2014

06.06.2014

Schüler entdecken die Wirtschaft im europäischen Nachbarland: Tagung zeigt Wege zu grenzüberschreitenden Praxiskontakten auf

Mehr als 100 Lehrkräfte, Unternehmensvertreter, Bildungsreferenten und Interessierte haben sich auf Einladung des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) auf der Tagung „Praxiskontakte und Berufsorientierung in Europas Nachbarregionen“ über grenzüberschreitende Wirtschaftskontakte für Schülerinnen und Schüler ausgetauscht.

Hintergrund der Tagung im NWZ Pressehaus war das dreijährige EU Projekt IMPULS („Implementierung von Praxiskontakten in Unternehmen für Lehrer und Schüler“). In diesem Rahmen hat das IÖB mit Schulen in Deutschland, Polen und den Niederlanden ein Konzept entwickelt und erprobt, nach dem grenznahe Schulen ihren Schülerinnen und Schülern im Unterricht die wirtschaftlichen Besonderheiten und beruflichen Möglichkeiten im europäischen Nachbarland vermitteln können.

„Fachkräftemangel auf der einen Seite, Jugendarbeitslosigkeit oder fehlende berufliche Orientierung auf der anderen Seite -solche Probleme lassen sich durch berufliche Mobilität Jugendlicher nicht komplett lösen, aber mindern“, erklärte Professor Hans Kaminski, Direktor des IÖB. In Brandenburg sei zum Beispiel die Touristik- und Logistikbranche stark vertreten, hingegen in der polnischen Grenzregion die IT-Branche. Teilgenommen hatten auf deutscher Seite die Michaelschule in Papenburg, das Berufskolleg Ennepetal des Ennepe-Ruhr-Kreises (NRW) und die Ehm Welk Oberschule im brandenburgischen Angermünde sowie aus dem europäischen Nachbarland zwei Schulen aus der Region Twente (NL) und zwei aus dem Lebuser Land (PL).

Rückenwind für europäische Praxiskontakte, die vor allem in den Fächern Wirtschaft und Fremdsprache vorgesehen sind,  gab es von Ministerialrat Roland Henke, Referatsleiter im Niedersächsischen Kultusministerium. Er beschäftigte sich in einem Referat mit den schulpolitischen Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Praxiskontakte.  Prof. Dr. Peter J. Weber, Rektor der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw, referierte über die Vorteile von regionaler Mehrsprachigkeit und Interkulturalität für Unternehmen.  Meike Richter von der Bünting Unternehmensgruppe zeigte anhand des deutsch-niederländischen Ausbildungsprojekts TRABBI die Bedeutung deutsch-niederländischer Ausbildungsperspektiven auf.

„Jede Schule für sich hat Impulse bekommen, eigene Konzeptionen für die Berufsorientierung zu erstellen oder aber die vorhandenen mit grenzüberschreitenden Schule-Wirtschaft Kontakten zu erweitern“, resümierte Sandra Hänke, Leiterin der internationalen Abteilung beim IÖB und Gesamtkoordinatorin des IMPULS Projektes. Ziel sei es, Lehrern, Schülern und Ausbildern in Unternehmen Möglichkeiten für eine europäische Zusammenarbeit aufzuzeigen.

Im Rahmen des dreijährigen Projektes, das noch bis Ende September läuft, werden verschiedene Unterstützungsangebote entwickelt, zum Beispiel ein Leitfaden für Lehrkräfte und Schulleiter mit Checklisten, Informationsmaterialien über unterschiedliche Bildungssysteme sowie eine internetgestützte Kooperationsbörse, die Schulen und Unternehmen der Nachbarländer vernetzen soll. Herzstück des Projektes sind Lern- und Arbeitsmaterialien, die in einer 18-monatigen Lehrerfortbildung für die beteiligten Lehrkräfte sowie in Workshops für Schulleiter und Unternehmensvertreter eingesetzt werden. Alle Angebote könnten auch in anderen europäischen Nachbarregionen angewendet werden, zum Beispiel in Polen/Tschechien oder Frankreich/Belgien. Die Projektergebnisse werden auf der Seite www.impuls-transfer.eu veröffentlicht.

Dem Projektmanagement gehören neben dem IÖB die Saxion Hogescholen in Enschede (NL) sowie das polnische Bildungskuratorium der Lebuser Woiwodschaft und das Methodikzentrum in Gorzow Wlkp. (PL) an. Unterstützt haben das Projekt die polnische IHK West sowie die IHKen Ostbrandenburg, Ostfriesland und Papenburg.

Kontakt:
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski / Sandra Hänke, Institut für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität, Tel. 0441-361303-12/-32, E-Mail: kaminski@ioeb.de/ haenke@ioeb.de

v. l.: Auf dem Dach des NWZ Pressehauses: Ministerialrat Roland Henke (Referatsleiter im Niedersächsischen Kultusministerium), Sandra Hänke (Projektleiterin des IMPULS Projektes, IÖB), Dr. Cees Terlouw, Senior Expert der SAXION Hogeschool Niederlande, Radoslaw Wróblewski, Vice Bildungskurator am polnischen Bildungskuratorium Lebuser Woiwodschaft, , Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski (Direktor IÖB)

v. l. Gastredner Prof. Peter J. Weber, Rektor der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw mit Sandra Hänke und Prof. Hans Kaminski (IÖB)

03.06.2014

1x1 der Wirtschaft/Türkei Begegnungen: Integration, Migration und Wirtschaftspolitik - Zur Vielfalt deutsch-türkischer Wirtschaftsbeziehungen

Migration ist eines der großen gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit. Einer, der die Chancen und Herausforderungen bestens kennt, ist Vural Öger. Er zählt zu den erfolgreichsten türkischen Unternehmern in Deutschland. Beim „1x1 der Wirtschaft“, eine Veranstaltung vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und wigy e. V. in Kooperation mit der Nordwest-Zeitung (NWZ) wird er einen Impulsvortrag zu den kontrovers diskutierten Facetten der Migration halten. Die verschiedenen Blickwinkel des Themas - der Staaten, die Migration steuern wollen und die Perspektive der Migranten, die in der neuen Heimat nach wirtschaftlichem Erfolg und Integration streben - wird auch eine anschließende Expertendiskussion unter der Moderation von Michael Koch (IÖB) aufzeigen, der sich Öger anschließen wird. Für die Diskussion stehen Aygül Özkan, Mitglied des Niedersächsischen Landtages und ehemalige niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, sowie Dr. Werner Brinker, Vorsitzender des Vorstands der EWE AG, bereit.

Die Karten zu dieser Veranstaltung werden über Couponaktionen in der NWZ vergeben.

Im Rahmen der Reihe „Begegnungen“ der Stadt Oldenburg ist das "1x1 der Wirtschaft" in diesem Jahr Bestandteil der „Türkei Begegnungen“. Für das „1x1“ wurden IÖB und wigy im Jahre 2009 als „Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Besondere Beachtung fand die Grundidee, aktuelle gesellschafts- und wirtschaftspolitische Diskurse aufzugreifen, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln, die für das Verständnis jedweder Debatten bedeutsam sind. Seit 2009 gab es elf Veranstaltungen.

Der Referent: Vural Öger
Er war der erste Anbieter für Türkei-Direktflüge aus Deutschland, etablierte sich als führender Anbieter von Pauschalreisen in der Türkei, ist Inhaber einer Hotelkette, einer Incoming-Agentur, Geschäftsführer einer Unternehmensberatung, saß als Abgeordneter im Europäischen Parlament, war Mitglied in der Zuwanderungskommission der Bundesregierung, ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande sowie der Verdienstmedaille des türkischen Staates zur Auszeichnung für besondere Dienste und als er sein Reiseunternehmen Ögertours 2011 für 30 Mio. Euro verkaufte, wies dieses einen Umsatz von ca. 250 Mio. auf: Vural Öger, einer der wohl erfolgreichsten türkischen Unternehmer in Deutschland. Seit April betreibt er eine neue, auf Reisen in die Türkei spezialisierte Firma und erweist sich -72jährig -erneut als Pionier: Als Juror und Investor einer Unternehmer-Castingshow im deutschen Privatfernsehen, die noch 2014 auf Sendung gehen wird, wird Vural Öger - frei nach dem Motto „Deutschland sucht das Superstart-up“ - die Business-Pläne von Jungunternehmern beurteilen.

Mehr Informationen zur Reihe "1x1 der Wirtschaft" erhalten Sie unter: http://www.ioeb.de/1x1derwirtschaft

19.05.2014

Tagung: Praxiskontakte und Berufsorientierung in Europas Nachbarregionen am 5. Juni 2014

„Praxiskontakte und Berufsorientierung in Europas Nachbarregionen“ ist das Thema einer Tagung am 5. Juni, 10.00 bis 15.30 Uhr, im NWZ Pressehaus Oldenburg, zu der das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) als Koordinator des EU-Projektes IMPULS einlädt. IMPULS steht für grenzüberschreitende „Implementierung von Praxiskontakten in Unternehmen für Lehrer und Schüler“. Erwartet werden zu der offenen Tagung etwa 100 Lehrkräfte, Unternehmensvertreter, Bildungsreferenten und weitere Interessierte, die sich über grenzüberschreitende Schule-Wirtschaft Aktivitäten in Deutschland, den Niederlanden und Polen austauschen möchten. Die Veranstaltung soll zeigen, wie Schülern der berufsorientierte Blick in das europäische Nachbarland ermöglicht werden kann. Dazu werden zum einen die bildungspolitischen Rahmenbedingungen für die schulische Umsetzung diskutiert und zum anderen Best-Practice-Beispiele aus dem IMPULS Projekt vorgestellt. Es referiert u. a. Prof. Dr. Peter J. Weber, Rektor der SRH Hochschule Calw, über den Mehrwert von regionaler Mehrsprachigkeit und Interkulturalität von Unternehmen.  Meike Richter, J. Bünting Beteiligungs AG, berichtet über deutsch-niederländische Ausbildungsperspektiven und Schülerinnen und Schüler selbst präsentieren ihre grenzüberschreitenden Praxiskontakterfahrungen in Unternehmen und Schulen. Auskünfte und Anmeldung: Sandra Hänke, Tel. 0441-361303-32, E-Mail: haenke@ioeb.de
Programm: www.ioeb.de/Veranstaltungen

14.05.2014

Handelsblatt Newcomer in neuem Layout

Aktuell ist die 28. Ausgabe des Handelsblatt Newcomer, der bundesweiten Wirtschaftszeitung für Schüler ab Klasse 8., erschienen – in einem überarbeiteten Layout. Neu ist die Rubrik „Stimmt es, dass …“, in der Schülerfragen rund um das Thema Wirtschaft von Handelsblatt-Autoren beantwortet werden. Den Auftakt macht in der Mai-Ausgabe die Frage „Stimmt es, dass selbst Schüler bei jedem Kauf Steuern zahlen?“ Weitere Inhalte sind dieses Mal u. a. die Krim-Krise und die Europawahl. Auf vielfachen Wunsch von Lehrkräften ist auch die Überschuldung privater Haushalte ein Thema.

Herausgegeben wird der Newcomer zusammen vom Handelsblatt und dem Institut für Ökonomische Bildung Oldenburg (IÖB). Eine englische Übersetzung, kostenlose Bestellmöglichkeiten und weiteres unter www.handelsblattmachtschule.de/newcomer