2015

28.04.2015

April-Ausgabe des Newcomer erschienen

Aktuell wurde die April-Ausgabe des Newcomers Nr. 33 veröffentlicht. Diese setzt einen Schwerpunkt auf das Thema Digitalisierung und beschäftigt sich beispielsweise mit der „Totalen Vernetzung“, der Industrie 4.0 und autonomen Fahrzeugen. Außerdem wird die Blogger-Szene unter die ökonomische Lupe genommen und die vielschichtige Diskussion um das Freihandelsabkommen (TTIP) schülernah betrachtet.
Der Newcomer ist eine Wirtschaftszeitung für Jugendliche ab der 8. Klasse und wird in Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und dem Handelsblatt alle zwei Monate herausgegebene. Kostenlose Bestellmöglichkeiten unter www.handelsblattmachtschule.de/newcomer

 

17.04.2015

Podiumsdiskussion: Wie plural sind die Oldenburger Wirtschaftswissenschaften?

Am 27.04.2015 organisiert das "Netzwerk Plurale Ökonomie" eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Wie plural sind die Oldenburger Wirtschaftswissenschaften?". Neben Theresa Steffestun vom Netzwerk Plurale Ökonomik werden Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Prof. Dr. Jürgen Bitzer sowie Prof. Dr. Dirk Loerwald von der Carl von Ossietzky Universität über diese Frage diskutieren.

In der ökonomischen Theorie haben sich über einen langen Zeitraum hinweg einschlägige Modelle und Modellannahmen als tragfähig und erklärungskräftig für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen und Lösungsansätzen erwiesen. Diese Modelle gehören zum Standardrepertoire der wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftsdidaktischen Lehre an den Hochschulen. Die Anwendung dieser Theorien und Modelle findet in vielen ökonomischen Forschungsbereichen weitgehend mathematisiert statt. Begründet wird dies in der Regel mit der hohen Komplexität in vielen Forschungsprozessen, der formalen Präzisierung logischer Schlussfolgerungen und der Nachvollziehbarkeit komplexer Argumente für andere Forscher. International und national empfinden aber Studierende der Wirtschaftswissenschaften die so angestrebte naturwissenschaftliche Exaktheit auch als Problem und sie konstatieren, dass pluralistische Zugänge innerhalb der Disziplin eine eher untergeordnete Rolle spielen - so auch in Oldenburg.

In der Podiumsdiskussion geht es um die derzeitige Ausrichtung der ökonomischen Lehre und Wissenschaft an Universitäten, insbesondere an der Universität Oldenburg. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. 

Netzwerk plurale Ökonomik: "Wie plural sind die Oldenburger Wirtschaftswissenschaften?"
27. April 2015, 18.30 Uhr
BIS Saal, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

 

14.04.2015

Energieeffizienz in Armenien – Forschertreffen im Institut für Ökonomische Bildung

Eine Forschergruppe der Nationalen Polytechnischen Universität Armeniens (NPUA) und der Staatlichen Universität Eriwan (SUE) besucht für eine Woche das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB). Vom 13. bis 17. April wollen die Forscher in dem Projekt SYNERGIA (Systematische und nachhaltige Energieeffizienz in Armenien) ihr Partnernetzwerk aus Wissenschaft und Unternehmen weiter ausbauen. Ziel ist, Lösungen für mehr Energieeffizienz in privaten Haushalten in Armenien, aber auch in Deutschland zu entwickeln. Träger des internationalen Forschungsnetzwerkes ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), koordiniert wird es vom IÖB. Das Oldenburger IÖB beschäftigt sich bereits seit zehn Jahren mit dem Thema Energie als Bestandteil des Wirtschaftsunterrichts. „Es ist eine interessante Perspektive zu sehen, wie andere Länder mit dieser großen gesellschaftspolitischen Herausforderung der Gegenwart umgehen“, so Prof. Dr. Hans Kaminski, Direktor des IÖB.

Ökonomen, Techniker und Experten aus dem Bildungsbereich arbeiten zusammen, um mehr Erkenntnisse über energieeffizientes Verhalten, die Bedeutung von Informationen, die Gestaltung von technischen Lösungen und wirksame Bildungsangebote zu sammeln und gemeinsame Maßnahmen durchzuführen. Gleichzeitig soll der wissenschaftliche Nachwuchs in beiden Ländern gefördert werden. Das Oldenburger Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) ist in die Zusammenarbeit eingebunden, um sich mit den armenischen Partnern über den technischen Stand beim Energiegebäudemanagement, z. B. intelligente Strom-, Lüftungs- und Beleuchtungssysteme, und die Ausbildung von Fachkräften wie EnergieManager oder Energiefachwirt auszutauschen. Ein Besuch des Forschungsinstituts Next Energie soll die Projektpartner über Forschungsarbeiten zu den Themen Photo-voltaik, Energiespeicher und Brennstoffzellen informieren.

„Die Frage ist nun, wie sich das Verhalten der privaten Haushalte in Armenien darstellt, welche Einschränkungen es für sie gibt, aber auch welche Vorgaben und Anreize gesetzt werden und was der technische Stand ist“, so Kaminski. Aus Bestandsanalysen, die von den armenischen Kollegen Prof. Dr. Aram Arakelyan (SUE) und Prof. Dr. Areg Grigoryan (NPUA) vorgestellt werden, wolle man gemeinsam in Workshops Konsequenzen für Forschungsfragen und das Bildungssystem ableiten. Als Experte berät der armenische Prof. Dr. Gagik Mkrttschjan von der Staatsuniversität Novosibirsk (NGU) die Projektpartner. „Mit der Staatsuniversität verbindet uns eine 25 Jahre währende Kooperation innerhalb der wir viele bedeutende Projekte im Bereich der ökonomischen Bildung realisiert haben, erläuterte Sandra Hänke, Bereichsleiterin International im IÖB. „Prof. Mkrttschjan hat uns mit den armenischen Partnern zusammengebracht. Wir freuen uns, dass wir unsere Forschungsideen nun gemeinsam in sein Heimatland ausweiten können“, so Hänke.
 
Im Rahmen des Forschungsaufenthaltes werden die armenischen Gäste auch Land und Leute Norddeutschlands kennenlernen. Auf dem Programm stehen ein Zwischenstopp in Hamburg, eine Hafenrundfahrt durch die Seestadt Bremerhaven eine Besichtigung des Wasserkraftwerkes Bremen, eine Stadtführung durch Oldenburg sowie gemeinsame kulinarische Abende. Zwei armenische Doktoranden werden ihren Forschungsaufenthalt um eine weitere Woche verlängern.

Hintergrund zum Forschungsbereich „Ökonomische Energiebildung“ des IÖB
Das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) setzt sich seit 2005 dafür ein, ein fundiertes, sachliches Verständnis für die kontrovers diskutierten Fragen der Energiewirtschaft zu fördern und zugleich Einsichten in ökonomische Grundsachverhalte zu vermitteln. So stellt das Institut Materialien für den Unterricht in allgemeinbildenden Schulen bereit und führt Forschungsarbeiten durch. Das IÖB ist aktiv bemüht, ein internationales Wissenschaftsnetzwerk aufzubauen. In diesem Rahmen sind die Staatliche Universität Eriwan und die Nationalen Polytechnischen Universität Armeniens als zwei führende Forschungseinrichtungen des Landes strategisch wichtige Partner.
Hintergrund zur Energieeffizienz in Armenien
Armenien hat im Bereich der Energieversorgung mit einer hohen Abhängigkeit von ausländischen Energieimporten, einer veralteten Infrastruktur und starken Umweltbelastungen zu kämpfen. Auch sind die Erinnerungen an die Folgen der größten Energiekrise im Land noch frisch. In den 1990er Jahren brach die Energieversorgung im Land zusammen. Als Folge mussten Menschen in ihren Häusern und Wohnungen wochenlang ohne Strom und Wärme ausharren. Die Energiesicherheit hat deshalb in der heutigen Politik neben Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit einen hohen Stellenwert.

v.l. am Tisch: Prof. Prof. Dr. Areg Grigoryan (Nationale Polytechnische Universität Armeniens, NPUA), Prof. Dr. Aram Arakelyan (Staatliche Universität Eriwan, SUE), Sandra Hänke (Leiterin International IÖB), Prof. Dr. Gagik Mkrttschjan (Staatsuniversität Novosibirsk, NGU), Prof. Dr. Hans Kaminski (Direktor IÖB);
hintere Reihe: Vitalij Prjadkin (wiss. Mitarbeiter International IÖB), Simone Malz (Leiterin Forschungsbereich Energie IÖB) mit Nachwuchswissenschaftlern aus Armenien

02.04.2015

BMBF-Projekt: Jobstarter plus – Oldenburger Ausbildungsmodell OLAM

Als Partner in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt „Jobstarter plus“ baut das IÖB sein regionales Engagement zur Förderung der Berufsorientierung Jugendlicher aus. Unter Federführung der Stadt Oldenburg wird zusammen mit dem Bildungs,- Beratungs- und Forschungsunternehmen bbf sustain in zwei Jahren ein „Oldenburger Ausbildungsmodell“, kurz OLAM entwickelt. Ziel ist, dass ausbildungswillige Jugendliche einen begleiteten und reibungsarmen Übergang in die duale Ausbildung schaffen. Jugendliche mit Migrationshintergrund, deren Anteil an allgemeinbildenden Schulen in Oldenburg in den 9. und 10. Klassen bei 25,4 Prozent liegt, erhalten in dem Projekt besondere Aufmerksamkeit. Unternehmen sollen beim Aufbau einer betrieblichen Ausbildungsvorbereitung und der Ausbildung benachteiligter Jugendlicher unterstützt werden, beispielsweise durch Schulungen zum Umgang mit den Jugendlichen durch das IÖB. Infos zu den Angeboten zur Berufs- und Studienorientierung des IÖB: www.ioeb.de/berufsorientierung

 

Flyer Oldenburger Ausbildungsmodell OLAM