Mitteilen

Verband VÖBAS nimmt Stellung zu GEW-Darstellung

In der Dezemberausgabe 2016 der Zeitschrift „Erziehung und Wissenschaft“ (E&W), herausgegeben von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), erfolgte eine umfassende Auseinandersetzung mit Lobbyismus in Schulen und insbesondere der schulformübergreifenden Einführung des Faches "Wirtschaft und Studien- und Berufsorientierung" in Baden-Württemberg.

 

Der Verband Ökonomische Bildung an allgemeinbildenden Schulen e. V. (VÖBAS) hat zu den Darstellungen nun umfassend Stellung bezogen. Der erweiterte Vorstand weist dabei u. a. die "verbreiteten Zerrbilder der ökonomischen Bildung entschieden zurück." Und weiter hält er fest: " Als höchst polemisch und unfair und einer sachlichen Auseinandersetzung abträglich empfunden wird die in den Artikeln teils explizit, teils implizit vorgenommene Gleichsetzung der jahrzehntelangen Bemühungen um die Implementation des wirtschaftlichen Lern- und Handlungsfeldes in das Fächerspektrum aller allgemeinbildenden Schulen mit einigen in der Tat inakzeptablen Formen lobbyistischer Einflussnahme auf Schule. Anders als von den Autoren unterstellt, verstehen die im VÖBAS e.V. organisierten Lehrkräfte ökonomische Bildung als integralen Bestandteil allgemeiner Bildung, ohne welche die Komplexität moderner Wirtschaftsgesellschaften undurchschaubar bleibt. Nicht Verklärung bestehender Verhältnisse, wie in einem der Beiträge behauptet, sondern Aufklärung über ökonomische Strukturen, Interdependenzen und Probleme sei das Kernanliegen von Wirtschaftsunterricht."

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier: http://www.voebas.de/

Ko, 31.01.2017

FAZ berichtet über ökonomischen Analphabetismus

In einem Beitrag in der FAZ vom 02. Mai 2016 bemängelt Philip Plickert einen weiterhin zu beobachtenden ökonomischen Analphabetismus in der Bevölkerung. In dem Artikel wird dazu auf verschiedene empirische Studien verwiesen, die - wie vergleichbare Studien bisher auch - zahlreiche Defizite im Wirtschaftswissen von Kindern und Jugendlichen oder Erwachsenen feststellen. Auch gibt es empirische Hinweise auf Zusammenhänge zwischen dem Niveau an ökonomischer Bildung und der Fähigkeit zur Bewältigung ökonomisch geprägter Lebenssituationen (z. B. in den Bereichen Altersvorsorge, persönliche Finanzen, berufliche Selbständigkeit). Prof. Schlösser (ZÖBIS, Universität Siegen) kann dies mit den Ergebnissen eigener empirischer Studien weiter untermauern. Prof. Kaminski (IÖB, Universität Oldenburg) verweist im Artikel auf die ideologischen Grabenkämpfe, denen manches inhaltliche Argument zum Opfer fällt, aber auch auf das zunehmende Interesse von Eltern und Schülerinnen und Schülern. Ökonomische Bildung - so auch der Tenor des FAZ-Artikels - ist keine Antwort auf die Lobbyaktivitäten von Arbeitgeberverbänden, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit, der sich das allgemeinbildende Schulwesen im 21. Jahrhundert stellen muss.

Der Artikel kann hier gelesen werden:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-deutschen-haben-eine-wissensluecke-bei-der-wirtschaft-14210013.html

 

Loe

 

Bisherige IÖB-Standpunkte