15. Juli 2014
Presseartikel

Abbrüche in Studium und Ausbildung vermeiden

Berufsorientierung in den Schulunterricht integrieren, um die Abbrecherquote beim Übergang in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu senken - dieses Ziel verfolgt Prof. Dr. Rudolf Schröder, Hochschullehrer und Leiter der Abteilung Beufs- und Studienorientierung am Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) der Universität Oldenburg.  (...)

Gemeinsam mit der Oldenburgischen IHK sowie Vertretern aus Schule, Wirtschaft und Berufsberatung entwickelte Schröder daher einen Leitfaden, den Schulen bestellen oder im Internet herunterladen können. Für eine verbesserte Berufs- und Studienorientierung speziell an Gymnasien entwarf der ehemalige Leiter eines beruflichen Gymnasiums das Konzept "BOGn", das bereits 3000 Schülerinnen und Schüler durchlaufen haben. (...)

Bundesweit handelt es sich um die einzige Stiftungsprofessur in diesem Bereich - mit Strahlkraft: Schulen in Bremen und Brandenburg haben Schröders Konzept bereits übernommen.

10. Juli 2014

Orientierung für den Zukunftsweg

Ein Projekt zur Berufs- und Studienorientierung hilft den Schülern der Oberschule Rockwinkel bei der schwierigen Entscheidung des Berufsweges. Sie erhalten unter anderem gezielte Information über einzelnen Berufsfelder.

Was möchte ich werden? Diese Frage muss sich jeder Schulabgänger irgendwann einmal stellen. Das Projekt Berufs- und Studienorientierung (BOGn) hilft Schülern der Gymnasialen Oberstufe dabei, sich in dem Dickicht des Arbeitsmarktes und der Berufsmöglichkeiten zurechtzufinden. An der Oberschule Rockwinkel, eine von zwei Modellschulen, die sich für das Projekt in Bremen qualifiziert haben, fand jetzt der zweite Projekttag statt.

Entwickelt wurde BOGn vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) der Universität Oldenburg. Die Oberschule Rockwinkel führt das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut sowie der Agentur für Arbeit Bremen und Bremerhaven bereits zum zweiten Mal durch.

„Das Projekt motiviert die Schüler zuerst, sich selbst zu hinterfragen, was ihre Fähigkeiten und Berufswünsche sind“, erklärt Rebecca Stabbert von der Universität Oldenburg. „Im zweiten Schritt werden den Jugendlichen gezielte Informationen über einzelne Berufsfelder gegeben. Sie erfahren zum Beispiel in welchen Berufen sich ihre Interessen wiederfinden.“ (...)

Sich für einen Beruf beziehungsweise einen Studiengang zu entscheiden ist heute laut Stabbert um ein Vielfaches schwieriger als noch vor 14 Jahren. „Anfang 2000 gab es bundesweit noch etwa 300 Studiengänge“, berichtet sie. Heute gebe es um die 16 000 Bachelor- und Masterstudiengänge. „Die Studiengänge sind jetzt viel ausdifferenzierter. Heute spezialisiert man sich häufig schon vor dem Eintritt ins Berufsleben auf einen Bereich.“ (...)

2. Juli 2014
Presseartikel

Pflicht statt Kür

Für die angehenden Lehrer ist es ein Spagat: Sie sollen später ihren Schülern helfen, den richtigen Beruf zu finden und diese fit dafür machen. Dabei werden sie selbst nie in der Wirtschaft tätig sein. Umso wichtiger, dass sie in ihrer eigenen Ausbildung darauf vorbereitet werden. Deshalb ist Klaus-Hermann Dyck, Partner der Wirtschaftsprüfung und Beratung EY, an einem Junitag an die Pädagogische Hochschule (PH) Ludwigsburg gekommen. 30 angehenden Wirtschaftslehrern will er im Rahmen der Handelsblatt-Initiative
„Mitarbeiter machen Schule“ zeigen, wie sie Wirtschaftspraxis in den Unterricht bringen. (...)

“Dass es diesen Kurs an der Hochschule überhaupt gibt, liegt an den Plänen der baden-württembergischen Landesregierung, 2016 ein neues Schulfach in allen Schulformen einzuführen. (...)

„Ein Schulfach Wirtschaft ist absolut notwendig, weil die jungen Leute viel zu wenig über ökonomische Zusammenhänge wissen“, sagt auch Wirtschaftsprüfer Dyck. Das sieht Hans Kaminski genauso, Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung in Oldenburg. Er plädiert für ein echtes Schulfach Wirtschaft – aber nicht um des Schulfachs Willen. „Wenn Sie auf Dauer und nachhaltig ein Thema in den Schulen verankern wollen, geht das nur über ein Schulfach“, sagt er. Ohne das gäbe es auch keine Fachausbildung an den Hochschulen. Das war einmal Konsens in Deutschland. Für das Schulfach hatten sich im August 2000 Eltern, Lehrer, Wissenschaftler, Arbeitgeber und Gewerkschaften in einem Memorandum ausgesprochen. Beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) etwa ist man nun aber überzeugt, dass ein Fach zur Zersplitterung der Stundentafel beiträgt. Hinzu kommt: Der DGB sieht in den von der Wirtschaft vorgelegten Standards für das Fach keinen interdisziplinären Ansatz mehr, dafür eine rein neoliberale Auslegung. Forscher Kaminski hat andere Eindrücke gewonnen: „Ein Blick in die Lehrpläne des Faches Wirtschaft zeigt, dass die politische und soziale Dimension sehr wohl vertreten ist. Der Fachname macht doch noch lange nicht den Inhalt aus.“ (...)

28. Juni 2014
Presseartikel

Argumente im Streit um Autobahn & Co.

Fast alle Wirtschaftsexperten sind sich sich einig: Für weiteres Wachstum muss die Infrastruktur – Verkehrswege, Stromleitungen – ausgebaut werden. Doch dies ist höchst umstritten, wie auch die Konflikte in der Region etwa um Autobahnpläne (A 20) oder den Bahnausbau zeigen.

Dieses aktuelle Thema greifen das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und die Wirtschaftsbildungsinitiative wigy (beide Oldenburg) auf. Sie richten ihre nächste Veranstaltung zur Reihe „1x1 der Wirtschaft“ am 18. Juli im Park der Gärten in Bad Zwischenahn aus. (...)

Titel der Veranstaltung: „Konfliktfall Infrastruktur – Verkehrs- und Netzausbau im Nordwesten“.

Dafür wurden prominente Referenten gewonnen: Dies sind Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, sowie Daniela Behrens, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Mit ihnen diskutieren Susanne Grube, Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Ammerland, und Felix Jahn, Geschäftsführer für Verkehr bei der Oldenburgischen IHK. Damit sind die wichtigen Positionen in den aktuellen Diskussionen vertreten – das bedeutet Einschätzungen aus erster Hand. (...)

25. Juni 2014
Presseartikel

Im Park der Gärten über Infrastruktur diskutieren

Vielerorts sorgen Pläne zum Ausbau der Infrastruktur für Ärger. Da geht es etwa an der Küste um die Autobahn A 20, in Oldenburg um die Eisenbahn oder in mehreren Landkreisen um neue Stromtrassen. Passend dazu bieten das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und die Wirtschaftsbildungsinitiative wigy ihre nächste Veranstaltung zur Reihe „1x1 der Wirtschaft“ am 18. Juli an. Titel: „Konfliktfall Infrastruktur – Verkehrs- und Netzausbau im Nordwesten“ (...)

Mitzumachen lohnt sich: Das IÖB hat für den 18. Juli prominente Referenten gewonnen: Dies sind Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Daniela Behrens, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Mit ihnen diskutieren Susanne Grube, Vorsitzende der BUND Kreisgruppe Ammerland, und Felix Jahn, Geschäftsführer für Verkehr bei der Oldenburgischen IHK. (...)

20. Juni 2014
Presseartikel

Tür für Türkei nicht schließen

Die Integration der Türken in Deutschland weiter vorantreiben, die Beziehungen zwischen beiden Ländern intensivieren und dabei trotz der Kritik an der aktuellen Regierung auch die EU-Perspektive nicht aus den Augen verlieren – dafür hat Vural Öger am Donnerstag in Oldenburg plädiert. „Integration ist keine Frage von Paragrafen, sondern Gefühlssache“, sagte der deutsch-türkische Unternehmer und Reise-Pionier bei der Sommervorlesung „1x1 der Wirtschaft“ im Garten des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB).

(...) Noch nie sei die Integration so weit vorangeschritten wie heute, meinte Öger und verwies dabei auf „Vorbilder“, wie Fußballer Mesut Özil oder Regisseur Fatih Akin, aber auch auf das wirtschaftliche Engagement mit 50 000 türkischen Firmen in Deutschland.

Zugleich betonte er, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen noch nie so intensiv waren wie heute. Er hob hervor dass der Türkei unter der AKP-Regierung ein „beispielloses Wirtschaftswachstum“ gelungen sei.

Gleichzeitig habe die Regierung zuletzt in Sachen Menschenrechte den falschen Weg eingeschlagen. „Menschenrechte sind mir wichtiger als den größten Flughafen der Welt zu bauen“, sagte Öger. Aufgrund dieser Situation „kann man die jetzige Türkei, so wie sie ist, auch nicht in die EU aufnehmen“.

Dennoch mahnte er, dass man die EU-Tür nicht schließen dürfe, denn die Türkei sei ohne Zweifel ein europäisches Land. (...)

„Die Türkei ist ein europäisches Land“, betonte auch EWE-Vorstandschef Dr. Werner Brinker, dessen Unternehmen seit Jahren in der Türkei aktiv ist, in der anschließenden Diskussion. Entscheidend sei, dass die Kulturen zusammenwachsen, und hier sei die Wirtschaft häufig Vorreiter.

Aygül Özkan, niedersächsische Landtagsabgeordnete (CDU) und frühere Ministerin für Soziales, berichtete, dass das Engagement deutscher Unternehmer in der Türkei auch vor dem Eindruck des dortigen Dauerwahlkampfs ins Stocken geraten sei. „Wir dürfen die Türkei nicht fallen lassen“, mahnte sie. Gerade in der jetzigen Zeit sei es wichtig, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Und mit Blick auf die Integration in Deutschland gebe es vor allem einen Schlüssel: „Entscheidend ist Bildung, Bildung, Bildung.“

17. Juni 2014
Presseartikel

Weiteres 1x1 im Park der Gärten

Das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg kündigt für diesen Sommer eine weitere Diskussionsveranstaltung aus der Reihe „1 x 1 der Wirtschaft“ an – und diesmal an einem besonders attraktiven Ort, dem „Park der Gärten“ in Rostrup (Kreis Ammerland). Details (auch zu den Referenten) werden gegen Ende der Woche mitgeteilt. Fest steht aber bereits: Die Eintrittskarten für die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 18. Juli werden – wie üblich – von der NWZ-Wirtschaftsredaktion verlost. (...)

6. Juni 2014
Presseartikel

Orientierung im Gewirr Europas

Europa ist für viele Menschen ein scheinbar undurchschaubares Gewirr von Institutionen und Organisationen. Dass Europa aber viel mehr sein kann und denen viele Chancen bietet, die gelernt haben, sich in dem Gewirr zu orientieren, wurde am Donnerstag auf einer Tagung im Hause der „Nordwest-Zeitung“ deutlich.

(...) Veranstalter war das Oldenburger Institut für ökonomische Bildung (IÖB), dessen Direktor Professor Dr. Hans Kaminski in seiner Begrüßung das Ziel der Tagung zusammenfasste: „Wir wollen einen Beitrag leisten, dass man sich im Gewirr verschiedener Schulen und Organisationen nicht verläuft.“

Hintergrund der Tagung war das dreijährige EU-Projekt „Impuls“ (Implementierung von Praxiskontakten in Unternehmen für Lehrer und Schüler). Im einzelnen ging es dabei um die schulpolitischen Rahmendaten grenzüberschreitender Praxiskontakte, die Vorteile regionaler Mehrsprachigkeit in Grenzgebieten sowie die Bedeutung grenzüberschreitender Ausbildungsinitiativen.

Jede Schule habe Impulse bekommen, eigene Konzeptionen für die Berufsorientierung zu entwickeln sowie die vorhandenen mit grenzüberschreitenden Schule-Wirtschaft-Kontaktern zu erweitern, zog Organisatorin Sandra Hänke die Tagungsergebnisse zusammen. (...)