Veranstaltungsausblick

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August

29.08.2019

1x1 der Wirtschaft: "Schneller, höher, reicher - Wahrer Sportgeist vs. Sport als Ware?

Format: Öffentliche Gartenvorlesung mit Diskussion

Zielgruppe: Bürger*innen aus Oldenburg und Umgebung

Veranstalter: Institut für Ökonomische Bildung (IÖB), wigy e. V., in Kooperation mit der Nordwest-Zeitung (NWZ)

Ort: Institut für Ökonomische Bildung, Bismarckstraße 31, 26122 Oldenburg

Zeit: 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr, Ausklang mit Imbiss

Eintrittskarten werden über eine Coupon-Aktion der NWZ vergeben.

Diskutanten:

  • Klaus Filbry, Geschäftsführer Marketing und Management SV Werder Bremen
  • Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter EWE Baskets
  • Hauke Richters, Leiter Sportredaktion NWZ Oldenburg
  • Trainer des VFL Oldenburg

Moderation: Dr. Michael Koch, Gesamtleitung Projektmanagement IÖB

Inhaltlicher Ausblick:

Sport gilt als die schönste Nebensache der Welt. Millionen Menschen gehen regelmäßig ins Fitnessstudio, laufen oder schwimmen. An den Wochenenden strömen Hundertausende in die Stadien der Fußballbundesliga und in die Hallen der Basketball-, Handball- und Eishockeyclubs. Und im Fernsehen erzielen sportliche Großereignisse die höchsten Einschaltquoten. Hinzu kommen die unzähligen regionalen Sportvereine, die allen Altersgruppen Angebote machen. Sport ist integraler Bestandteil der Gesellschaft, er verbindet und begeistert … gerade auf regionaler Ebene.

Gleichzeitig schreitet die Kommerzialisierung des Sports stetig voran. Zunehmend astronomische Spielergehälter und Transfererlöse im Fußball sind hier ebenso Beleg wie die schrittweise Verlagerung von Liveübertragungen von den frei zugänglichen Sendern in den Pay-TV-Sektor. Viele Fans und Kommentatoren befürchten den Verlust der Werte des Sports und sehen die Gefahr, dass ökonomischen Zielsetzungen traditionelle Werte geopfert werden. Dabei entsteht jedoch mancherlei Widerspruch: Wer einerseits die besten Sportler im Land und deutsche Vereine erfolgreich im internationalen Wettbewerb sehen, andererseits aber die althergebrachten Vereinsstrukturen nicht infrage stellen will, muss sich ggf. entscheiden.

So schreiten die Verantwortlichen derzeit auf einem schmalen Grat zwischen kommerziellen Zielsetzungen und Fanprotesten, Financial Fairplay und der Sicherung der eigenen Wettbewerbsposition. Und gerade im Fußballland Deutschland stehen die anderen Sportarten im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und damit Einnahmen. Und als wäre dies nicht genug, tritt noch eine neue Form des Sports mit Nachdruck in den Ring: E-Sport, also der professionelle Wettkampf von Computer- und Konsolenspielern, füllt Hallen und Stadien mit jugendlichen Massen und begeistert auch viele Investoren angesichts der neuen Vermarktungskanäle.

Überall dies gilt es in der ausgewiesenen Expert*innen-Runde zu diskutieren.