2014

10.12.2014

Vortragsabdruck: Zuwanderungsgewinn, Zuwanderungsangst und Willkommenskultur in der Einwanderungsgesellschaft, Prof. Dr. Klaus J. Bade auf dem wigy Forum 2014

Auf dem wigy Forum am 28. November 2014 hielt Prof. Dr. (em.) Klaus J. Bade einen Vortrag zum Thema: „Zuwanderungsgewinn, Zuwanderungsangst und Willkommenskultur in der Einwanderungsgesellschaft“. Der wigy e. V. lud den renommierten Migrationsforscher als Referenten zu seiner Jahresveranstaltung ein, weil der Verein das Thema Migration und demografischer Wandel mehr in den Fokus der Zusammenarbeit zwischen Schule, Wissenschaft und Unternehmen stellen möchte.

Anknüpfungspunkte für den Verein, der sich für ökonomische Bildung an allgemeinbildenden Schulen einsetzt, sind Weiterbildungsangebote und Unterrichtsmaterialien, die sich mit der Herausforderung des demografischen Wandels für unser Wirtschaftssystem beschäftigen. Zudem will wigy durch spezielle Berufsorientierungsangebote und Praxiskontakte auch ganz konkret beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen.

Den Vortrag von Prof. Dr. Klaus J. Bade können Sie hier herunterladen:

Vortrag Prof. Dr. Klaus J. Bade – wigy Forum 2014

Mehr Informationen zum wigy e. V.:  www.wigy.de

Ein Video zur Veranstaltung können Sie hier einsehen: http://www.ioeb.de/mediathek

 

04.12.2014

wigy Forum: Zuwanderung Thema im Wirtschaftsunterricht – Migranten besser fördern

Der wigy e. V. hat sich in diesem Jahr mit seiner Jahresveranstaltung, dem wigy Forum, dem Thema Migration und Demografie verschrieben. Unter der Überschrift „BegegnungsKulturen: Unternehmen und Schulen als Teil der Einwanderungsgesellschaft begegnen dem demografischen Wandel“ begrüßte Vereinsvorstand Dr. Werner Brinker (Vorstandsvorsitzender EWE AG) am Freitag, den 28. November ca. 120 Gäste in der Oldenburgische Landesbank AG (OLB).

Die Frage nach Migration, Integration und demografischem Wandel führe unweigerlich auch zu der Frage: „Wie können Schulen und Unternehmen den komplexen Herausforderungen, die mit diesen Themen verbunden sind, begegnen?“, sagte Brinker. EWE habe bereits seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit Auszubildenden und Mitarbeitern unterschiedlichster Herkunft und Nationalität. Gleichzeitig ergreife der Konzern schon jetzt weitreichende Maßnahmen, um dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel und einer immer älter werdenden Belegschaft durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, Angebote zur Gesundheitsförderung und durch aktives Demografiemanagement zu begegnen. An der Schnittstelle zwischen Schulen und Unternehmen leiste der wigy e.V. mit Praxiskontakten und einem dauerhaft anhaltenden Know-How-Transfer einen überaus wichtigen Beitrag, von dem alle Beteiligten dauerhaft profitierten, so Brinker. „Der demografische Wandel geht an keinem Unternehmen vorbei“, sagte Hilger Koenig, ebenfalls Vorstandsmitglied beim wigy e. V. und Mitglied des Vorstands der Oldenburgische Landesbank AG (OLB). Daher müsse sich jedes Unternehmen bei Fragen der Qualifikation und Bildung auch selbst in der Pflicht sehen. Bereits seit 21 Jahren unterstützt die Regionalbank den wigy e. V. „wigy ist ein wichtiger Schlüssel, alle Schüler auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu begleiten“, betonte Hilger Koenig.

Wo genau der Ökonomieunterricht anknüpfen kann, erklärte Prof. Dr. Hans Kaminski, Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB): „Unser Wirtschaftssystem muss sich permanent den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Die Frage, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um die Folgen z. B. des demografischen Wandels zu bewältigen, muss im Wirtschaftsunterricht immer wieder neu beantwortet werden“, erklärte Kaminski. „Der Ökonomieunterricht kann Jugendliche mit Migrationshintergrund durch Berufsorientierungsangebote und Praxiskontakte auch ganz konkret beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen“, versicherte der Bildungsexperte.

Mit Blick auf die niedersächsische Wirtschaft und die Region ging Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft, der Frage nach, wie man Unternehmen „demografiefest“ machen kann. „Unternehmen müssen sich künftig viel stärker darauf konzentrieren Fachkräfte zu binden und zu finden, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Das schließt Fachkräfte mit Migrationshintergrund ein, deren Erwartungen sich nicht mehr nur auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz beschränken. Vielmehr muss es auch darum gehen, durch eine Vielzahl von Maßnahmen, auch unter Einbeziehung der Familienangehörigen, eine echte Integration zu bewirken“, so der Minister a. D.

In einem Fachvortrag gab der Migrationsforscher und Publizist Prof. Dr. Klaus J. Bade ein detailliertes Bild von Einwanderern. Er ging auf Probleme wie Zuwanderungsangst, Chancen wie Fachkräftegewinnung und Willkommenskultur ein – Willkommenskultur im Sinne chancengleicher Teilhabe an den zentralen Bereichen gesellschaftlichen Lebens, vor allem dem Arbeitsmarkt.

Das Projekt BildungsPaten stellte Yasemin Kocatas von der Stadt Oldenburg, Agentur :ehrensache, vor. Im BildungsPatenprojekt unterstützen ehrenamtlich tätige Personen Grundschulkinder individuell in ihrer persönlichen, vor allem schulischen Entwicklung. Ziel ist, dass die Kinder gleiche Bildungserfolge erzielen wie Kinder aus bildungsnahen und ökonomisch besser gestellten Familien. Eine Handreichung zum Bildungspatenprojekt wird von Mitarbeitern des IÖB verfasst und von der Stadt Oldenburg herausgegeben. Sie gibt Paten, Eltern und Schulen Informationen darüber, wie die unterschiedlichen Personengruppen zusammen­arbeiten und so einen Bildungsbeitrag für die Kinder leisten können.

Die Teilnehmer diskutierten die vielschichtige Thematik nach dem Forum auf dem Empfang der OLB ausgiebig weiter. Das musikalische Rahmenprogramm bot die Big Band vom Neuen Gymnasium Oldenburg.

Bild oben links, v. l.: Prof. Dr. Hans Kaminski, Institut für Ökonomische Bildung (IÖB), Dr. Joachim Peters, Vorstand wigy e. V., Prof. Dr. (em.) Klaus J. Bade, Migrationsforscher und Publizist, Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender wigy e. V., Dr. Margareta Brauer-Schröder, Vorstand wigy e. V., Martina Raker, Leiterin der Geschäftsstelle wigy e. V.,
Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft GmbH, Dr. Jörg Bleckmann, Hilger Koenig, (beide Vorstand wigy e. V.)

Fotos: wigy/Thorsten Ritzmann

25.11.2014

2000. Artikel aus dem Handelsblatt aufbereitet für den Unterricht

20 Beiträge aus 10 Jahren in einer Jubiläumsausgabe

Der wigy e. V. hat jetzt den 2000. Beitrag zu seinem Unterrichtsangebot „Wirtschaft aktuell im Unterricht“ in seinen Onlinepool für Wirtschaftslehrkräfte gestellt. Dabei handelt es sich um Artikel aus dem Handelsblatt, die für den Einsatz im Unterricht didaktisch aufbereitet werden. Auf www.wigy.de können sich interessierte Lehrkräfte seit 2004 die tagesaktuellen Unterrichtsangebote kostenlos herunterladen, um damit beispielhaft übergeordnete ökonomische Grundsachverhalte zu behandeln. Das Angebot ist vorwiegend für die Sekundarstufe II ausgelegt und gründet auf einer Kooperation des wigy e. V. mit dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und dem Handelsblatt. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums wurden aus den Jahren 2004 bis 2014 als Querschnitt nun 20 Beiträge von „Wirtschaft aktuell im Unterricht“ in einem Dokument zusammengefasst. Die Themen reichen von Reformen innerhalb der Europäischen Union, dem weltweiten Kampf gegen Armut und Hunger, Umgang mit Monopolen auf Märkten bis hin zu ökonomischen Auswirkungen der Digitalisierung. Das Blättern in der Sonderausgabe bringt wirtschaftliche Entwicklungsprozesse zutage und zeigt, wie wirtschaftliche Fragen sich gleichen und immer wieder neu ausgehandelt werden müssen: So wurden die Gründe und Folgen des Lokführerstreiks auch schon vor sieben Jahren in Politik und Gesellschaft diskutiert.

Der wigy e. V. hat rund 1.000 Mitglieder und stellt bundesweit die größte Online-Materialiendatenbank zur ökonomischen Bildung zur Verfügung. Direkt zum Angebot „Wirtschaft aktuell im Unterricht“ gelangt man auf www.wigy.de im Menüpunkt „Rund um den Unterricht“.

Download „20-mal Wirtschaft aktuell im Unterricht“

13.11.2014

wigy e. V. lädt ein: „BegegnungsKulturen - Schulen und Unternehmen als Teil der Einwanderungsgesellschaft begegnen dem demografischen Wandel“

Oldenburg. „BegegnungsKulturen: Schulen und Unternehmen als Teil der Einwanderungsgesellschaft begegnen dem demografischen Wandel“ – unter diese Überschrift stellt der Oldenburger wigy e. V. am 28. November seine Jahresveranstaltung, das wigy Forum. Interessierte sind ab 16.30 Uhr in die Oldenburgische Landesbank AG (OLB), Gottorpstraße 23-27 in Oldenburg eingeladen. Zum Auftakt begrüßen die Vorstandsmitglieder des Vereins Dr. Werner Brinker (EWE) und Hilger Koenig (OLB). Im Mittelpunkt steht ein Fachvortrag des Migrationsforschers Prof. Dr. Klaus J. Bade. Er referiert über „Zuwanderungsangst, Zuwanderungsgewinn und Willkommenskulturen in der Einwanderungsgesellschaft“. Lutz Stratmann, der die Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft leitet, hebt den Aspekt „Fachkräfte gewinnen durch Migration“ hervor. Yasemin Kocatas von der Stadt Oldenburg präsentiert das Projekt „Bildungspaten“ zur Integration junger Menschen in Oldenburg. Das musikalische Rahmenprogramm bietet eine Schülerband vom Neuen Gymnasium Oldenburg. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung und Informationen: www.wigy.de