31. Mai 2013
Presseartikel

Verwirrung um "soziale Gerechtigkeit"

1X1 DER WIRTSCHAFT Professor Apolte: Widersprüchliche Studien – Am 25. Juni Diskussion beim IÖB

Für den Münsteraner Experten ist klar: Wichtig sind Konzepte zur Chancen- und Bildungsgerechtigkeit.
VON RÜDIGER ZU KLAMPEN

OLDENBURG – Hinter dem Begriff der „Sozialen Gerechtigkeit“ verberge sich eine Vielzahl oft widersprüchlicher Aussagen. Meist gehe es um gerechte Löhne,  Einkommen, Steuern, Sozialbeiträge oder Sozialleistungen oder umSach- und Geldvermögen. „Entsprechend stößt man auf eine verwirrende Vielfalt von Studien, mit denen sich je nach Standpunkt fast schon beliebige Urteile zur sozialen Gerechtigkeit scheinbar objektiv belegen lassen“, sagte Professor Thomas Apolte, Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse an der Universität Münster, dieser Zeitung.

(...) Man wolle „ein wenig Ordnung in die Diskussion bringen und zeigen, warum Teilnehmer an Diskussionen um soziale Gerechtigkeit so häufig – und je nach medialem Format nicht selten auch lautstark – aneinander vorbeireden und dabei verdecken, dass sie in ihren  grundlegenden Wertungen oft gar nicht weit auseinander liegen“, sagte Apolte. (...)

(...) Bei der Lösung der Problematik komme man an Konzepten zur Chancen- und Bildungsgerechtigkeit nicht vorbei. An der Diskussionsrunde nehmen ferner teil: Prof Dirk Loerwald (Uni Oldenburg/IÖB), Markus Paschke (Regionalgeschäftsführer DGB) sowie Dr. Karsten Tech  (Arbeitgeberverband Oldenburg).

25. Mai 2013
Presseartikel

Im Garten über soziale Gerechtigkeit diskutieren

„Soziale Gerechtigkeit“ ist zum großen Thema geworden. Doch welche Entwicklungen verbergen sich dahinter? Dieses Thema greifen das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und die Wirtschaftsbildungsinitiative Wigy in ihrer Reihe von sommerlichen Gartenvorlesungen „1x1 der Wirtschaft“ auf, und zwar am 25. Juni ab 17.30 Uhr. Titel: „Von Tellerwäschern und Millionären. Was bedeutet soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft?“ (...)

Wie üblich gibt es im IÖB-Institutsgarten zunächst ein Einleitungsreferat. Dies hält Professor Thomas Apolte, Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse (Uni Münster).

Danach diskutieren unter anderem Prof. Dirk Loerwald, Leiter des Bereichs Schulpraxis und Unterrichtsforschung im IÖB und Professor für Ökonomische Bildung an der Uni Oldenburg, sowie Markus Paschke, DGB-Geschäftsführer für die Region Oldenburg/Wilhelmshaven, und Dr. Karsten Tech (Stellv. Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Oldenburg).

25. Mai 2013

Interview: "Wir brauchen ein Schulfach Wirtschaft"

Warum gibt es in den Schulen noch kein Fach Wirtschaft oder Finanzen?

Dass ökonomische und finanzielle Bildung heutzutage zur Allgemeinbildung gehört, wird mittlerweile von keiner Seite mehr ernsthaft bestritten. Aber es gibt immer wieder eine Diskussion darüber, wie die Wirtschaftsthemen am besten in den Schulen untergebracht werden sollen. (...)

Was heißt das konkret?

Lange gab es ökonomische Bildung nur an den Berufsschulen. Das hat sich mittlerweile geändert, aber in jedem Bundesland ist es anders geregelt. (...)

(...)

Sollten Banken und Versicherungen denn auch in die Schulen gehen?

Gute Praxiskontakte zwischen Schulen und Unternehmen sind wichtig, damit moderner Wirtschaftsunterricht nicht nur reine Theorie ist.

Ist das nicht eher Werbung als Bildung?

Nein, meine Erfahrung zeigt, dass das die Ausnahme ist. Wir brauchen allerdings fachlich fundiert ausgebildete Lehrer, die im Einzelfall entscheiden können, welches Unterrichtsmaterial sie einsetzen oder ob sie einen Experten einladen. Sie können dann auch korrigierend eingreifen, sollte ein Unternehmer versuchen, die Schüler einseitig zu beeinflussen. Aber nur, wenn es ein entsprechend etabliertes Fach gibt, findet die Lehrerausbildung für Wirtschaftsthemen auch an den Universitäten statt.

Dirk Loerwald (38) ist Professor für ökonomische Bildung an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg und hat in Wirtschaftsdidaktik promoviert. Mit ihm sprach Frederike Roser.

24. Mai 2013

Interview: Energie = Schulstoff

(...) Warum ist Energiebildung wichtig?

Die Energiewende ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen für die kommenden Generationen. Und sie hat nicht nur eine technische Dimension, sondern auch eine soziale und ökonomische: Wie bleibt Energie bezahlbar? Wie wirken sich politische Maßnahmen aus? Die Zusammenhänge kann man ohne Wirtschaftswissen überhaupt nicht verstehen. Gerade beim Thema Energie gibt es viel Popularismus in öffentlichen Diskussionen.

(...) Ist es schwierig, Schüler für das Thema zu begeistern?

Keineswegs, Jugendliche haben eine emotionale Nähe  zum Thema. Sie interessieren sich für Ökologie und Klimawandel. Und das hat viel mit Energie zu tun.

Ist das Thema Energie ausreichend in den Schulen verankert?

In den Naturwissenschaften beschäftigt man sich schon lange mit Energie, die wirtschaftliche Dimension geht aber oft unter. (...)

Was ist die Lösung? Ein Fach Energiewirtschaft?

Nein. Die Schüler haben bereits genug Stoff zu bewältigen. Wir brauchen kein zusätzliches Fach, sondern müssen die Themen besser in die bestehenden Fächer integrieren. Am besten in Wirtschaft oder Politik. Viele ökonomische Zusammenhänge kann man auch an Energiethemen erkennen und veranschaulichen.

(...) Unterstützen Sie die Schulen?

Wir haben hier an der Uni Oldenburg das Thema Energie in die Lehrerausbildung im Fach Öknomische Bildung integriert. Außerdem stellt das Institut Schulen Lehrmaterialien zur Verfügung und bietet Fortbildungen für Lehrer an. Eine wichtige Rolle spielen aber auch Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen. Theorie und Praxis lassen sich so besser miteinander verknüpfen.

(...)

16. Mai 2013
Presseartikel

Beliebtes 1x1 der Wirtschaft

Auch 2013 setzen das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und die Wirtschaftsbildungsinitiative Wigy (Oldenburg) ihre Gartenvorlesung „1x1 der Wirtschaft“ fort. Dazu IÖB-Direktor Prof. Hans Kaminski.

VON RÜDIGER ZU KLAMPEN

(...)

FRAGE: Warum zum Auftakt am 25. Juni das Thema Soziale Gerechtigkeit?

KAMINSKI: Es gibt wohl kaum einen Begriff, der inflationärer verwendet wird als die soziale Gerechtigkeit. Aber was ist damit gemeint? Wir sprechen von Chancen-, Bildungs-, Steuer-, Leistungsgerechtigkeit und vieles mehr. Gegenwärtig hantieren alle Parteien mit dem Begriff. Deshalb schien es uns notwendig, zu versuchen, den Begriff einmal zu differenzieren und für die Bevölkerung näher verständlich zu machen, zumal die wirtschaftlichen Verhältnisse von vielen Menschen als ungerecht  empfunden werden.

(...)

11. Mai 2013

Kooperative Gesamtschule - Neuntklässler diskutieren über Globalisierung

Rastede

Einen Vortrag über das Thema "Globalisierung" hielt am Mittwoch Christian Kämmer von der Popken Fashion Group in der Kooperativen Gesamtschule Rastede. Dieser "Praxiskontakt" war Bestandteil  der Aktion "20 Unternehmerinnen und -unternehmer in Schulen" des Vereins wigy. (...)

(...) Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins bestreiten nun  20 Unternehmen, die Mitglied im wigy sind, mit den Lehrkräften jeweils eine Unterrichtsstunde in Schulen.

(...) Auf der Basis der unterrichtlichen Vorkenntnisse der Schüler entstand ein angeregtes Gespräch.

11. Mai 2013

Unternehmen besuchen Schulen

OLDENBURG/WI – Ein ungewöhnliches Projekt hat jetzt der Oldenburger Verein Wigy gestartet. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins, der sich für den  Wirtschaftsunterricht an allgemeinbildenden Schulen einsetzt, bestreiten nun 20 Vertreter aus regionalen Unternehmen, die Mitglied im Wigy e.V. sind, in Abstimmung mit
den Lehrkräften jeweils eine Unterrichtsstunde in Schulen. (...)

Zum Auftakt in dieser Woche besuchten Gerrit Sander von der Treuhand Oldenburg in der Cäcilienschule den Wirtschaftslehrekurs der Jahrgangsstufe zehn und Christian Kämmer (Popken Fashion Group) den  Wirtschaftsunterricht in der neunten Klasse des Gymnasialzweigs der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede. An der Aktion, die bis Juni läuft, beteiligen sich in den nächsten Wochen u.a. auch IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Peters, Dr. Werner Brinker (EWE), Hilger Koenig (OLB), Ulrich Gathmann (Nordwest-Zeitung) und Sabine Hinrichs (Büfa). (...)

Für das Projekt reiche das Spektrum über alle Schulformen, heißt es bei Wigy. Interessenten könnten sich unter Tel. 0441/361303-30 melden.

29. April 2013

Lehrer lernen Berufe kennen und lehren

BOGn – Berufs- und Studienorientierung an Gymnasien, Online-Lehrgang für Lehrer

(...) Diesem Publikum stellte die IHK ihr Qualifizierungsangebot für Lehrkräfte vor: den neu eingeführten Seminarkurs zur Berufs- und Studienorientierung an Gymnasium (BOGn) in Brandenburg. Gemeinsam mit dem Institut für Ökonomische Bildung Oldenburg wird ein Instrument angeboten, das die Entwicklung entsprechender Curricular befördert. Damit soll der Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Propädeutik und Berufs- und Studienorientierung mit lebensnahen und praxisnahen Inhalten geschlossen werden.

(...) Durch BOGn werden die Jugendlichen nicht nur über die vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern informiert. Sie sollen auch hinsichtlich einer möglichst selbst gesteuerten Berufs- und Studienwahl gefördert werden. (...)

Den Lehrkräften wird das Grundlagenwissen zur Berufs- und Studienorientierung vermittelt, sie erarbeiten ihr eigenes Schulkonzept und bereiten die praktische Umsetzung des Konzeptes an der eigenen Schule vor.

Autor: IHK/Pedro Braun