2012
05.04.2012
IÖB schult polnische Lehrkräfte zum fachdidaktischen Potenzial von Praxiskontakten
Vom 21.-24.03.2012 haben 17 Lehrkräfte und 4 Tutoren aus dem Lebuser Land (Polen) das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) besucht, um sich über das fachdidaktische Potenzial von Praxiskontakten im Wirtschaftsunterricht fortzubilden. Die Lehrkräfte wendeten ihr Wissen auch direkt an. Praktisch untersuchten die Gäste mit den Unterrichtsmethoden Expertengespräch und Betriebserkundung die beiden Unternehmen EWE Netze GmbH sowie CEWE Color AG & Co. OHG. Die dreitägige Schulung in Oldenburg war Bestandteil einer neunmonatigen Qualifizierung „Ekolan - Methodik des Wirtschaftsunterrichts“ des IÖB nach dem Konzept des Blended Learning. Damit bereitet das Oldenburger An-Institut der Carl von Ossietzky Universität die polnischen Wirtschaftslehrerinnen und -lehrer auf das Fach „Wirtschaft in der Praxis“ vor, das ab September 2012 in Polen als Wahlpflichtfach in allen Schulformen der Sekundarstufe II eingeführt wird. Für die Realisierung des Faches ist der Einsatz handlungsorientierter Methoden vorgesehen. Mehr Informationen zu Ekonlan IV finden Sie hier.
Hintergrund
Das IÖB schult polnische Lehrkräfte aus dem Lebuser Land seit 2003, in der aktuellen Fortbildungsreihe Ekolan seit 2008. Qualifizierung im Blended-Learning-Verfahren heißt, es sind wechselhaft Präsenz- und Onlinephasen vorgesehen und die Teilnehmer werden tutoriell von Mitarbeitern des IÖB sowie von Tutoren vor Ort betreut. Ekolan umfasst insgesamt vier neunmonatige Maßnahmen, in denen die Lehrkräfte unterschiedliche innovative Lernstrategien kennenlernen, sie für den Einsatz im Unterricht vorbereiten und schließlich im Unterricht erproben. In der laufenden Maßnahme von Oktober 2011 bis Juni 2012 wird die Projektmethode besonders hervorgehoben. Gefördert werden die Maßnahmen zur Qualifizierung von Beginn an von der EWE AG in Oldenburg und vor Ort unterstützt von der EWE Polska.

Foto: Prof. Dr. Hans Kaminski, Izabela Bieda und Marta Mazur (vorne von links) sowie Sandra Hänke (zweite Reihe Mitte) schulen polnische Lehrkräfte in handlungsorientierten Unterrichtsmethoden.
19.03.2012
Verbraucherministerin Aigner zeichnet Oldenburger Studenten der ökonomischen Bildung aus
Großes Lob für Oldenburger Lehramtsstudenten der ökonomischen Bildung: Verbraucherministerin Ilse Aigner hat Studierende des Instituts für Ökonomische Bildung im Studiengang Politik-Wirtschaft für ein Unterrichtskonzept zur Verbraucherbildung an Schulen ausgezeichnet. Die Studierenden hatten ihr Konzept als Beitrag zum Ideenwettbewerb „Fürs Leben lehren“ des Bundesverbraucherministeriums eingereicht. Anne Niemayer, Marco Schmedes, Antje Katharina Stulken und Gülcan Tayan erhielten den 2. Preis für ihre Unterrichtseinheit „Mein neuer Roller: nur ein kurzer Spaß?“ Ihr Unterrichtskonzept setzt dem Kaufimpuls, unbedingt etwas besitzen zu wollen, den rationalen Entscheidungsprozess entgegen.
Die Einheit entstand in einem Didaktikmodul von Prof. Dr. Dirk Loerwald, Hochschullehrer am Institut für Ökonomische Bildung der Universität Oldenburg und Leiter der Abteilung Schulpraxis und Unterrichtsforschung im gleichnamigen An-Institut. „Verbraucherbildung ist ein wichtiger Bestandteil ökonomischer Bildung“, so Loerwald. „Im Seminar haben wir Verbraucherthemen systematisch mit innovativen Methodenkonzepten verknüpft.“ Die Unterrichtseinheit richtet sich an SchülerInnen der neunten Klasse und stellt das eigenständige Lernen in den Fokus. Am Beispiel des Kaufs eines Motorrollers sollen die SchülerInnen eine Kaufentscheidung treffen, die rational begründet ist. Sie müssen sich über den Motorroller genau informieren und ihre Entscheidung nach sachlichen Gesichtspunkten abwägen. Durch den Einsatz von Medien, Rechercheübungen und Fallbeispielen decken sie die komplexen Mechanismen auf, die hinter einem Kaufprozess stecken. In einem weiteren Schritt lernen sie, die erworbenen Kompetenzen auf Situationen im Alltag zu übertragen und sich als mündige VerbraucherInnen zu verhalten. „Die prämierten Unterrichtskonzepte sind exzellente Beispiele dafür, wie wichtige Verbraucherthemen in bestehende Schulfächer integriert werden können,“ sagte Aigner bei der Preisverleihung am Weltverbrauchertag in Berlin.
Der bundesweite Wettbewerb „Fürs Leben lehren“ richtete sich an angehende Lehrerinnen und Lehrer sowie Referendare und Doktoranden. Gefordert waren praxisnahe Vorschläge und eigene Unterrichtskonzepte für die Vermittlung von Alltagskompetenzen im Schulunterricht der Sekundarstufe I und II. 125 Teilnehmer aus allen Bundesländern hatten sich an der Entwicklung von Unterrichtsmaterial in den Themenfeldern Medienkompetenz, Geld und Versicherung sowie Verbraucherrechte und Kaufentscheidungen beteiligt.
Hintergrund
Der Ideenwettbewerb „Fürs Leben lehren“ ist Teil der 2010 ins Leben gerufenen Initiative „Verbraucherbildung – Konsumkompetenz stärken“ des Bundesverbraucherministeriums. Ziel ist es, die Vermittlung von Alltagskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen im Umgang mit Informationen, Medien und Geld sowie das Wissen um Rechte und Pflichten als Verbraucher zu verbessern. Weitere Informationen zur Initiative und zum Wettbewerb finden Sie unter www.verbraucherkompetenz.de.

Von links: Bundesministerin Ilse Aigner, die Preisträger Marco Schmedes, Antje Katharina Stulken, Gülcan Tayan und Anne Niemeyer, Laudatorin Katharina Beck, Raabe Fachverlag für die Schule.
Foto: BMELV
15.03.2012
Preisverleihung im Wettbewerb „Ökonomie in Schulen“
Den Wettbewerb „Ökonomie in Schulen“ entschieden drei Realschulen aus Großheide, Moorhusen und Wittmund für sich. Prof. Hans-Werner Sinn referierte über „Europa in der Krise“
Drei Realschulen machten das Rennen um den mit 15.000 Euro dotierten Preis „Ökonomie in Schulen“ der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen. Den ersten Platz teilen sich die Friederikenschule Großheide, Haupt und Realschule, und die Haupt- und Realschule Moorhusen. Den dritten Platz belegt die Kooperative Gesamtschule Alexander-von-Humboldt-Schule Wittmund, Schulzweig Realschule. Die Erstplatzierten bekommen je 6000 Euro, der dritte Platz wird mit 3000 Euro honoriert. Die Preisträger wurden am Mittwoch im Oldenburger PFL vor rund 180 Gästen geehrt.
Die Preise übergab Michael Waskönig, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Waskönig betonte, dass die Stiftung sich das Ziel gesetzt habe, die Bildung von Schülerinnen und Schülern in Ökonomie nachhaltig zu verbessern, da dieser Wissensbereich ganz allgemein für die Gesellschaft und speziell für den erfolgreichen Berufsweg junger Menschen zunehmend an Bedeutung gewinne. „Ökonomie ist Alltag. Sie ist überall zugegen und bestimmt unsere Lebenswelt,“ sagte der Stiftungsvorsitzende.
Der Förderpreis „Ökonomie und Informatik in Schulen“ wird jährlich abwechselnd für Ökonomie und Informatik verliehen. Im Jahr 2011 wurde der Preis „Ökonomie in Schulen“ ausgeschrieben. Gesucht waren Ideen für einen praxisnahen und spannenden Unterricht im Profil Wirtschaft für die Schulform Realschule. Aufgabenstellung in diesem Wettbewerb: Die Bewerber sollten eine individuelle schulische Konzeption vorstellen, mit der sie die Umsetzung eines zwei- oder vierstündigen Profils planen.
Prof. Dr. Hans Kaminski, Direktor des Oldenburger Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) und Mitglied der Jury forderte das Land Niedersachsen auf, dieses Reformvorhaben noch mehr zu fördern. Im Anschluss an die Preisverleihung hielt Prof. Dr. Hans-Werner Sinn den Festvortrag mit dem Titel „Europa in der Krise“. Durch das Programm führte Jürgen Lehmann, Stellv. Vorstandsvorsitzender der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Big Band der Helene-Lange-Schule Oldenburg unter der Leitung von Ludger Bojert.

Alle Preisträger zusammen mit der Jury.
Foto: M. Hibbeler
07.03.2012
„Tag der Logistik“: Das IÖB lädt ein
Am 19. April 2012 ist „Tag der Logistik“. Das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) lädt an diesem Tag Wirtschaftslehrkräfte und die interessierte Öffentlichkeit dazu ein, sich ab 15.00 Uhr in der Bismarckstraße 31 über das Schulprojekt „Wirtschaft im Hafen“ zu informieren. Die Projektmitarbeiter stellen dar, wie eine Schlüsselbranche im Unterricht an allgemeinbildenden Schulen dazu dienen kann, wirtschaftliche Grundkenntnisse zu vermitteln. Zwei Experten aus der Branche halten einen Fachvortrag über die aktuellen Entwicklungen der Hafenwirtschaft und Logistik.
In der Logistik sind heute 2,8 Millionen Menschen in Deutschland beschäftigt. Der Tag der Logistik soll die Wahrnehmung von Logistik in der Öffentlichkeit stärken und darüber aufklären, dass Logistik weitaus mehr als Transport und Lagerung beinhaltet. Hierzu richten Unternehmen, Organisationen und Bildungseinrichtungen bundesweit Informationsveranstaltungen, Vorführungen oder auch Betriebsbesichtigungen aus. Die Veranstaltung im IÖB ist kostenfrei.
Das IÖB ist als Veranstalter beim „Tag der Logistik“ registriert. Die Anmeldung erfolgt über die Website: www.tag-der-logistik.de. Informationen über die in dem Bildungsprojekt entstandenen Materialien finden sich unter: http://www.ioeb.de/wirtschaftimhafen

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