2011
01.08.2011
IÖB auf dem Handelsblatt-Jahreskongress 2011
Auch in diesem Jahr wirkt das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) am Handelsblatt-Jahreskongress mit, der am 10. und 11. November 2011 in Berlin im „andel’s-Hotel“ stattfindet. Die Veranstaltung steht unter der Themenstellung „Wirtschaft und Schule – Partner für die Zukunft. Bildungsgerechtigkeit: Potenziale fördern – Ressourcen schaffen!“ Erwartet werden rund 400 Teilnehmer aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung.
Im Rahmen des Kongresses diskutiert Prof. Hans Kaminski (Direktor des IÖB) im Gespräch mit Dieter Fockenbrock (Chefkorrespondent des Handelsblattes) und weiteren Experten über die Qualifikation von Schulabgängern und deren Chancen. Frau Katrin Eggert (Geschäftsführerin des IÖB) bietet den Workshop „Mit ökonomischer Bildung in der Schule Nachwuchs sichern – Konzepte, Materialien und Fortbildungsangebote“ an. Des Weiteren präsentiert das IÖB in einem Ausstellungsbereich verschiedene Projekte und neu entwickelte Materialien. Auch findet wie in den vergangenen Jahren die Preisverleihung des bundesweiten Schülerwettbewerbs „Ökonomie mit Energie“ statt.
Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.handelsblatt-schule.de/
20.07.2011
"Wirtschaft und Energie" - neues Schülerarbeitsheft für das Gymnasium (Sek I)
So selbstverständlich der Umgang mit Steckdose, Batterien und Zapfsäule im Alltag sein mag, stellen sich doch viele Fragen zu den komplexen Hintergründen und Zusammenhängen: Woher stammt der Strom, den wir nutzen? Wie kommen die Energiepreise zustande? Warum ist unsere Energieversorgung ein wichtiges Thema in der Politik? …
Ohne grundlegende ökonomische Kenntnisse fällt die Beantwortung solcher Fragen jedoch schwer. Das soeben neu erschienene Schülerarbeitsheft „Wirtschaft und Energie“ - Sek I Gymnasium des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) führt ein in die Welt von Strompreis und Ökosteuer, Klimaschutz und erneuerbaren Energien. Gleichzeitig werden grundlegende wirtschaftliche Kenntnisse vermittelt. Das Heft bietet zudem Informationen zu verschiedenen Berufsfeldern der Energiebranche und dient damit der Berufsorientierung.
Das Schülerarbeitsheft richtet sich an Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums in den Jahrgangsstufen 8 bis 10.
Es für 3,50 Euro beim IÖB erhältlich Ein kostenloses Probeexemplar des Schülerarbeitsheftes „Wirtschaft und Energie“ kann beim IÖB durch eine E-Mail an info@ioeb.de angefordert werden.
Das Schülerarbeitsheft ist eines von vielen Produkten aus dem Gesamtpaket „Wirtschaft und Energie“, das noch um 10 Kurzfilme, ein Kartenspiel und eine Online-Lernplattform ergänzt wird. Weiterführend hat das IÖB auch für die Sek II ein multimediales Produktportfolio zum Thema „Ökonomie mit Energie“ entwickelt. Einen Überblick finden Sie hier.
10.07.2011
wigy und IÖB erhalten Comenius EduMedia Siegel 2011
wigy und IÖB freuen sich über das Comenius EduMedia Siegel 2011. Die Auszeichnung haben die beiden Bildungseinrichtungen für exemplarische Informations- und Kommunikationstechnologien im Bildungsbereich, kurz IKT-basierte Bildungsmedien, erhalten. Die Gesellschaft für Pädagogik und Information e.V. (GPI) fördert mit den Comenius-Auszeichnungen pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende IKT-basierte Bildungsmedien. wigy und IÖB wurden in der Kategorie Weiterbildung/Erwachsenenbildung prämiert. Besondere Berücksichtigung fand die wigy Online-Datenbank, in der der Verein Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte im Fach Wirtschaft an allgemeinbildenden Schulen anbietet. Die Materialien sind oftmals mit Multimediaangeboten, z. B. Online-Portale oder Filme, verknüpft, die in enger Zusammenarbeit mit dem IÖB entwickelt und in Fort- und Weiterbildungen des Instituts eingesetzt werden. Die Auszeichnung wurde am 24. Juni in Berlin verliehen.

24.06.2011
Gartenvorlesung: Realistisches Bild von der Landwirtschaft gefordert
Zwei Themen brannten Experten und Verbrauchern nach einem Vortrag von Prof. Rudolf Schröder vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) unter den Nägeln, als sie gestern im Garten des IÖB über die Ernährungswirtschaft diskutierten: Das Bild des Verbrauchers von der Landwirtschaft und die Qualität der Produkte. Die Wahrnehmung der Landwirtschaft sei heute ein Problem, sagte Christian Kircher von Food Nordwest. Mit idyllischen Werbekampagnen tue sich die Landwirtschaft keinen Gefallen. Dies führe nur zur Entfremdung. Wer Wurst esse, dem müsse klar sein, dass dazu Tiere gemästet und geschlachtet werden. Landwirt Glüsing-Lüerßen aus Elsfleth: „Ich sehe eine große Kluft zwischen den Verbrauchern und den Landwirten. Er lud wie Christian Meyer-Hullmann von Gut Wahnbek die Verbraucher dazu ein, anzuhalten, reinzuschauen und sich selbst ein Bild davon zu machen, wie Milch heute produziert werde.
Das Argument, früher sei alles besser gewesen, man habe die Milch vom Bauern gegenüber geholt und damit gewusst, woher das Produkt komme, entschärfte Prof. Dr. Eberhard Haunhorst salopp: „Mir als Lebensmittelhygieniker dreht sich da der Magen um.“ Der Experte vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) wunderte sich, woher die Technikfeindlichkeit gegenüber der Landwirtschaft kommt. Grundsätzlich sei es in Ordnung, die Produktion zu steigern und Abläufe zu rationalisieren, um die weltweit steigende Nachfrage zu befriedigen. Vernünftige Managementsysteme könnten das Wohlergehen jedes einzelnen Tieres gewährleisten. „Wenn wir uns ein neues Auto kaufen, finden wir die neue Technik ja auch toll.“
Zur Qualität von Produkten gestand Meyer-Hullmann ein: Der Qualitätsunterschied zwischen einer günstigen und einer hochpreisigen Milch sei kaum relevant, entscheidend sei die Herkunft. Die Information finde der Verbraucher auf der Verpackung. „Ich wünsche mir einen Verbraucher, der seinen Beitrag leisten will dazu, dass hier in der Region die Betriebe bestehen können.“ Ein kurzer Transportweg verbessere auch die Ökobilanz der Produkte, so die Experten.
Untermauert hatte Prof. Rudolf Schröder, selbst gelernter Landwirt, die Diskussion zuvor mit Fakten zur Branche und mit einer globalen Perspektive. Das Agribusiness sei in Deutschland die viertgrößte Branche, in Niedersachsen sogar die zweitgrößte direkt hinter der Automobilindustrie. Ein Achtel der Ackerfläche in Deutschland würde heute für die Produktion von Biotreibstoff eingesetzt, im Wesentlichen durch Maisanbau. Die Verknappung von Mais als Lebensmittel führe aber zu Preissteigerungen. In Mexiko habe sich der Preis für Tortillas verdreifacht. Dies könne zu politischen Unruhen in den Ländern führen.
Das Skript zur Vorlesung kann downgeloaded werden unter: www.ioeb.de/1x1.
Die Sommer-Vorlesungsreihe von IÖB und wigy wird am 8. September mit dem Thema „Wo geht´s lang? - Infrastrukturprojekte zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und gesellschaftlichem Konflikt“ fortgesetzt. Karten sind wieder über die Couponaktion der NWZ erhältlich.

Foto v.l.: Christian Kircher, Christian Meyer-Hullmann, Prof. Dr. Eberhard Haunhorst, Michael Koch
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