2015

01.04.2015

Unterricht wirtschaft + politik: Armut und Reichtum

Das Thema „Armut und Reichtum“ wirft im Wirtschaftsunterricht spannende Fragen auf. Prof. Dr. Dirk Loerwald und Dr. Bernd Remmele haben zu diesem Schwerpunkt die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Unterricht wirtschaft + politik“ herausgegeben. Unter der Fragestellung „Warum sind nicht alle Länder wohlhabend?“ werden im Basisartikel ökonomische und politische Bedingungen des Wohlstands analysiert. Die unterrichtspraktischen Beiträge beschäftigen sich z. B. mit einer kritischen Reflexion von Wohlstandskriterien, den Facetten absoluter und relativer Armut und staatlichen Instrumenten zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit. In der Rubrik „Fachdidaktische Forschung“ geht es um den Beitrag der ökonomischen Bildung zur Verbraucherbildung im Lichte der didaktischen Prinzipien Situations- und Wissenschaftsorientierung. Ein Fokus liegt auf verhaltensökonomischen Ansätzen. Die Ausgabe 1/2015 ist beim Friedrich Verlag bestellbar.

12.03.2015

Projekt „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher“: Zweites Projekttreffen in Oldenburg

Das Projekt „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher“ rückt das "Forschende Lernen" auf dem Gebiet ökonomischer Fragestellungen unter Einschluss der Frage nach Sinnhaftigkeit, Nachhaltigkeit und Verantwortlichkeit des Wirtschaftens  in das Zentrum und wird das Thema Wirtschaft und Werte für die Sekundarstufe I an allgemeinbildender Schule herausarbeiten und für Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen in verschiedenen Formaten aufbereiten.

Das gemeinsame Projekt des Centrums für angewandte Politikforschung an der LMU München (CAP), der PwC-Stiftung und des Instituts für ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg (IÖB) umfasst neben der Entwicklung und Erprobung von Unterrichtsmaterialien und Workshops an Projektschulen begleitende Lehrerfortbildungen in Bayern, Hessen und Niedersachsen. Hinzu kommen  Veranstaltungsformate, die Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammenbringen wollen, um über Wirtschaft und Werte und ihre Bedeutung für die ökonomische Bildung von Kindern und Jugendlichen zu diskutieren.

Bei einem zweiten Projekttreffen Anfang März in Oldenburg knüpften die Beteiligten an das erste konstruktive Projekttreffen im Februar in München an und konkretisierten ihre konzeptionellen Überlegungen.

Projekttreffen im IÖB

von links unten: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski (IÖB), Michael Bauer, Eva Feldmann-Wojtachnia (beide CAP), Andrea Lachnit (PwC-Stiftung), Dr. Barbara Tham, Raphael von Müller (beide CAP), Vera Kirchner (IÖB), Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld (CAP, rechts unten)

Reihe oben, von links: Prof. Dr. Dirk Loerwald, Michael Koch, Stephan Friebel (alle IÖB)

26.02.2015

Institut für Ökonomische Bildung entwickelt mit Jugendlichen aus drei Ländern internationale Schülerfirmen

Schülerinnen und Schüler aus Bulgarien und Polen sind zusammen mit Jugendlichen der Oberschule Osternburg für eine Woche zu Gast beim Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und der Carl von Ossietzky Universität. Die insgesamt sechsunddreißig Schüler und zehn Lehrkräfte treffen sich vom 23. bis 27. Februar in Oldenburg, um Konzepte für internationale Schülerfirmen an ihren Schulen zu entwickeln. „International und unternehmerisch denken“ – das möchten wir den jungen Menschen mitgeben, so Projektleiterin Sandra Hänke.

Hintergrund ist ein EU Projekt des IÖB mit dem Projekttitel WIN² („Wirtschaftsunterricht international und handlungsorientiert gestalten“). In drei Jahren sollen an jeweils zwei bulgarischen und polnischen Schulen sowie an der Oberschule Osternburg Schülerfirmen mit internationaler Komponente entstehen. Ziel sei es, nach drei Jahren ein internetgestütztes Lehr- und Lernkonzept zum Thema „Wirtschaftsunterricht und Schülerfirmen“ anbieten zu können, um das Projekt auf eine nachhaltige Basis zu stellen, erläuterte Hänke. „Die Ergebnisse solch herausragender Projekte nutzen wir zweifach: Sie fließen in die Lehrerausbildung an der Universität ein als auch in die Weiterbildungsangebote des An-Instituts IÖB für Lehrkräfte, die bereits im Beruf sind,“ so Prof. Dr. Rudolf Schröder, Sprecher des Instituts für Ökonomische Bildung IfÖB an der Carl von Ossietzky Universität. Die Universität ist neben den beteiligten Schulen sowie polnischen und bulgarischen Bildungseinrichtungen ein Projektpartner. Schröder, der einen Lehrstuhl für Ökonomische Bildung mit Schwerpunkt Berufsorientierung innehat, möchte mit dem Projekt auch die berufliche Mobilität Jugendlicher fördern: „Internationale Projekte wie WIN² können Beiträge leisten, den Blick der Schülerinnen und Schüler für den europäischen Arbeitsmarkt zu öffnen.“

Wirtschaftslehrer Lutz Hofmann, der zusammen mit Jan Hendrik Müller von der Oberschule Osternburg an WIN² teilnimmt, zeigte sich begeistert: „In dem Projekt wird nicht nur unternehmerisches Denken mit dem Schulfach Wirtschaft verknüpft. Internationales unternehmerisches Handeln wird integriert und im Rahmen von Schülerfirmen auch gelebt. Unsere Schüler erweitern ihre Perspektive und ihr Denken“, so Hofmann.

Am ersten Tag lernten sich die Teilnehmer in der Oberschule Osternburg gegenseitig kennen. Die Jugendlichen hatten bereits Vorträge vorbereitet: „Mein Land, mein Ort, meine Schule und wir“. Danach nahmen sie am Wirtschaftsunterricht in Osternburg teil. In der KGS Rastede konnten sich die jungen Gründer ein Bild von den dortigen, bereits mehrfach ausgezeichneten Schülerfirmen machen. Seit Mittwoch steht in Workshops in der Uni Oldenburg die Gründung eigener Schülerfirmen auf dem Programm. Eine Betriebserkundung des Großhandels- und Dienstleitungsunternehmens BÄKO (Bäckerei- und Konditoreibedarf) soll helfen, Fragen zu beantworten wie: Welche Rechtsform bietet welche Vorteile? Wie gestaltet man eine Aufbau- und Ablauforganisation? Freizeitaktivitäten wie Grünkohlessen und Stadterkundung runden das Programm ab.

„Logistisch und organisatorisch ist das für uns schon eine große Herausforderung“, sagte Izabela Bieda lachend. Die aus Polen stammende wissenschaftliche Mitarbeiterin des IÖB begleitet die Gäste in dem genauestens durchgeplanten Programm. „Wenn drei Sprachen gleichzeitig gesprochen werden, muss man immer mal wieder innehalten und alle auf einen Nenner bringen“, so Bieda. „Aber alles in allem macht uns die Woche mit den hochmotivierten Lehrern und Schülern einfach nur großen Spaß.“

Kontakt: Sandra Hänke
Tel.: +49/441-361303-32, haenke@ioeb.de

Hintergrund zum EU Projekt Erasmus+ WIN² in Stichworten:

Laufzeit: Oktober 2014- Sep. 2017

Beteiligte Schulen:

  •     Deutschland: Oberschule Osternburg, Oldenburg
  •     Bulgarien: Handelsgymnasium Varna und Hristo Botev Schule Nikoalevka
  •     Polen: Gymnasium nr 3 in Biała Podlaska und Lyceum Zespół Szkół Ogólnokształcących nr 2 im. Adama Mickiewicza Biała Podlaska

Gesamtkoordination: Institut für Ökonomische Bildung gemeinnützige GmbH (IÖB)

Bildungsorganisationen, die neben den Schulen als Projektpartner beteiligt sind:

  •     das Institut für Ökonomische Bildung IfÖB, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  •     die polnische Fortbildungseinrichtung RECTUS RODN,
  •     die bulgarische Freie Universität Varna und die Startup Initiative „Start it Smart“

Prozessbegleitende Evaluation der schulcurricularen Implementierungsschritte: Wirtschaftsuniversität Wien

Foto o. links:
v.r. Lutz Hofmann, Prof. Dr. Rudolf Schröder und Sandra Hänke mit Schülerinnen und Schülern im Projekt WIN²

Foto o. rechts:
v.l. Robert Beil und Kassem Fakhro von der Oberschule Osternburg wollen eine Gründungsidee zum Thema "Wiederverkaufen und -verwerten" umsetzen

Foto unten: Gruppenfoto Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften

Fotos: IÖB

18.02.2015

Broschüre „Durchstarter“ weist Haupt- und Realschülern den Weg zu Ausbildungsplätzen

Die Wirtschaftsjunioren bei der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) haben zum dritten Mal eine Broschüre veröffentlicht, in der regionale Unternehmen um Haupt- und Realschüler werben. „Durchstarter“ haben die Wirtschaftsjunioren in Zusammenarbeit mit dem wigy e. V. erstellt, der sich für ökonomische Bildung an allgemeinbildenden Schulen einsetzt.

In der Broschüre erfahren die Schüler, welche Unternehmen speziell an Haupt- und Realschülern Interesse haben. Sie enthält konkrete Informationen, z. B. zu den Aufgaben der Unternehmen, Anzahl der Mitarbeiter, angebotene Ausbildungsberufe etc. Eine Besonderheit: In der Broschüre stehen überwiegend Auszubildende der Unternehmen als Ansprechpartner für die Bewerber bereit. Damit soll die Hemmschwelle für Schüler gesenkt werden.

Die Broschüre kann direkt unter www.wigy.de runtergeladen oder kostenlos angefordert werden (info@wigy.de).

Ein Video-Stream des Senders oeins kann hier eingesehen werden: Link zum Video-Stream