Förderpreis „Ökonomie in Schulen 2011“

Preisverleihung im Wettbewerb Ökonomie in Schulen am 14. März 2012

Einladung und Programm

 

Die Ausschreibung

 

Niedersächsische Realschulen stehen vor einer großen Herausforderung. Ab 1.8.2011 wird das neue Profil Wirtschaft in den Klassen 9 und 10 eingeführt. Zusätzlich zu dem in der Regel zweistündigen Unterrichtsfach Wirtschaft können Schülerinnen und Schüler ihr ökonomisches Wissen in einem zwei- oder vierstündigen Profil Wirtschaft vertiefen.

Dieser Wettbewerb der Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten (Stiftung Nord-West) soll für Ihre Schule ein Ansporn sein, das eigene Planungskonzept für das Profil Wirtschaft vorzustellen. Niedersachsens Kultusminister Dr. Bernd Althusmann hat die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen.

Überzeugen Sie uns, wir möchten Sie gerne unterstützen, das Fach und Profil Wirtschaft weiter auszubauen.

Wer kann teilnehmen?

Anlässlich der Einrichtung des Profils Wirtschaft einmalig in 2011 nur die Schulform Realschule im Nordwesten Niedersachsens, d. h. nördlich der Autobahn A1 von Hamburg bis Vechta und nördlich einer Linie von Vechta bis Papenburg.

Was wird gefördert?

Bewertet und prämiert werden die besten Planungskonzepte für das neue Profil Wirtschaft mit möglichst sämtlichen folgenden Elementen:

  • Inhaltlich soll eine individuelle schulische Konzeption vorgestellt werden, mit der die Bewerberschule plant, ein zwei- bzw. vierstündiges Profil Wirtschaft einzurichten und umzusetzen.
  • Die Schule, die ein vierstündiges Profil plant und die Möglichkeit nutzen will, über eine Schülerfirma einen Teil der Kompetenzen abzudecken, hat die konzeptionelle Stellung der Schülerfirma im Profil deutlich zu beschreiben.
  • Personalpolitisch muss aus den Wettbewerbsbeiträgen deutlich werden, dass die Konzepte durch Personalentscheidungen, Personalentwicklung und Qualifizierung sowie kollegiale Beratung und Langfristigkeit angelegt sind.
  • Kommunikationspolitisch muss der Wettbewerbsbeitrag aufzeigen, wie die Konzepte zur Förderung der ökonomischen Bildung schulintern und gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert und dokumentiert werden.

Die Bewerbung soll die oben genannten 4 Punkte berücksichtigen und 10 Seiten nicht überschreiten, illustrierende oder ergänzende Anlagen sind möglich.
 

Einige Beispiele:

  • Sie verknüpfen das Kerncurriculum Wirtschaft mit den Vorgaben für das Profil Wirtschaft und zeigen dies auf, indem Sie uns z. B. Übersichten über Ihre Halbjahres- und Ganzjahresplanungen einreichen und dafür didaktische Begründungen liefern.
  • Sie nutzen die erhöhten Stundendeputate, indem Sie z. B. methodische Großformen wie die Projektmethode oder Schülerfirmen in den Unterricht zum Profil integrieren. Dabei zeigen Sie auf, wie durch diese Methoden die erforderten Kompetenzen auch tatsächlich abgedeckt werden sollen.
  • Sie beziehen externe Partner in den Unterricht mit ein, um beispielsweise regionale Branchen, den regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt oder die Infrastruktur der Region zu ermitteln, zu analysieren und zu erkunden.
  • Sie zeigen uns innovative Ansätze und Methoden, wie Sie ganz neue Inhalte zur ökonomischen Bildung, die erst zum Profil eingeführt wurden, in Ihrer Schule umsetzen. Ein Beispiel wären Inhalte zur finanziellen Allgemeinbildung.
  • Sie haben schulinterne Fortentwicklungskonzepte integriert, Sie bilden Ihre Lehrkräfte systematisch fort und stellen so die Nachhaltigkeit des Unterrichts – insbesondere im Bereich Wirtschaft – sicher.

Was kann man gewinnen?

  • Preisgelder von insgesamt 15. 000 Euro für schulische Ausstattung und Projekte im Sinne des Förderpreises - das Preisgeld wird auf maximal drei Wettbewerbsteilnehmer verteilt
  • Eintägige Weiterbildung zum Profil Wirtschaft für die ersten beiden Preisträger
  • Präsentation des Siegerkonzeptes in einer hochwertigen öffentlichen Veranstaltung

Wer prämiert?

Die Jury setzt sich aus Experten der folgenden Institutionen zusammen:

  • Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten
  • Institut für Ökonomische Bildung
  • Informatik Institut OFFIS

Termine

Teilnahmebekundung erwünscht. Einreichfrist: 15. November 2011

Es gilt das Datum des Poststempels.


Einreichung postalisch an:

Lutz Bauermeister
Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten
Wirtschaftsverbände
Bürogemeinschaft Wilhelmshaven
Virchowstraße 21
26382 Wilhelmshaven
Telefon: 04421 1 393910
E-Mail: lbauermeister@awv-whv.de

Inhaltliche Rückfragen an:
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski
Dr. Claudia Verstraete
Institut für Ökonomische Bildung (IÖB)
Bismarckstraße 31
26122 Oldenburg
Telefon 0441 361303-13
kaminski@ioeb.de
verstraete@ioeb.de
 

Hintergrund

Die Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten (Stiftung Nord-West) hat sich das Ziel gesetzt, die Bildung von Schülerinnen und Schülern in Ökonomie und Informatik nachhaltig zu verbessern. Im Wechsel richtet die Stiftung deshalb die Wettbewerbe „Ökonomie und Informatik in Schulen“ aus, in 2011 ist es der Wettbewerb „Ökonomie in Schulen“. In 2012 wird wieder der Förderpreis "Informatik in Schulen" ausgeschrieben.


Rückblick

Preisverleihung "Ökonomie in Schulen" am 1. März 2010

Die Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen hat am 1. März 2010 zwei Oldenburger Schulen mit dem Förderpreis „Ökonomie in Schulen 2009“ ausgezeichnet. Das Gymnasium Cäcilienschule gewann zusammen mit der Haupt- und Realschule Osternburg den ersten Platz des Förderpreises für schulische Konzepte zur ökonomischen Bildung. Die beiden Preisträger überzeugten bei dem im Nordwesten ausgeschriebenen Wettbewerb, weil sie den Wirtschaftsunterricht fest im schulischen Gesamtkonzept verankert haben. Jeweils eine Delegation aus Lehrern und Schülern nahmen den Preis im PFL Oldenburg entgegen. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert, d. h. jeder der Preisträger erhielt 7.500 €.

„Wir freuen uns, dass unser Konzept zur vorberuflichen Bildung und Erziehung als ein Schwerpunkt unseres Wirtschaftsunterrichts ausgezeichnet wird. Mit diesem Profil gestalten wir einen nahtlosen Übergang von der Schule in die Berufsausbildung“, sagte Schulleiter Werner Kähler von der Haupt- und Realschule Osternburg. Das Gymnasium Cäcilienschule wurde ausgezeichnet, weil „das Gesamtangebot an Wirtschaftsunterricht bei weitem das übliche Angebot überschreitet“, erklärte Prof. Hans Kaminski vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) in seiner Laudatio. Kaminski war Mitglied der Jury und für die inhaltliche Konzeption des Wettbewerbes verantwortlich.

Man wolle mit dem Wettbewerb „Leuchttürme“ setzen, erklärte Dr. Valentin Jug, Vorstandsvorsit-zender der Stiftung. Die ausgezeichneten Schulen böten Orientierung, wie man die systematische Verankerung wirtschaftlicher Allgemeinbildung angehen könne. Festredner Dr. Dieter Hundt pflichtete ihm bei: „Wirtschaft muss ein eigenständiges Schulfach an allen weiterführenden Schulen werden.“ Mit Wirtschaft als Pflichtfach an Haupt- und Realschulen sei Niedersachsen anderen Bundesländern einen großen Schritt voraus. Fächerverbünde, wie es sie auch in anderen Bundesländern gäbe, etwa „Wirtschaft und Recht“ oder „Arbeit, Wirtschaft, Technik“, seien nur eine Teillösung. Sie garantierten kein verbindliches Zeitkontingent und keine umfassende Ausbildung von Fachlehrkräften, so Hundt.

Grußworte zur Auszeichnung sprachen Gerhard Lange, Abteilungsleiter Berufliche Bildung im nie-dersächsischen Kultusministerium und Rita Schilling, erste Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg. "Ich bin froh und stolz, dass Ökonomische Bildung in unserer Stadt diesen Stellenwert und diese Qualität besitzt", freute sich Schilling über die  Auszeichnung.

Weitere drei Schulen aus dem Nordwesten erhielten jeweils tausend Euro für ihr Engagement im Bereich des Wirtschaftsunterrichts. Der Preis „Ökonomie in Schulen“ findet im jährlichen Wechsel mit „Informatik in Schulen“ statt, der in 2010 inhaltlich vom Oldenburger Informatik Institut OFFIS begleitet wird. Unterstützt wird der Förderpreis durch die Schirmherrschaft von Elisabeth Heister-Neumann, Kultusministerin des Landes Niedersachsen.

Die Rede von Arbeitgeberpräsident Dr. Hundt können Sie hier downloaden.

Die Preisträger: Schüler und Lehrer des Gymnasiums Cäcilienschule und der Haupt- und Realschule Osternburg

Durch die Preisverleihung führte Lutz Bauermeister, geschäftsführendes Vortstandsmitglied der Stiftung Nord-West.

Laudator Prof. Dr. Hans Kaminski (IÖB)

Festredner Dr. Dieter Hundt, Arbeitgeberpräsident