19. Dezember 2013
Presseartikel

Oldenburger Anstoß für mehr Wirtschaftsunterricht

20 Jahre Einsatz für ökonomische Bildung an Schulen: Der in Oldenburg ansässige Verein wigy (ursprünglich "Initiative Wirtschaft und Gymnasien") beging sein Jubiläum mit einem Forum in der Oldenburgischen Landesbank (OLB). Die IHK hat die Initiative gemeinsam mit Prof. Dr. Hans Kaminski vom Institut für ökonomische Bildung (IÖB) vorangetrieben. Das IÖB begleitet den Verein seit dessen Gründung wissenschaftlich. (...)

wigys größter Schatz: eine Internetdatenbank, auf die Lehrer zugreifen und die teils mit tagesaktuellen Themen gefüttert wird. Es gebe einen großen Fortbildungsbedarf und viele engagierte Lehrer, so Hilger König, Generalbevollmächtigter der OLB und wigy-Vorstand. Diesen Lehrern wolle man helfen, Wirtschaft erlebbar zu machen.

EWE-Chef Dr. Werner Brinker rief als Vorstandsvorsitzender von wigy die Unternehmen zur Unterstützung des Vereins auf. Die Förderung liege im Interesse der Wirtschaft, betonte er. Und es gebe noch viele gute Ideen, den Wirtschaftsunterricht zu fördern.

27. November 2013

Die richtigen Wegweiser zum Traumberuf

Was ein technischer Konfektionär oder die biologisch-technische Assistentin im Job somacht? Die meisten Schüler wissen das nicht. Woher auch? Eltern und Freunde kennen viele Berufe ja auch nicht. Und Lehrer, die als Abiturienten von der Schule direkt an die Hochschule und von dort als Referendar wiederum direkt an die Schule gegangen sind, haben nie einen Fuß in ein Unternehmen gesetzt. Von den 345 Ausbildungsberufen kennen sie oft nur jene, die ihnen im Alltag begegnen.

Auch deshalb hat das Handelsblatt seinen 7. Jahreskongress „Wirtschaft und Schule“ diesem Thema gewidmet. Mehr als 200 Vertreter von Schulen, Unternehmen, Politik und Bildungsinitiativen diskutierten zwei Tage in Berlin darüber,  wie Lehrer junge Menschen besser auf die Zeit nach dem Schulabschluss vorbereiten können. (...)

Seit 2010 werden an einzelnen Schulen Schüler ab der siebten Klasse individuell auf ihre persönlichen Fähigkeiten getestet und nach dem Abschluss in eine Lehre begleitet. Allerdings sind es bisher maximal 30 000 Schüler, die von dieser Sonderbetreuung profitieren. Das Bildungsministerium stellte dafür bis 2014 rund 360 Millionen Euro bereit. Dass etwas getan werden muss, zeigen diese Zahlen: Aktuell sind rund 1,5 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 35 Jahren ohne Ausbildung, jährlich kommen etwa 150 000 dazu. (...)

Was mangelnde Berufsorientierung an den Schulen in der Praxis heißt, zeigte Esther Hartwich vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag auf. Viele Jugendliche hätten eine „diffuse Berufsorientierung“. Irgendwie „was mit Mode“ oder „was mit Autos“ – solch Unkonkretes antworten noch immer zu viele Schüler, wenn man sie nach ihrem Berufswunsch fragt.

Zu viele Jugendliche interessieren sich für die immer gleichen Berufe – Verkäuferin, Automechatroniker und Bürokauffrau etwa. Rund ein Fünftel aller Auszubildenden in Deutschland wählt einen von gerade mal fünf Berufen, die anderen 340 kennen viele schlicht nicht. Kein Wunder, dass Jugendliche und Unternehmen nicht mehr so recht zueinanderfinden. Ende September dieses Jahres blieben wieder Lehrstellen frei – fast 36 000. Gleichzeitig suchten zum Stichtag aber noch 21 000 junge Menschen einen Ausbildungsplatz.

Viele würden nicht als Auszubildende genommen, weil sie nicht „ausbildungsreif“ sind, sagen  Personalchefs und  Wirtschaftsverbände. Sie kämen nicht pünktlich und seien nicht zuverlässig, hätten enorme Defizite beim Lesen und Rechnen und verstünden etwa Arbeitsanweisungen kaum. Rund 267 000 Jugendliche  hängen noch immer in den sogenannten Warteschleifen – sie haben keine Lehrstelle gefunden und bereiten sich meist in Schulen auf eine Ausbildung vor. Nur 12 600 qualifizieren sich in Unternehmen, obwohl Forscher wie Ludger Wößmann von der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) überzeugt sind, dass ein Einstieg im Betrieb sinnvoller sei, als weiter gelangweilt zur Schule zu gehen. (...)

Seit zehn Jahren vermittelt das Handelsblatt Wirtschaftswissen mit Praxisbezug im Projekt „Handelsblatt macht Schule“. In Zusammenarbeit mit dem Institut für
ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg (IÖB) werden aktuelle Materialien für den Wirtschaftsunterricht erstellt, die Lehrer kostenlos bestellen können. Das Herzstück bilden sechs Unterrichtseinheiten zu den Themen Wirtschaftsordnung, Globalisierung, Unternehmen und Strukturwandel, Finanzielle Allgemeinbildung, Wirtschaft und Recht sowie Innovationen. In der Rubrik „Wirtschaft aktuell im Unterricht“ der Internetseite zum Projekt können Lehrer täglich für ihren Unterricht neue  Artikel aus dem Handelsblatt abrufen, die didaktisch aufbereitet sind, angereichert mit Beispielaufgaben. Insgesamt gibt es rund 2 000 aufbereitete Texte aus der Zeitung in der Datenbank.

Das Handelsblatt publiziert zudem mit dem IÖB eine Wirtschaftszeitung für Schüler. Der alle zwei Monate erscheinende „Handelsblatt
Newcomer“ bietet Jugendlichen fundiertes Wissen, ohne sie mit Details oder abstraktem Hintergrundwissen zu überfordern. Mit der Aktion „Mitarbeiter machen
Schule“ bringt das Handelsblatt zudem Mitarbeiter von einzelnen Unternehmen, des Verbandes unabhängiger Vermögensverwalter und der Düsseldorfer Verlagsgruppe
Handelsblatt zusammen. Im nächsten Jahr wird der Internetauftritt des Projekts neu gestaltet. Die Unterrichtseinheiten zu finanzieller Allgemeinbildung und Innovationen werden grundlegend überarbeitet.

Alle Materialien, die aufbereiteten Handelsblattartikel, der Newcomer sowie Informationen zu dem ganzen Projekt sind unter www.handelsblattmachtschule.de abrufbar.

Wie das Thema Wirtschaft in die Schulen kommen soll, darüber streiten die Experten. Die einen, wie Kaminski, sind überzeugt, das gehe nur über ein eigenes Schulfach Wirtschaft. Andere argumentieren, die Berufsorientierung müsse in allen Fächern Thema sein, auch in Biologie, Englisch oder Mathematik. Das sei aber nicht mehr als eine schöne Vorstellung, sagt der Wissenschaftler. „Die Verantwortung dafür wird dann von einem zum Nächsten weitergegeben.“ Am Ende mache es keiner. (...)

Was theoretisch überzeugend klingt, ist in der Praxis zuweilen problematisch. Pädagogen berichten auf dem Kongress, wie etwa Versicherungen versuchten, aus ihrem Kontakt mit Schulen Kapital zu schlagen, sprich Policen an Schüler zu verkaufen. Von Unternehmen zur Verfügung gestellte Unterrichtsmaterialien seien manchmal von „plumper Produktwerbung“ durchsetzt, klagte Tatjana Bielke, Projektleiterin der Verbraucherzentrale Bundesverband. „Unabhängige Materialien helfen den Lehrkräften, tendenziöse nicht“, so ihr Fazit.  (...)

22. November 2013
Presseartikel

Zusammenhänge in Wirtschaft verstehen

Stolze Gewinner: 25 neunteKlassen aus Schulen im Oldenburger Land wurden als Sieger beim Schülerwettbewerb 2013 der Wirtschaftsjunioren bei der  Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) geehrt. Sie nahmen die Preise am Donnerstag im Haus der Oldenburgischen Landesbank (OLB) in Empfang.

Alle hatten erfolgreich im Internet an einem Wirtschaftsquiz teilgenommen. 55 Klassen aus 31 Schulen der Region machten mit.  (...)

Die erfolgreichen Schulen bekamen zudem eine einjährige Mitgliedschaft bei der Wirtschaftsbildungsinitiative wigy. So haben sie nun auch Zugang zur umfangreichen wigy-Datenbank.  (...) Die Wirtschaftsjunioren richteten den Wettbewerb zum 29. Mal aus.

18. November 2013

Gymnasium weckt Lust auf Ökonomie

Oldenburg. Die Wirtschaftsbildungsinitiative „Wirtschaft am Gymnasium“ – kurz Wigy genannt – hat jetzt ihr 20-jähriges Bestehen in Oldenburg gefeiert. Der Verein will Wirtschaft für Jugendliche erlebbar machen, indem er Lehrerbildung, Praxiskontakte und die Erstellung von Unterrichtsmaterial in den Mittelpunkt stellt. Unterstützt wird er vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB), das für den wissenschaftlichen Hintergrund sowie für Fortbildungen und Fachtagungen sorgt.

(...) Das Institut genießt längst bundesweites Renommee und auch Länder wie Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg greifen auf die Erfahrungen aus der Huntestadt zurück. Denn an der Universität Oldenburg studieren gegenwärtig 600 Studierende Politik und Wirtschaft, das Fach, das seit 2006 an Gymnasien zum Pflichtfach wurde.

(...) „Unser Verein mit seinen 981 Mitgliedern ist stolz auf seine bundesweit größte Online-Materialiendatenbank zur ökonomischen Bildung, die gegenwärtig über umfangreiche Unterrichtsangebote für alle Schultypen verfügt“, sagt Hilger König vom Wigy-Vorstand. Auch der enge Kontakt zwischen Schulen und Unternehmen werde gepflegt, nicht zuletzt weil es lebensnaher Unterricht ist.

(...) Dennoch wünscht sich Werner Brinker noch mehr Einsatz seitens der Wirtschaft. „Man kann sich nicht einerseits beklagen, dass jungen Leuten die wirtschaftlichen Zusammenhänge fehlen und andererseits nichts dafür tun“, meint er und hofft auf mehr Engagement, damit das IÖB auch künftig eine solide finanzielle Basis hat. (zb)

 

16. November 2013
Presseartikel

Mehr Engagement von Firmen erwünscht

Die Oldenburger Wirtschaftsbildungsinitiative „wigy e.V.“ hat in den vergangenen 20 Jahren viel erreicht. Doch zur Absicherung der weiteren Arbeit wäre noch mehr   finanzielles Engagement aus der regionalen Wirtschaft heraus wünschenswert. Es gehe um eine solide Grundfinanzierung, um qualifiziertes wissenschaftliches Personal dauerhaft beschäftigen und das bewährte Informationsmaterial für die Wirtschaftsbildung von Lehrkräften und Schülern erarbeiten zu können, sagte EWE-Chef Dr. Werner Brinker als Vorstandsvorsitzender von wigy beim Jubiläumsforum in der OLB-Zentrale.

(...) Wigy war vor 20 Jahren als Verein „Wirtschaft & Gymnasium“ gegründet worden, unter Beteiligung von IHK, Unternehmenwie der OLB sowie Lehrkräften. Der Verein hat zurzeit 981 Mitglieder. Bald sollen es 1000 sein.

In den 20 Jahren sei die Wirtschaftsbildung an den Schulen deutlich vorangekommen, bilanzierte Professor Hans Kaminski, wigy-Gründungsmitglied und Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB/Oldenburg), das die Arbeit von wigy eng begleitet. Früher sei Wirtschaft eher in den  Hauptschulen vertreten gewesen, mit mehr Unterrichtszeit als an den Gymnasien. Diese hätten u.a. mit dem Fach „Politik/Wirtschaft“ (2006 eingerichtet) aufgeholt.  Zudem seien an der Uni Oldenburg bundesweit einmalige und stark frequentiert und Studienmöglichkeiten für angehende Lehrkräfte in diesem Bereich geschaffen worden. Zugleich sei der Bedarf an Material zur Lehrer-Aus- und Fortbildung sowie für die Arbeit im Unterricht gewachsen. Mit der Erarbeitung entsprechenden Materials, das gedruckt und online bereitgestellt werde, sei Niedersachsen im Ländervergleich „sehr weit vorangekommen“, sagte IÖB-Geschäftsführerin Katrin Eggert. Aber es bleibe noch „sehr viel zu leisten“, auch in anderen Bundesländern.

Die Arbeit von wigy habe auch dazu beigetragen, dass an zahlreichen Schulen die „Wirtschaft erlebbar“ gemacht worden sei, sagte Hilger König, Generalbevollmächtigter bei der Oldenburgischen Landesbank AG (OLB), der sich im Vorstand von wigy engagiert.  Vor 20 Jahren habe es dagegen kaum Verbindungen gegeben. Er sprach beispielhaft ein internetbasiertes Planspiel zu Unternehmen vor fünf Jahren und die jüngste Aktion an, bei der 23 wigy-Vertreter jeweils eine Unterrichtsstunde gestalteten. (...)

NWZ-TV zeigt einen Beitrag unter www.nwzplay.de

16. November 2013

Wigy macht Wirtschaft erlebbar

Oldenburg – Die Oldenburger Wirtschaftsbildungsinitiative “Wirtschaft am Gymnasium” – kurz “Wigy” genannt – hat ihr 20-jähriges Bestehen in Oldenburg in der OLB gefeiert. Eltern, Schüler, Lehrkräfte aber auch Unternehmen waren sich bei Gründung einig, dass ökonomische Bildung wichtig ist, um in der Lebens- und Arbeitswelt bestehen zu können.

(...) Jugendliche würden sich durchaus für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren, sagt Prof. Dr. Hans Kaminski, der das IÖB leitet und seit der Gründung von Wigy dabei ist. Das Institut ist längst bundesweit bekannt und andere Länder wie zum Beispiel Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg greifen auf die Erfahrungen in Oldenburg zurück. Denn an der Universität Oldenburg studieren gegenwärtig 600 Studierende Politik und Wirtschaft, das Fach, das seit 2006 an Gymnasien zum Pflichtfach wurde.

Für den Wigy-Vereinsvorsitzenden Dr. Werner Brinker ist ökonomische Bildung dringend notwendig, damit junge Leute ein mündiges und selbstbestimmtes Leben führen können angesichts von Globalisierung, Energiewende oder Eurokrise. „Es wird in Zukunft mehr solche komplexe Themen geben, die ohne Wirtschafts- und Politikkenntnisse nicht verstanden werden“, sagt er.

(...) Dennoch wünscht sich Werner Brinker noch mehr Einsatz seitens der Wirtschaft. „Man kann sich nicht einerseits beklagen, dass jungen Leuten die wirtschaftlichen Zusammenhänge fehlen und andererseits nichts dafür tun“, meint er und hofft auf mehr Engagement, damit das IÖB auch künftig eine solide finanzielle Basis hat. (zb)

8. November 2013
Presseartikel

Bei Wirtschaftsbildung noch viel zu tun

FRAGE: Die Wirtschaftsbildungsinitiative wigy besteht 20 Jahre. Was war 1993 der Leitgedanke zur Gründung?

BRINKER: Die Motivation zurGründung entstammte einer klaren Diagnose – nämlich der, dass Gymnasiasten damals in der Regel nur geringe Kenntnisse über   Wirtschaft hatten. (...) Deshalb sollte „wigy“ helfen, mehr ökonomische Bildung als bisher an den Gymnasien zu ermöglichen, durch Unterrichtsmaterialien und durch Fort- und Weiterbildungen der Lehrerinnen und Lehrer. (...)

FRAGE: Inzwischen gibt es ja ein Pflichtfach für alle Gymnasiasten, das heißt Politik/Wirtschaft.

BRINKER: Ja, das ist richtig.

FRAGE: Damit könnte ein Hauptziel erreicht sein. So gesehen könnte man doch wigy, das ja ursprünglich für „Wirtschaft am Gymnasium“ steht, wieder auflösen, oder?

BRINKER: Der Anspruch der Schüler auf das Fach „Politik/Wirtschaft“ ist eine Sache, die Vermittlung der Inhalte dieses Unterrichts eine andere. Viele Lehrer des Faches  Politik, die Wirtschaft jetzt „mitmachen“, hatten keine Gelegenheit, selbst Wirtschaft zu studieren. Es gibt also auf dem Feld der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften nach wie vor spannende und wichtige Aufgaben, um die sich unter anderem „wigy“ kümmert. Außerdem werden mittlerweile Unterrichtsmaterialien bundesweit auch für Haupt-, Real-, Oberschulen und Gesamtschulen angeboten. Insgesamt bleibt aber noch eine Menge zu tun.

(...)

FRAGE: Wo setzt wigy an?

BRINKER: Der größte „Schatz“ des Vereins ist sicherlich, dass er seinen Mitgliederndie bundesweit größte Online-Materialiendatenbank zur ökonomischen Bildung zur Verfügung stellt. Aktuell umfasst die Datenbank über 2000 Angebote für den Unterricht. 2013 liegt der Fokus zudem auf den Praxiskontakten zwischen Schule und Wirtschaft, die für einen lebensnahen Unterricht wichtig sind.

FRAGE: Engagiert sich die regionale Wirtschaft genug?

BRINKER: Es gibt viele engagierte Unternehmen, u.a. die OLB) und die Oldenburgische IHK, die seit der Gründung dabei sind. Der Verein wäre aber natürlich froh über weitere Mitglieder aus der Wirtschaft – weil es einfach noch viele gute Ideen gibt, um den Ökonomieunterricht in unseren Schulen zu fördern.

--> @ Info und Anmeldung zum wigy-Forum am 15. November
www.wigy.de

23. September 2013
Presseartikel

Lehrer lernen Berufe kennen

Wer Abitur macht, geht studieren? Wer die 10. Klasse absolviert, lernt einen Beruf? Diese Klischees sind veraltet. Lehrer werden für veränderte Berufsentwicklungen geschult.

(...) Mit BOGn sollen Lehrer und Lehrerinnen einen Überblick über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in verschiedenen Berufsfeldern erhalten. Dabei werden unterschiedliche Interessen der Schülerinnen und Schüler sowie vorhandene Strukturen und Programme in den Schulen berücksichtigt. Die Jugendlichen sollen aber nicht nur über die vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern informiert werden. Sie werde auch zu einer möglichst selbst gesteuerten Berufs- und Studienwahl befähigt. Dies betrifft beispielsweise die Selbsteinschätzung sowie die Informations-, Entscheidungs- und Zeitmanagementkompetenz.

(...) Die Lehrveranstaltungen für die Lehrer werden von Professor Dr. Rudolf Schröder von der Universität Oldenburg durchgeführt. An den zwei Präsenztagen wurden folgende Schwerpunkte gesetzt: Grundlagenwissen für die Berufs- und Studienorientierung und ein Konzept zur Berufs- und Studienorientierung für die eigene Schule. Die Lehrkräfte erhielten im Rahmen der Fortbildung verschiedene Hilfsmittel, unter anderem einen personalisierten Zugang zum Lernmanagement ECEDON sowie Unterrichtsmodule (Verlaufspläne, Lern- und Lehrmaterialien) für jeweils 45 oder 90 Minuten Unterricht mit einem Gesamtumfang von mehr als 20 Stunden Präsenzunterricht. Die Selbstlernphase (online) dauert etwa ein Vierteljahr. Am Ende gibt es eine Abschlussveranstaltung in der IHK mit Präsentation und Diskussion der entwickelten Konzepte für die eigene Schule.