2014

13.03.2014

Zukunft Meer - Mehr Zukunft

"Zukunft Meer - mehr Zukunft", so heißt ein Projekt zur Berufsorientierung in der maritimen Wirtschaft, das zum Schuljahresbeginn 2014/2015 an acht Oberschulen in der Jade-Bay-Region starten wird. Initiator ist die Maritime Interessen Gemeinschaft (M.I.G.), die das Projekt mit Kooperationspartnern ins Leben gerufen hat, um bei jungen Menschen mehr Bewusstsein für die Region und die maritime Wirtschaft zu wecken. Das Institut für Ökonomische Bildung ist für die pädagogische Begleitung verantwortlich. Es wird für die Schulen eine dreimonatige Unterrichtseinheit zum regionalen Wirtschaftsraum, Schwerpunkt maritime Wirtschaft, entwickeln. Im Wirtschaftsunterricht werden die Schüler Einblick in generelle ökonomische Zusammenhänge gewinnen, die sie anhand der maritimen Wirtschaft vor Ort konkretisieren können. Mehr Informationen: www.jade-bay.de

21.02.2014

Wissenschaftliche Tagung zur ökonomischen Bildung in Oldenburg

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung (DeGÖB)

Oldenburg. Vom 24. Bis 27. Februar 2014 findet an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung (DeGÖB) statt. Schulalltag soll sich nicht auf passives Zuhören und Mitdenken beschränken. Die Jahrestagung unter dem Titel „Kognitive Aktivierung in der Ökonomischen Bildung“ beschäftigt sich damit, wie Schülerinnen und Schüler zum gründlichen Nachdenken und zur aktiven Auseinandersetzung mit ökonomischen Themen angeregt werden können. Erwartet werden etwa 100 Wissenschaftler von über 30 Hochschulstandorten in Deutschland.

An der Universität Oldenburg werden seit 1980 WirtschaftslehrerInnen ausgebildet. Mit derzeit ca. 650 Studierenden in der Lehramtsausbildung für die Fächer Wirtschaft und Politik-Wirtschaft an allgemeinbildenden Schulen ist Oldenburg der größte Standort für ökonomische Bildung in Deutschland.

Prof. Dr. Gunilla Budde, Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Rudolf Schröder, Sprecher des universitären Instituts für Ökonomische Bildung, sowie Prof. Dr. Holger Arndt, Vorsitzender der DeGÖB, begrüßen die TeilnehmerInnen am Dienstag, 25. Februar, 14.30 Uhr, in der Aula (Campus Haarentor, Gebäude A11, Ammerländer Heerstraße). Anschließend wird der DeGÖB-Förderpreis für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit verliehen.

Die Gründung der DeGÖB reicht auf das Jahr 1978 zurück. Zu den Zielen zählen neben der wissenschaftlichen Entwicklung der ökonomischen Bildung und der weiteren Verankerung in der Schule auch die Förderung der Lehrerbildung für den Wirtschaftsunterricht.

Pressevertreter sind herzlich einladen, am 25. Februar um 14.30 Uhr an der Begrüßung und Eröffnung teilzunehmen sowie der anschließenden Verleihung des DeGÖB-Förderpreises um 15.10 Uhr beizuwohnen. Wir bitten um eine formlose Anmeldung Ihres Besuches per E-Mail an verstraete@ioeb.de.

Ansprechpartner vor Ort:
Prof. Dr. Dirk Loerwald , Institut für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität, Tel. 0441-798-2651, E-Mail: loerwald@ioeb.de

 

20.02.2014

Dossierreihe "Ökonomie mit Energie" - Ausgabe 100 jetzt online

Die 100. Ausgabe der Dossierreihe „Ökonomie mit Energie“ ist erschienen. Seit Mai 2008 stellt das IÖB regelmäßig aktuelle Handelsblatt-Artikel, -Grafiken, -Interviews und -Karikaturen zu energiewirtschaftlichen Themen für den Wirtschafts- bzw. Politik-Wirtschaftsunterricht zusammen und bereitet diese für den unterrichtlichen Einsatz auf. Dazu werden die Artikel inhaltlich-curricular verortet und mit Arbeitsaufträgen versehen. Die 100. Ausgabe behandelt unter anderem die Kontroversen um die zukünftige Ausgestaltung der Energiewende und die Kosten-Entlastungen für energieintensive Unternehmen sowie die Entwicklung der Benzinpreise in Deutschland.

Das Angebot ist Teil der Kooperation des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) und des Handelsblattes unter der Projektbezeichnung "Handelsblatt macht Schule".

Sie können alle Dossiers kostenfrei herunterladen unter: www.oekonomie-mit-energie.de, www.wigy.de oder www.handelsblattmachtschule.de

Dossier "Ökonomie mit Energie", Ausgabe 100, 2014

 

19.02.2014

Preisverleihung "Ökonomie in Schulen": AGO und Michaelschule machten das Rennen

Die besten Konzepte zu Praxiskontakten in die Wirtschaft waren gesucht und das Alte Gymnasium Oldenburg und die Michaelschule Papenburg machten das Rennen um den mit 15.000 Euro dotierten Preis „Ökonomie in Schulen“ der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen. Das Alte Gymnasium Oldenburg bekommt 10.000 Euro, der Anerkennungspreis für die Michaelschule Papenburg wird mit 5.000 Euro belohnt. Die Preisträger wurden am gestrigen Dienstag im Oldenburger Kulturzentrum PFL vor rund 140 Gästen geehrt.

Die Preise übergab Michael Waskönig, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Michael Waskönig betonte, dass die Stiftung sich das Ziel gesetzt habe, die Bildung von Schülerinnen und Schülern in Ökonomie nachhaltig zu verbessern, da dieser Wissensbereich ganz allgemein für die Gesellschaft und speziell für den erfolgreichen Berufsweg junger Menschen zunehmend an Bedeutung gewinne. Ökonomie müsse selbstverständlich Teil der Allgemeinbildung sein, forderte Waskönig. Die Kenntnis bzw. Unkenntnis von Ökonomie bestimme die Wahrnehmung von Unternehmen und Unternehmern. Das Unternehmerbild in unserem Land sei recht merkwürdig und die Bewertung in der Öffentlichkeit schwanke häufig zwischen „Kapitalist“ und „Loser“. „Ich hoffe sehr, dass die vielfältigen Bemühungen um einen angemessenen Ökonomieunterricht in Schulen Früchte tragen werden. Denn wirtschaftliche Kenntnisse ermöglichen Urteile – nicht Vorurteile“, so Michael Waskönig.

Der Förderpreis „Ökonomie und Informatik in Schulen“ wird jährlich abwechselnd für Ökonomie und Informatik verliehen. Im Jahr 2013 wurde der Preis „Ökonomie in Schulen“ ausgeschrieben. Gesucht wurden Konzepte zu Praxiskontakten in der Sekundarstufe I (außer Gymnasien) und in der Sekundarstufe II im Rahmen des Seminarfaches, die zeigen, wie Schülerinnen und Schüler mit dem regionalen Wirtschaftsraum vertraut gemacht werden. Die Konzepte sollten inhaltlich, organisatorisch, personalpolitisch und kommunikationspolitisch verankert sein und Modellcharakter für andere Schulen haben.

Professor Dr. Dr. Hans Kaminski, Direktor des Oldenburger Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB), betonte in seinem Vortrag die Notwendigkeit der ökonomischen Bildung. Denn die Lebenswelt der Schüler verändere sich auch in ökonomischer Hinsicht rasant und müsse von ihnen verstanden und durchdrungen werden. Doch stoße ökonomisches Denken in der Gesellschaft häufig noch auf Ablehnung. „Umso größer ist die Herausforderung, vor der die Schulen momentan stehen“, so Prof. Kaminski, der forderte, dass die Fachkompetenz der Lehrkräfte noch mehr gestärkt und auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstand gebracht werden müsse.

Mit Sorge beobachtet Kaminski Bestrebungen, das in der Vergangenheit gute Verhältnis von Schulen und Wirtschaft zu untergraben und in Frage zu stellen. Umso positiver sei es zu bewerten, dass es das Fach Wirtschaft in Niedersachsens Schulen gebe. Doch brauche das Fach mehr Unterstützung, z.B. durch intensivere Forschung und mehr Unterrichtsmaterialien. 

Den Festvortrag hielt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. Sein Thema: „Investitionen in Bildung sind Investitionen in unsere Zukunft.“ Kramer betonte, dass die Zukunft Deutschlands entscheidend davon abhinge, wie erfolgreich die Produkte und Dienstleistungen im weltweiten Wettbewerb seien. Dafür sei Bildung unabdingbar: „Wir haben keine großen Vorkommen an Bodenschätzen. Unseren Wettbewerbsvorteil müssen wir über Talententwicklung schaffen“, sagte Kramer. Bildung sei aber nicht nur ein wirtschaftlicher Standortfaktor und Grundlage für Wohlstand und soziale Sicherheit, sondern auch Basis für Kultur und Lebensqualität.

Die Arbeitgeber setzten auf ein Bildungssystem, das früh starte und kontinuierlich die individuelle Förderung jedes jungen Menschen sichere: „Die gegenwärtige Großzügigkeit für konsumtive Alterssicherung wünsche ich mir für investive Zukunftssicherung“.

Durch das Programm führte Jürgen Lehmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen.
Für die musikalische Umrahmung sorgte die Combo der Graf-Anton-Günther-Schule Oldenburg unter der Leitung von Jörg Olesch.

Die Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen wurde im Jahr 2007 gegründet. Stifter war der ehemalige Verband der Metallindustriellen des Nordwestlichen Niedersachsens e.V., Wilhelmshaven (Nord-West-Metall). Zweck der Stiftung ist die Förderung von Bildung, von Wissenschaft und Forschung, von Kunst und Kultur und von sozialen Maßnahmen und Einrichtungen in der Region Nordwest.

Foto v. l. n. r.: Prof. Hans Kaminski, Dr. Claudia Verstraete (IÖB), Birgit Lau, Marie Lyne Klostermann, Ludger Hillmann, Frank Marschhausen (AGO Oldenburg), Ludger Mählmann, Margret Sandmann, Christian Voskuhl (Michaelschule Papenburg), Dagmar Sachs (Stadträtin Oldenburg), Michael Waskönig (Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten) Ingo Kramer (BDA Präsident), Jürgen Lehmann (ebf. Stiftung)