2012

12.07.2012

Voll auf Kurs bei internationalen Projekten

Innerhalb einer Woche erreichte das IÖB im Juni gleich zwei internationale Projektziele. In Polen überreichte Prof. Hans Kaminski mit Vertretern des Methodikzentrums und Bildungskuratoriums in Gorzów Wielkopolski Zertifikate an 23 Teilnehmer einer Lehrerfortbildung. Die polnischen Lehrkräfte haben sich neun Monate lang für handlungsorientierte Unterrichtsmethoden im Fach „Wirtschaft in der Praxis“ qualifiziert (Projektförderer: EWE AG Oldenburg und EWE Polska). Ebenfalls in Gorzów fiel im Comeniusprojekt „IMPULS - Grenzüberschreitende Praxiskontakte zwischen Schulen und Unternehmen“ eine wichtige Entscheidung: Im  November beginnt die 18-monatige Fortbildung in der Ehm-Welk-Oberschule in Angermünde für deutsche und polnische Lehrkräfte und parallel in der Michaelschule in Papenburg für deutsche und niederländische Lehrkräfte. Die Industrie- und Handelskammern vor Ort unterstützen die Maßnahme. Mehr Informationen: www.ioeb.de/projekte

02.07.2012

Oldenburger Bulle für Prof. Hans Kaminski

Prof. Hans Kaminski wurde am 27. Juni von Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner mit dem „Oldenburger Bullen“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung geht alle zwei Jahre an Persönlichkeiten, die sich um den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Oldenburg verdient gemacht haben. Schwandner ehrte den Wissenschaftler für seinen Einsatz, wirtschaftliche Zusammenhänge für Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Bevölkerung verständlich zu erklären. Kaminski habe sich mit vielen verantwortlichen Positionen in der Universität und durch die Vernetzung von Wissenschaft und Schule hervorgetan, nicht nur in Oldenburg und Deutschland, sondern auch in Polen, Russland und China. Mit dem wigy e.V. sei es ihm gelungen, den größten Online-Pool für Unterrichtsmaterialien im Fach Wirtschaft aufzubauen und nahezu 1000 Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. Prof. Aff, Leiter des Instituts für Wirtschaftspädagogik an der Wirtschaftsuniversität Wien, würdigte in seiner Laudatio das von Kaminski aufgebaute Institut für Ökonomische Bildung als größten Standort für die Wirtschaftlehrerausbildung an allgemeinbildenden Schulen im deutschsprachigen Raum. Der Ausgezeichnete selbst legte Wert auf die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Das größte innovatorische Potenzial in der Region ist deshalb nicht die Universität, es ist nicht die Stadt, die Region, es ist die synergeti­sche Symbiose zwischen Universität und Stadt und Region. Daraus entsteht das Potenzial, jeder für sich allein ist nicht genug.“ Informationen zum Oldenburger Bullen finden sich auf den Internetseiten der Stadt Oldenburg.

Foto: Der "Oldenburger Bulle" für Prof. Hans Kaminski

02.07.2012

„Die Geburtsfehler der Europäischen Union ausmerzen“

Bei der europäischen Krise müsse man eigentlich von drei Krisen sprechen, legte Prof. Dirk Loerwald den rund 120 Zuhörern bei der Vorlesung „1x1 der Wirtschaft“ im Garten des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) gestern dar. Neben der Bankenkrise und der Schuldenkrise sei die Zahlungsbilanzkrise besonders gewichtig, weil dazu Löhne und Preise in Griechenland wieder der Wirtschaftsleistung angepasst werden müssten. Loerwald sprach sich für eine gemäßigte, sogenannte „restriktive Rettung“ der Krisenländer aus. Auch der Konkurs eines Landes müsse in Betracht gezogen werden, wenn die Sanierung trotz öffentlicher Hilfen nicht gelinge.

Aus den Reihen der Diskutanten gab es auf der Veranstaltung von IÖB und wigy Kritik an der Transparenz politischer Entscheidungen in der EU. „Das politische System der Europäischen Union ist kaum vermittelbar, so Adolf Schröder von der Europa Union —  Europäische Föderalisten Oldenburg e. V. Schröder forderte andere Instrumente, Kompetenzen und Arbeitsformen, die der Bevölkerung verständlich kommuniziert werden sollten. Felix Thalmann, Vorstand der Neumüller Cewe Color Stiftung und zuständig für Ausland und Expansion bei Cewe Color, sieht Deutschland bei der Gestaltung der Problemfelder, z. B. der Einrichtung einer europäischen Bankenaufsicht, in einer Vorreiterrolle. „Polen und Bulgarien — alle hoffen, dass Deutschland das Ruder in die Hand nimmt bzw. in der Hand behält“, pflichtete Dieter Meyer von Europe Direct, einer Informationsstelle im Auftrag der Europäischen Kommission, ihm bei. Prof. Hans Kaminski, Direktor des IÖB, sieht die Gefahr, dass bei vielen Menschen Europa als Gedanke nicht mehr so lebenskräftig zu sein scheint. „Europa ist eine wirtschaftliche Idee, aber vor allem auch eine politische und gesellschaftliche.“

In einem Punkt waren sich gestern alle einig: Die derzeitige Krise ist nicht das Ende, sondern eine Chance für Europa. Es gelte, jetzt die Geburtsfehler auszumerzen und die Ziele von „Europa 2020“ umzusetzen, so Meyer. „Die großen Herausforderungen der Zukunft, auch ökologische Probleme, können wir nur gemeinsam lösen“, untermauerte Thalmann.

Die Vorlesungsreihe „1x1 der Wirtschaft“ ist angelehnt an eine gleichnamige Rubrik in der NWZ, in der Grundbegriffe der Wirtschaft von Prof. Hans Kaminski erklärt werden. Die Begriffe sind online verfügbar (www.ioeb.de/1x1) oder können als Broschüre in der 3. Auflage kostenlos angefordert werden (info@ioeb.de). Zu einigen Vorlesungen gibt es Skripte, die ebenfalls auf der Internetseite kostenlos downgeloaded werden können.

Mit der Idee zur öffentlichen Sommervorlesungsreihe „1x1 der Wirtschaft“ wurden IÖB und wigy im Jahr 2009 als ein „Ort im Land der Ideen“ im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Aufgrund der großen Resonanz im ersten Jahr mit vier Veranstaltungen wird die Reihe nun kontinuierlich mit zwei Veranstaltungen im Jahr fortgeführt.

Die nächste Veranstaltung findet am 20. September zum Thema Energiebildung statt. Karten werden wieder über eine Couponaktion der NWZ verlost.

Foto: Torsten von Reeken/NWZ

Das Foto zeigt v.l.: Prof. Dr. Dirk Loerwald, Adolf Schröder, dahinter der Moderator Michael Koch, Felix Thalmann, Dieter Meyer, Prof. Dr. Hans Kaminski

21.06.2012

Mit dem Newcomer in die Sommerferien

Fußball-EM, Olympische Spiele, Wimbledon, Hockenheim und die Tour de France – der diesjährige Sommer scheint ganz im Zeichen des Sports zu stehen. Deshalb beschäftigt sich auch die aktuelle, 19. Ausgabe des Newcomer mit den wirtschaftlichen Dimensionen rund um solche Events, und zwar am Beispiel Olympia. Weitere Themen sind u. a. ökonomische und ökologische Interessenskonflikte beim Bau großer Infrastrukturprojekte wie z. B. dem Flughafen Berlin Brandenburg. Außerdem geht es um die Bedeutung von Unternehmensinsolvenzen und deren wirtschaftlichen Implikationen.

Der Handelsblatt Newcomer ist eine bundesweite Wirtschaftszeitung für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse, die in Kooperation zwischen dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg und dem Handelsblatt herausgegeben wird. Kostenlose Bestellmöglichkeiten, eine englische Übersetzung und weitere Informationen finden Sie unter www.handelsblattmachtschule.de/newcomer

Der nächste Newcomer erscheint nach den Sommerferien Mitte September.