, Geschäftsstelle des wigy e. V., Tel. 0441-361303-30, E-Mail: raker@ioeb.de
 

18.09.2014

30. Ausgabe des Handelsblatt Newcomer veröffentlicht

Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres ist auch unsere September-Ausgabe des Newcomer erschienen, der bundesweiten Wirtschaftszeitung für Schüler aller Schulformen ab Klasse 8. Diese Ausgabe thematisiert u. a. den wirtschaftlichen Einfluss großer Internetkonzerne auf verschiedene Lebensbereiche, setzt sich mit der aktuellen Diskussion um Flüchtlinge auseinander, die über das Mittelmeer nach Europa fliehen, und geht anlässlich der in Kürze stattfindenden Internationalen Automobilausstellung (IAA) sowie der Internationalen Funkausstellung (IFA) auf das internationale Messegeschehen und dessen Bedeutung für Deutschland ein.

Herausgegeben wird der Handelsblatt Newcomer seit 2008 in Kooperation zwischen dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und dem Handelsblatt. Lehrkräfte können ihn kostenlos im Klassensatz bestellen: www.handelsblattmachtschule.de/newcomer