2012

07.09.2012

Auftakt für Projekt zur Berufs- und Studienorientierung an Gymnasien in Bremen

Das Schulprojekt „Berufsorientierung an Gymnasien (BOGn)“ des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) wird ab dem Schuljahr 2012/13 auch an Bremer Schulen realisiert. Auf der Basis der Erfahrungen, die an Oldenburger Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen seit 2009 gemacht wurden, werden die Inhalte in ausgewählte Bremer Schulen übertragen. Eine Informationsveranstaltung am 12. September im Landesinstitut für Schule in Bremen (LIS) führt in die Ziele, Inhalte und Verfahrensweisen des Projektes ein.

BOGn soll Schülerinnen und Schüler bei der Berufswahl unterstützen und ist gleichzeitig eine Fortbildungsmaßnahme für Lehrkräfte direkt in der Schule. Die aktive Mitgestaltung der Lehrerinnen und Lehrer soll die Entwicklung eines schulischen Gesamtkonzeptes zur Berufs- und Studienorientierung an den Schulen fördern. Über ein Jahr werden die unterrichtlichen Angebote in die bereits bestehenden Maßnahmen der Schulen bzw. des Bundeslandes Bremen integriert und individuell abgestimmt.

Das Projekt BOGn in Bremen wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem IÖB und dem Landesinstitut für Schule (LIS) realisiert und von der EWE AG Oldenburg gefördert. 

Die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Informationen zur Informationsveranstaltung am 12. September sowie den Inhalten des BOGn Projektes in Bremen und den Teilnahmebedingungen finden Sie unter: http://www.lis.bremen.de/.

Nähere Informationen zum Projekt BOGn finden Sie unter: www.berufsorientierung-gymnasium.de.

Hintergrund
Das Pilotprojekt "BerufsOrientierung an Gymnasien" (BOGn) startete im Jahr 2009 an fünf Gymnasien und zwei Integrierten Gesamtschulen in Oldenburg. Es wurde entwickelt und durchgeführt vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) in enger Zusammenarbeit mit dem universitären Institut für Ökonomische Bildung (IfÖB) und der Arbeitsagentur Oldenburg.

Das Schulprojekt "Berufsorientierung an Gymnasien (BOGn)" soll jetzt auch an Bremer Schulen die Berufs- und Studienorientierung fördern.
(Foto: fotolia)

23.08.2012

„1x1 der Wirtschaft“ – Veranstaltung zur Energiewende

Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen, vor denen (nicht nur) Deutschland steht. Deshalb richten das IÖB und der wigy e.V. das nächste „1x1 der Wirtschaft“ im Institutsgarten zu diesem Thema aus. Ein gemeinsames Einstiegsreferat unter dem Titel „Die Energiewende: Leichter gesagt als getan?“ halten Prof. Dr. Hans Kaminski, Direktor des IÖB, und Simone Malz, Leiterin des Forschungsbereiches Energiebildung. In der halbstündigen Vorlesung werden die Referenten eine Zwischenbilanz zur Energiewende ziehen und im Überblick darstellen, welche Probleme es zu lösen gilt. Im Anschluss daran diskutieren Experten mit dem Plenum: Dietmar Schütz (Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie), Prof. Dr. Wolfgang Pfaffenberger (Jacobs University Bremen) sowie Gert Stuke (Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer). Gegen 19.00 Uhr sind alle Teilnehmer eingeladen, bei einem Imbiss mit den Referenten und Experten ins Gespräch zu kommen.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist über Coupons möglich, die vom Kooperationspartner, der Nordwest Zeitung (NWZ), angeboten werden (z. B. Couponaktion vom 28.8.2012).

Veranstaltungstermin: 20. September 2012 | Beginn: 17:30 Uhr | Einlass: 17:00 Uhr | Veranstaltungsort: Garten des IÖB, Bismarckstraße 31, 26122 Oldenburg

Hier finden Sie einen Video-Zusammenschnitt der letzten Gartenvorlesung.

Hintergrund zur Veranstaltung

Mit der Idee zur öffentlichen Sommervorlesungsreihe „1x1 der Wirtschaft“ wurden IÖB und wigy im Jahr 2009 als ein „Ort im Land der Ideen“ im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Aufgrund der großen Resonanz im ersten Jahr mit vier Veranstaltungen wird die Reihe kontinuierlich mit zwei Veranstaltungen im Jahr fortgeführt. Eine Broschüre „Das 1x1 der Wirtschaft“, herausgegeben von IÖB, wigy und NWZ, begleitet die Vorlesungsreihe. Hier werden Begriffe wie Bilanz oder Globalisierung in Kurzform erklärt. Die Vorlesungsreihe „1x1 der Wirtschaft“ lehnt sich an die gleichnamige Rubrik in der NWZ an, in der Grundbegriffe der Wirtschaft von Prof. Hans Kaminski (IÖB) erklärt werden. Die Begriffe sind online verfügbar (www.ioeb.de/1x1) oder können als Broschüre in der 3. Auflage kostenlos angefordert werden (info@ioeb.de). Zu einigen Vorlesungen gibt es Skripte, die ebenfalls auf der Internetseite kostenlos downgeloaded werden können.

Foto: Auf der letzten „1x1 der Wirtschaft“-Sommervorlesung mit Diskussion ging es um die Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union.
(Foto: Torsten von Reeken/NWZ)

14.08.2012

IÖB veröffentlicht Konzept zur finanziellen Allgemeinbildung

Das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) hat ein Konzept mit Überlegungen vorgelegt, wie sich die finanzielle Bildung im deutschen Schulsystem verankern lassen könnte. Die Autoren, Prof. Hans Kaminski und Stephan Friebel, setzen sich dabei mit der gegenwärtigen Diskussion um die finanzielle Allgemeinbildung auseinander und ziehen daraus Konsequenzen für die Lehrpläne, die sie am Beispiel des Landes Niedersachsen verdeutlichen.

Ein Aspekt ist den Autoren besonders wichtig: Die finanzielle Bildung benötigt nach ihrer Ansicht ein Ankerfach in der Schule, an das sie sinnhaft gekoppelt werden kann. Dies könne, so die Bildungsexperten, nur die ökonomische Bildung, sprich ein Fach Wirtschaft leisten. Auf 92 Seiten liefern die Autoren eine Vorstellung davon, wie ein Konzept für die finanzielle Bildung in Deutschland aussehen könnte. Niedersachsen dient als Beispiel, da die Umsetzung im föderalen Bildungssystem ohnehin nur von Bundesland zu Bundesland einlösbar sei. „Es geht nicht um Rezepte für die beste Geldanlage,“ erläutert Kaminski, „bei der finanziellen Bildung müssen generell wirtschaftliche Zusammenhänge und Grundeinsichten vermittelt werden, die auch in zehn oder 20 Jahren noch tragfähig sind.“ Zentral sei die Aus– und Weiterbildung von Lehrkräften, die mit entsprechenden Ausbildungsstudiengängen an den Landesuniversitäten verbunden werden müsste, so der Institutsleiter des IÖB. Fächer wie zum Beispiel Hauswirtschaft oder Verbraucherbildung greifen nach Ansicht der Oldenburger Bildungswissenschaftler zu kurz, weil sie die Wirtschaft zumeist allein aus der Verbraucherperspektive betrachten und so Zusammenhänge des Verhaltens von privaten Haushalten, Unternehmen und Staat nicht ausgeschöpft werden. „Themen wie Finanzmarktregulierung oder Falschberatung könnten dann kaum Bestandteil des Unterrichts werden“, so Stephan Friebel.

Zwar ist der Nutzen von Finanzkompetenz für die breite Bevölkerung weithin unbestritten, aber die seriöse Etablierung entsprechender Ziel- Inhaltskonzepte in das allgemeinbildende Schulsystem ist immer noch ungelöst. Mit dem Arbeitspapier „Finanzielle Allgemeinbildung als Bestandteil der ökonomischen Bildung“ wird die Hoffnung verknüpft, die Debatte ein Stück zum Nutzen für Kinder und Jugendliche weiterzutreiben. Das Papier steht auf der Homepage des IÖB: http://www.ioeb.de/informationsmaterial

13.07.2012

Neues referiertes Online-Journal: ZfÖB – Zeitschrift für ökonomische Bildung

Ein neues wissenschaftliches Publikationsorgan mit dem Titel „Zeitschrift für ökonomische Bildung“ (ZföB) wird von Prof. Dr. Hans-Jürgen Schlösser (ZöBiS in Siegen) und Prof. Dr. Hans Kaminski herausgegeben.  Es handelt sich um ein referiertes Online-Journal für Forschungsarbeiten im Bereich der ökonomischen Bildung. Inhaltlich werden theoretische und empirische Fragen der Lehrerbildung, des Wissenserwerbs, der Prozessgestaltung ökonomischer Bildung und der systemischen Einbindung eines Faches „Wirtschaft“ in das Schulsystem behandelt. Die Zeitschrift richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie an interessierte Lehrerinnen und Lehrer. Der Call für Beiträge der ersten Ausgabe findet sich auf der Homepage: www.zfoeb.de