07.10.2026

Fachtagung Metavorhaben „Finanzielle Bildung“ 2026: Wissenschaftskommunikation und Forschungsdatenmanagement im Fokus

Foto: Markus Hibbeler

Am 5. und 6. Oktober 2026 fand in der Alten Fleiwa in Oldenburg die zweite Fachtagung des Metavorhabens Finanzielle Bildung (MetaFin) statt. Unter dem Motto „Wissenschaftskommunikation und Forschungsdatenmanagement im Fokus“ kamen Projektleitungen und Mitarbeitende aus allen 27 Teilprojekten der vom Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderten Förderrichtlinie „Forschung zu finanzieller Bildung“ zusammen. Die Tagung diente der Vernetzung und dem wissenschaftlichen Austausch der Projekte und fand als zweite projektinterne Fachtagung der Förderlinie erstmals in Oldenburg statt.  Ausgerichtet wurde die Tagung durch das Projekt-Team des Metavorhabens „Finanzielle Bildung“ (MetaFin) des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) in Oldenburg.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Dirk Loerwald (Wissenschaftlicher Leiter, IÖB) richteten Prof. Dr. Michael Wark (Vizepräsident für Forschung und Transfer, Universität Oldenburg) und Dr. Barbara Wildenhahn (Referatsleiterin, Referat 511 des BMBFSFJ) Grußworte an die Teilnehmenden. Den inhaltlichen Auftakt bildete die Keynote von Prof. Dr. Dr. h. c. Ilka Parchmann (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) / IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik) zu Transfer und Wissenschaftskommunikation als Handlungsfelder von Fachdidaktik und referierte hierbei Ansätze zur Förderung der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Bildungspraxis. Anschließend stellte das MetaFin-Team um Prof. Dr. Carmela Aprea und Prof. Dr. Dirk Loerwald den aktuellen Stand des Metavorhabens vor. Darüber hinaus gab Tabea Bucher-Koenen einen Input zum Forschungsdatenmanagement. Im Stakeholderpanel diskutierten Anke Wolf (Verbraucherzentrale Bundesverband), Louisa Frühauf (Lehrkraft, Autorin) und Sven Schumann (Deutsche Börse & BÖB) unter der Moderation von Carmela Aprea über den aktuellen Stand der finanziellen Bildung in Deutschland. Der Abend klang mit dem Programm „MetaFun“ in Ols Brauwerkstatt aus und bot Raum für den persönlichen Austausch.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Projektbeiträge. In vier parallelen Sessions zu digitalen und innovativen Lernansätzen, zu formaler Bildung und Professionalisierung, zu zielgruppenspezifischen Interventionen sowie zur (Wirkungs-)Messung präsentierten alle Teilprojekte ihre Zwischenstände und ersten Ergebnisse. Das Spektrum reichte von Erklärvideos von Finfluencer*innen und KI-gestützten Chatbots über Lernspiele und die Professionalisierung von Lehrkräften bis zu Angeboten für Menschen in vulnerablen Lebenslagen, etwa im Kontext des Strafvollzugs, in Überschuldung oder während der Schwangerschaft. In der Session zur (Wirkungs-)Messung stellten Dr. Stephan Friebel-Piechotta, Janike Romppanen und Paula Koch das am IÖB angesiedelte Projekt „FIBIS – Finanzbildung sprachsensibel gestalten“ vor. Unter dem Titel „Finanzsprachliche Fähigkeiten und Kenntnisse messen“ präsentierten sie die Ergebnisse einer Validierungsstudie eines eigens im Projekt entwickelten C-Test zu Altersvorsorge und Vermögensbildung.

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