2015

19.01.2015

„Tag der ökonomischen Bildung“ für Lehrkräfte in NRW und Niedersachsen/Bremen

In diesem Jahr gibt es jeweils einen länderspezifischen „Tag der ökonomischen Bildung“ für Lehrkräfte aller ökonomisch bildenden Fächer in NRW und in Niedersachsen/Bremen. Das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Verband ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen Vöbas e. V. richten am 19. Februar von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr in der Universität Münster den 2. Tag der ökonomischen Bildung (NRW) aus. Das Thema lautet: „Ökonomische Bildung als Verbraucherbildung“. Zum 8. Tag der ökonomischen Bildung (Niedersachsen/Bremen) in der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg lädt der Vöbas e. V. am 20. März in der Zeit von 9.45 Uhr bis 15.45 Uhr ein. Im Zentrum steht die Fragestellung: „Wohlstand durch Welthandel? Aktuelle Probleme der Weltwirtschaft im Wirtschaftsunterricht“. Die Themen werden in Vorträgen, Diskussionsrunden und praxisnahen Workshopserörtert. Offener Beginn ist jeweils um 9.00 Uhr. Infos zu den Programmen und Anmeldung: www.voebas.de

 

19.01.2015

Unterricht wirtschaft + politik: China – Land der Superlative und Gegensätze

China gilt als Land der Superlative und der Gegensätze. Aber wie gut kennen wir China wirklich? Eine angemessene Sicht auf China im Unterricht bedarf multiperspektivischer Zugänge, wie Karl-Josef Burkard in seinem Artikel „China verstehen“ erläutert.

Die Unterrichtsbeiträge in diesem Heft beleuchten deshalb historische, ökonomische, politische, soziale und ökologische Aspekte. Den Schülerinnen und Schülern werden exemplarisch grundlegende Probleme verdeutlicht wie die Globalisierung von Produktion und Konsum, die Bedeutung der ökonomisch-sozialen Entwicklung für die Stabilität politischer Systeme und der Zusammenhang von Wirtschafts- und Sozialstruktur im kommunistischen China. Ebenfalls finden Sie Beiträge zum Verhältnis von wirtschaftlicher und politischer Ordnung, zu ökologischen Folgen des Wirtschaftswachstums und den Zusammenhängen zwischen demografischem Wandel, Beschäftigung und sozialer Sicherung. Die unterrichtspraktischen Vorschläge sind in der oberen Mittelstufe sowie in der gymnasialen Oberstufe einsetzbar und verwenden neben klassischen Formen der Text-, Bild- und Statistikanalyse verschiedene handlungsorientierte Formen entdeckenden Lernens.

Rezensiert wird in der aktuellen Ausgabe das Werk „Entrepreneurship Education in der ökonomischen Bildung“ von Vera Kirchner und Dirk Loerwald.

Die Zeitschrift Unterricht wirtschaft + politik 4/2014 mit dem Themenschwerpunkt „China“ ist beim Friedrich Verlag bestellbar.

 

2014

10.12.2014

Vortragsabdruck: Zuwanderungsgewinn, Zuwanderungsangst und Willkommenskultur in der Einwanderungsgesellschaft, Prof. Dr. Klaus J. Bade auf dem wigy Forum 2014

Auf dem wigy Forum am 28. November 2014 hielt Prof. Dr. (em.) Klaus J. Bade einen Vortrag zum Thema: „Zuwanderungsgewinn, Zuwanderungsangst und Willkommenskultur in der Einwanderungsgesellschaft“. Der wigy e. V. lud den renommierten Migrationsforscher als Referenten zu seiner Jahresveranstaltung ein, weil der Verein das Thema Migration und demografischer Wandel mehr in den Fokus der Zusammenarbeit zwischen Schule, Wissenschaft und Unternehmen stellen möchte.

Anknüpfungspunkte für den Verein, der sich für ökonomische Bildung an allgemeinbildenden Schulen einsetzt, sind Weiterbildungsangebote und Unterrichtsmaterialien, die sich mit der Herausforderung des demografischen Wandels für unser Wirtschaftssystem beschäftigen. Zudem will wigy durch spezielle Berufsorientierungsangebote und Praxiskontakte auch ganz konkret beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen.

Den Vortrag von Prof. Dr. Klaus J. Bade können Sie hier herunterladen:

Vortrag Prof. Dr. Klaus J. Bade – wigy Forum 2014

Mehr Informationen zum wigy e. V.:  www.wigy.de

Ein Video zur Veranstaltung können Sie hier einsehen: http://www.ioeb.de/mediathek

 

04.12.2014

wigy Forum: Zuwanderung Thema im Wirtschaftsunterricht – Migranten besser fördern

Der wigy e. V. hat sich in diesem Jahr mit seiner Jahresveranstaltung, dem wigy Forum, dem Thema Migration und Demografie verschrieben. Unter der Überschrift „BegegnungsKulturen: Unternehmen und Schulen als Teil der Einwanderungsgesellschaft begegnen dem demografischen Wandel“ begrüßte Vereinsvorstand Dr. Werner Brinker (Vorstandsvorsitzender EWE AG) am Freitag, den 28. November ca. 120 Gäste in der Oldenburgische Landesbank AG (OLB).

Die Frage nach Migration, Integration und demografischem Wandel führe unweigerlich auch zu der Frage: „Wie können Schulen und Unternehmen den komplexen Herausforderungen, die mit diesen Themen verbunden sind, begegnen?“, sagte Brinker. EWE habe bereits seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit Auszubildenden und Mitarbeitern unterschiedlichster Herkunft und Nationalität. Gleichzeitig ergreife der Konzern schon jetzt weitreichende Maßnahmen, um dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel und einer immer älter werdenden Belegschaft durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, Angebote zur Gesundheitsförderung und durch aktives Demografiemanagement zu begegnen. An der Schnittstelle zwischen Schulen und Unternehmen leiste der wigy e.V. mit Praxiskontakten und einem dauerhaft anhaltenden Know-How-Transfer einen überaus wichtigen Beitrag, von dem alle Beteiligten dauerhaft profitierten, so Brinker. „Der demografische Wandel geht an keinem Unternehmen vorbei“, sagte Hilger Koenig, ebenfalls Vorstandsmitglied beim wigy e. V. und Mitglied des Vorstands der Oldenburgische Landesbank AG (OLB). Daher müsse sich jedes Unternehmen bei Fragen der Qualifikation und Bildung auch selbst in der Pflicht sehen. Bereits seit 21 Jahren unterstützt die Regionalbank den wigy e. V. „wigy ist ein wichtiger Schlüssel, alle Schüler auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu begleiten“, betonte Hilger Koenig.

Wo genau der Ökonomieunterricht anknüpfen kann, erklärte Prof. Dr. Hans Kaminski, Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB): „Unser Wirtschaftssystem muss sich permanent den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Die Frage, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um die Folgen z. B. des demografischen Wandels zu bewältigen, muss im Wirtschaftsunterricht immer wieder neu beantwortet werden“, erklärte Kaminski. „Der Ökonomieunterricht kann Jugendliche mit Migrationshintergrund durch Berufsorientierungsangebote und Praxiskontakte auch ganz konkret beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen“, versicherte der Bildungsexperte.

Mit Blick auf die niedersächsische Wirtschaft und die Region ging Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft, der Frage nach, wie man Unternehmen „demografiefest“ machen kann. „Unternehmen müssen sich künftig viel stärker darauf konzentrieren Fachkräfte zu binden und zu finden, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Das schließt Fachkräfte mit Migrationshintergrund ein, deren Erwartungen sich nicht mehr nur auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz beschränken. Vielmehr muss es auch darum gehen, durch eine Vielzahl von Maßnahmen, auch unter Einbeziehung der Familienangehörigen, eine echte Integration zu bewirken“, so der Minister a. D.

In einem Fachvortrag gab der Migrationsforscher und Publizist Prof. Dr. Klaus J. Bade ein detailliertes Bild von Einwanderern. Er ging auf Probleme wie Zuwanderungsangst, Chancen wie Fachkräftegewinnung und Willkommenskultur ein – Willkommenskultur im Sinne chancengleicher Teilhabe an den zentralen Bereichen gesellschaftlichen Lebens, vor allem dem Arbeitsmarkt.

Das Projekt BildungsPaten stellte Yasemin Kocatas von der Stadt Oldenburg, Agentur :ehrensache, vor. Im BildungsPatenprojekt unterstützen ehrenamtlich tätige Personen Grundschulkinder individuell in ihrer persönlichen, vor allem schulischen Entwicklung. Ziel ist, dass die Kinder gleiche Bildungserfolge erzielen wie Kinder aus bildungsnahen und ökonomisch besser gestellten Familien. Eine Handreichung zum Bildungspatenprojekt wird von Mitarbeitern des IÖB verfasst und von der Stadt Oldenburg herausgegeben. Sie gibt Paten, Eltern und Schulen Informationen darüber, wie die unterschiedlichen Personengruppen zusammen­arbeiten und so einen Bildungsbeitrag für die Kinder leisten können.

Die Teilnehmer diskutierten die vielschichtige Thematik nach dem Forum auf dem Empfang der OLB ausgiebig weiter. Das musikalische Rahmenprogramm bot die Big Band vom Neuen Gymnasium Oldenburg.

Bild oben links, v. l.: Prof. Dr. Hans Kaminski, Institut für Ökonomische Bildung (IÖB), Dr. Joachim Peters, Vorstand wigy e. V., Prof. Dr. (em.) Klaus J. Bade, Migrationsforscher und Publizist, Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender wigy e. V., Dr. Margareta Brauer-Schröder, Vorstand wigy e. V., Martina Raker, Leiterin der Geschäftsstelle wigy e. V.,
Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft GmbH, Dr. Jörg Bleckmann, Hilger Koenig, (beide Vorstand wigy e. V.)

Fotos: wigy/Thorsten Ritzmann