2014

02.04.2014

KGS Rastede: Mit Schülern aktiv die Wirtschaft vor Ort entdecken

Tourismus, Ernährungswirtschaft, Luft- und Raumfahrt, Gesundheitswirtschaft, Automobilindustrie -diese Branchen sind typisch für den Nordwesten. Wie man die Wirtschaft vor der Haustür in den Unterricht einbeziehen kann, damit beschäftigt sich das Projekt „Schlüsselbranchen im Nordwesten im Unterricht“. So übergab heute Projektleiter Prof. Dr. Dirk Loerwald vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) zusammen mit Detlev Döding von der Bremer Landesbank, die das Projekt gefördert hat, einen Klassensatz des Schülerarbeitsheftes „Regionale Wirtschaft entdecken!“ an Anne Eickelkamp, Wirtschaftslehrerin an der KGS Rastede. Eickelkamp ist gleichzeitig Mitautorin des Arbeitsheftes.

„Für Jugendliche ist Wirtschaft einfach greifbarer, wenn sie ökonomische Prozesse und Zusammenhänge an einer exemplarischen Branche im eigenen Lebensumfeld herausarbeiten können“, erläuterte Loerwald. „Jeder achte Beschäftigte arbeitet in Niedersachsen zum Beispiel in der Gesundheitswirtschaft, da macht es auch für die spätere Berufsorientierung Sinn, sich mit diesem Wirtschaftszweig zu beschäftigen“, so der Wirtschaftsdidaktiker. Jede Branche wird unter Anleitung der Lehrkraft von den Schülern selbst untersucht, z. B. mit einer Expertenbefragung, Erkundung eines Unternehmens oder Fallstudie. „Bei allen Methoden ist die aktive Mitarbeit der Schüler gefragt“, erklärte Anne Eickelkamp. Wer nur zuhören müsse, verliere den Spaß am Unterricht. Neben Eickelkamp und Loerwald verfassten vier Mitarbeiter aus dem Institut für Ökonomische Bildung das Unterrichtsmaterial. Für die Recherchen stellte sich auch Detlev Dödling, der für die Bremer Landesbank Kunden aus dem Gesundheitswesen betreut, als Ansprechpartner zur Verfügung und vermittelte Fachkontakte in der Branche. „Viele Unternehmen in der Nordwest-Region profitieren von demografischen Entwicklungen und dem steigenden Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen. Es ist klasse, dass Jugendliche sich nun bereits in der Schulzeit mit diesem wachsenden Wirtschaftzweig auseinandersetzen können.“

In dem Projekt „Schlüsselbranchen im Nordwesten im Unterricht“ untersuchten Loerwald und Mitarbeiter auch die Vorstellungen von Schülern über die Wirtschaft. „Anhand der Schüleräußerungen zum regionalen Wirtschaftsraum konnten wir auf Stadtplänen quasi die Schulwege der Schülerinnen und Schüler nachzeichnen“, so Loerwald. „Es ist sehr deutlich geworden, dass die Wirtschaft vor Ort als wichtiger Anknüpfungspunkt für ökonomische Lernprozesse dienen kann.“ Unterricht müsse die Vorstellungen der Schüler als Ausgangspunkt nehmen, aber auch durch Beispiele irritieren und Vorstellungen erweitern, ergänzte der Hochschullehrer.

Das Schülerarbeitsheft „Regionale Wirtschaft entdecken!“ kann beim Institut für Ökonomische Bildung zum Preis von 3,50 Euro bezogen werden.

Zum Institut für Ökonomische Bildung (IÖB)
Das Institut für Ökonomische Bildung ist ein gemeinnütziges An-Institut der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Es setzt sich dafür ein, dass Wirtschaftsunterricht in allgemeinbildenden Schulen fest verankert wird. Dazu arbeitet das Institut an den erforderlichen Voraussetzungen: gute Konzepte, qualifizierte Lehrkräfte, zielgruppengerechte Lehr- und Lernmaterialien, Forschung und Entwicklung zur ökonomischen Bildung. Projekte zur ökonomischen Bildung führt das IÖB auch in Mittel- und Osteuropa durch.

Ansprechpartner zum Projekt
Prof. Dr. Dirk Loerwald, Institut für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität, Tel. 0441-798-2651, E-Mail: loerwald@ioeb.de

Pressekontakt
Dr. Claudia Verstraete, Institut für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität, Tel. 0441-361303-21, E-Mail: verstraete@ioeb.de

v. l.: Prof. Dr. Dirk Loerwald (Institut für Ökonomische Bildung), Detlev Döding (Bremer Landesbank) und Anne Eickelkamp (KGS Rastede) wollen mit Schülerinnen und Schülern die regionale Wirtschaft entdecken.
 

 

Das Schülerarbeitsheft "Regionale Wirtschaft entdecken".

Fotos: Bremer Landesbank

31.03.2014

Video zur Podiumsdiskussion „Schüler + Wirtschaft = rücksichtslose Unternehmer von morgen?“

Wie kann eine sachgerechte Auseinandersetzung mit ökonomischen Themen, insbesondere der Entrepreneurship Education, im Unterricht gelingen?  Darüber diskutierten am 17. März auf Einladung der Joachim Herz Stiftung am Heilwig Gymnasium in Hamburg:

  • Dirk Loerwald, Professor für ökonomische Bildung sowie Mitautor des Buches „Entrepreneurship Education in der ökonomischen Bildung“
  • Christa Goetsch, Bürgerschaftsabgeordnete und ehemalige Senatorin für Schule und Berufsbildung in Hamburg,
  • Rose Volz-Schmidt, Gründerin und Geschäftsführerin der wellcome gGmbH,
  • Silke von Lepel, Lehrerin für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft (PGW) am Heilwig Gymnasium in Hamburg.

Vor gut 60 Gästen führte die NDR-Moderatorin Julia-Niharika Sen durch die Diskussion. Einen Mitschnitt der kompletten Podiumsdiskussion können Sie sich hier ansehen.

Zum Video:

www.youtube.com/user/JoachimHerzStiftung

Zum Buch:

Kirchner, V./Loerwald, D. (2014):
Entrepreneurship Education in der ökonomischen Bildung, Eine fachdidaktische Konzeption für den Wirtschaftsunterricht, Hamburg: Joachim Herz Stiftung Verlag

27.03.2014

Oberschule an der Hermannsburg: Mit Schülern aktiv die Wirtschaft vor Ort entdecken

Tourismus, Ernährungswirtschaft, Luft- und Raumfahrt, Gesundheitswirtschaft, Automobilindustrie -diese Branchen sind typisch für den Nordwesten. Wie man die Wirtschaft vor der Haustür in den Unterricht einbeziehen kann, damit beschäftigt sich das Projekt „Schlüsselbranchen im Nordwesten im Unterricht“. So übergab am Mittwoch, dem 26. März, Projektleiter Prof. Dr. Dirk Loerwald vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) zusammen mit Thomas Kaessler von der Bremer Landesbank, die das Projekt gefördert hat, einen Klassensatz des Schülerarbeitsheftes „Regionale Wirtschaft entdecken!“ an die Oberschule an der Hermannsburg in Bremen. Pia Wehe, Stellvertretende Direktorin, sowie Kelly Schipper, die das Arbeitsheft im Fach Wirtschaft/Arbeit/Technik einsetzen wird, freuten sich über das neue Unterrichtsmaterial.

„Für Jugendliche ist Wirtschaft einfach greifbarer, wenn sie ökonomische Prozesse und Zusammenhänge an einer exemplarischen Branche im eigenen Lebensumfeld herausarbeiten können“, erläuterte Loerwald. „Jeder achte Beschäftigte arbeitet in Niedersachsen zum Beispiel in der Gesundheitswirtschaft, da macht es auch für die spätere Berufsorientierung Sinn, sich mit diesem Wirtschaftszweig zu beschäftigen“, so der Wirtschaftsdidaktiker. Jede Branche wird unter Anleitung der Lehrkraft von den Schülern selbst untersucht, z. B. mit einer Expertenbefragung, Erkundung eines Unternehmens oder Fallstudie. „Inhalt und Methode der Wissensvermittlung stimmen mit unseren Anforderungen an geeignetes Unterrichtsmaterial überein“, so Pia Wehe. „Theoretischer Input und praktische Erfahrungen bilden die Voraussetzung für eine gute Vorbereitung unserer Schüler auf die Lebens- und Arbeitswelt“, ergänzte die Stellvertretende Direktorin der Oberschule an der Hermannsburg.  Neben Loerwald verfassten vier Mitarbeiter aus dem Institut für Ökonomische Bildung sowie eine Wirtschaftslehrerin das Unterrichtsmaterial. Für die Recherchen stellten sich auch zwei Mitarbeiter der Bremer Landesbank als Ansprechpartner zur Verfügung und vermittelten Fachkontakte in die Branchen Gesundheit und Landwirtschaft.

In dem Projekt „Schlüsselbranchen im Nordwesten im Unterricht“ untersuchten Loerwald und Mitarbeiter auch die Vorstellungen von Schülern über die Wirtschaft. „Anhand der Schüleräußerungen zum regionalen Wirtschaftsraum konnten wir auf Stadtplänen quasi die Schulwege der Schülerinnen und Schüler nachzeichnen“, so Loerwald. „Es ist sehr deutlich geworden, dass die Wirtschaft vor Ort als wichtiger Anknüpfungspunkt für ökonomische Lernprozesse dienen kann.“ Unterricht müsse die Vorstellungen der Schüler als Ausgangspunkt nehmen, aber auch durch Beispiele irritieren und Vorstellungen erweitern, ergänzte der Hochschullehrer. Das findet auch Thomas Kaessler, Leiter Privatkundenbetreuung in der Bremer Landesbank. „Mit diesem länderübergreifenden Projekt wird hochwertiges Unterrichtsmaterial für die Schulprofilbildung erstellt. Dieses qualifiziert die Lehrer, vermittelt den Schülern wirtschaftliches Verständnis und hilft bei der Berufs- und Studienorientierung.“

Das Schülerarbeitsheft „Regionale Wirtschaft entdecken!“ kann beim Institut für Ökonomische Bildung zum Preis von 3,50 Euro bezogen werden.

Zum Institut für Ökonomische Bildung (IÖB)

Das Institut für Ökonomische Bildung ist ein gemeinnütziges An-Institut der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Es setzt sich dafür ein, dass Wirtschaftsunterricht in allgemeinbildenden Schulen fest verankert wird. Dazu arbeitet das Institut an den erforderlichen Voraussetzungen: gute Konzepte, qualifizierte Lehrkräfte, zielgruppengerechte Lehr- und Lernmaterialien, Forschung und Entwicklung zur ökonomischen Bildung. Projekte zur ökonomischen Bildung führt das IÖB auch in Mittel- und Osteuropa durch.

Ansprechpartner zum Projekt
Prof. Dr. Dirk Loerwald, Institut für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität, Tel. 0441-798-2651, E-Mail: loerwald@ioeb.de

Pressekontakt
Dr. Claudia Verstraete, Institut für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität, Tel. 0441-361303-21, E-Mail: verstraete@ioeb.de

 

v.l. Kelly Schipper (Lehrerin Oberschule an der Hermannsburg), Pia Wehe (Stellvertretende Direktorin), Prof. Dr. Dirk Loerwald (Institut für Ökonomische Bildung) und Thomas Kaessler (Bremer Landesbank) zusammen mit Schülerinnen und Schülern einer 8. Klasse.

26.03.2014

Gold für russisches Schulbuch – ein gemeinsames Projekt von IÖB und Staatsuniversität Novosibirsk

Vom 13. bis 15. März fand in Novosibirsk zum 22. Mal die internationale Bildungsmesse „Lernendes Sibirien“ statt. 184 Unternehmen aus China, Ungarn, Tschechien und vielen russischen Regionen informierten Messebesucher über neue Bildungskonzepte, Technologien, Innovationen, Lehr- und Lernmittel sowie Ausstattungen für Bildungsstätten. In einem Wettbewerb des Messeunternehmens ITE Sibieren erhielt das russische Schulbuch „Ekonomika 8-9“ (dt. Wirtschaft) in der Kategorie „Lehrbuch“ die Goldmedaille. Das Schulbuch wurde im Rahmen eines gemeinsamen internationalen Projektes vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und der Staatsuniversität Novosibirsk entwickelt.

Es vermittelt Jugendlichen der 8. und 9. Klassen grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge und zentrale Akteure im Wirtschaftsprozess. Dazu hat das deutsch-russische Autorenteam fachwissenschaftliche Inhalte mit modernen Methoden der ökonomischen Bildung verknüpft und unter Berücksichtigung neuester Erkenntnisse der Schulbuchforschung variationsreich aufbereitet.

Unterstützt haben den Wettbewerb unter anderem die Interregionale Vereinigung für wirtschaftliche Zusammenarbeit der russischen Regionen „Sibirisches Abkommen“, die Regierung der Region Novosibirsk, das Novosibirsker Zentrum für Bildungsentwicklung sowie das Novosibirsker Institut für Weiterbildung und Umschulung des pädagogischen Personals.